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Review: Rebellion |
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Album:
| | ARISE - FROM GINNUNGAGAP TO RAGNARÖK - THE HISTORY OF THE VIKINGS - VOLUME III, 2009, Massacre |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 17.08.2009 |
Review:
| | Keine Ahnung, was sich Rebellion bei der Idee zu dem Titel ARISE - FROM GINNUNGAGAP TO RAGNARÖK - THE HISTORY OF THE VIKINGS - VOLUME III gedacht haben. Vielleicht: "Kommt, wir entwickeln mal den längsten Albumnamen der Metal-Geschichte". Ob sie wohl wissen, wie sehr sie Musikredakteure damit quälen, die das tippen müssen? Ich vermute, ja. Ich werde das Album deswegen im weiteren Verlauf auch nur noch ARISE nennen.
Mit ihrem insgesamt fünften Album ARISE beschließen Rebellion ihre Wikinger-Trilogie, die 2005 mit SAGAS OF ICELAND begonnen hatte und 2007 mit MIKLAGARD fortgeführt wurde. Ich bin vor allen Dingen gespannt, ob Rebellion den hohen Standard der Vorgängerwerke halten können oder vielleicht sogar übertreffen werden.
Ungewöhnlich druckvoll ist der Einstieg bei "War", aber die energetische Dynamik passt zum Titel. Thrashige Anleihen geben sich die Ehre und Michael Seifert singt aggressiv wie noch nie. Er macht bei dem Song jedem Melo-Death-Shouter Konkurrenz. Die melodische Seite wird durch einige Riffs und Licks und durch die unterschwelligen Hintergrundchöre hochgehalten, die noch ein wenig Epik mit einbringen. Trotz der für Rebellion wirklich ungewöhnlich toughen Marschrichtung macht "War" seine Sache als Opener ziemlich gut.
Die Piano-Einleitung bei "Arise" hält nicht lange an, sondern gibt die Führung bald an die Leadgitarre ab. Dennoch ist der Track wesentlich melodischer als sein Vorgänger und hat auch einen sehr hymnischen Höhepunkt, der wieder mit diesen Hintergrundchorälen veredelt wird. Den sehr rauhen Gesang behält Michael Seifert vorerst bei.
So auch bei "Asgard", dem der Gesang und die tiefergestimmte Gitarre eine düstere, fast schwermütige Atmosphäre aufdrücken. "Odin" erinnert mich in seiner Machart dann so ein bisschen an Grave-Digger-Tracks aus den Zeiten ihrer Mittelalter-Trilogie. Besonders ans Album TUNES OF WAR. So ein leichter nordisch-folkiger Touch schwebt mit und verpasst dem Song auch noch einen epischen Touch.
Zu den Stücken, bei denen mal die melodische Seite regiert, gehört "Runes". Seifert singt hier nicht so rau und hat sogar einige emotionalere Abschnitte. Auch das längere und sehr variantenreiche Lead-Solo unterstützt die Melodik.
"Bolverk" ist eine wuchtige Nummer, bei der man sich gedanklich irgendwie auch gut die Belagerung einer Festung und die Attacken der angreifenden Partei vorstellen kann. Auch hier wird noch mal ein super Gitarrensolo aufgefahren, bevor der Song mit seinem mächtigen Groove zu Ende marschiert.
Das neunminütige "Thor" ist die epischste Nummer des Albums und zieht ihren Reiz aus wechselnden Intensitäten. Von einer getragenen, fast ruhigen Stimmung, über hymnische Abschnitte, die sogar mit Bläsern aufwarten, bis zu energetisch stampfenden Phasen ist alles vertreten. Zweifelsohne ist dieser Track das kompositorische Highlight auf ARISE und wird keine Sekunde langweilig.
Damit man sich nicht zu sehr an das Mid-Tempo und melodische Bereiche gewöhnt, gibt es mit "Evil" als nächstes den wohl schnellsten Track, der seine Herkunft im Thrash Metal zu haben scheint. Die Headbanger unter uns tun ihrem Nacken nichts Gutes an, wenn sie dazu die Mähne schwingen lassen. Da irgendwie ein vernünftiger Höhepunkt fehlt, kann ich dem Ultra-Power-Song allerdings nicht viel abgewinnen.
Mit "Loki" darf dann noch ein weiterer bekannter Gott aus dem Geschlecht der Asen ran. Loki ist bekannt für seine Listigkeit und dass er Zwietracht schürt. Er stellt mehr oder weniger das Böse dar, und so darf man auch hier keinen besonders harmonischen Song erwarten. Der Rhythmus ist wieder recht brachial, der Gesang rauh und aggressiv und die Gitarre sorgt hin und wieder für kleine Dissonanzen.
Bei "Prelude" entspannt sich die Stimmung langsam, melodischere Leads und harmonischere Vocals finden wieder Eingang in den Sound. Bridge und Refrain sind schön hymnisch, das Gitarrensolo dagegen recht energetisch.
Mit "Ragnarök" kehrt die epische Seite vollends zurück. Der Song wartet mit dem am besten herausgearbeiteten Höhepunkt auf und weiß auch durch die melodischen Riffs zu begeistern.
Beim Schlusstrack "Einherjar" werden anfangs ziemlich gefühlvolle und melodische Klänge angeschlagen. Der Song gewinnt im weiteren Verlauf an Energie, wofür vor allen Dingen Michael Seifert mit seinem sehr intensiven Gesang verantwortlich zeichnet. Von der Marschrichtung ist es sicherlich das hymnischste und zugleich emotionalste Stück.
Fazit: Ich würde sagen, Rebellion haben mit ARISE ihrer Wikinger-Trilogie tatsächlich die Krone aufgesetzt. Das Album erreicht nicht nur den qualitativen Standard seiner Vorgänger, sondern legt in Punkto Härte noch mal ein paar Briketts nach. So heavy waren Rebellion noch nicht, und das, ohne die melodische und epische Seite zu vernachlässigen.
Ich finde alle Teile der Trilogie gelungen, dennoch hätte der Abschluss nicht besser sein können. Rebellion haben sich richtig Gedanken gemacht und das Songwriting abwechslungsreich wie nie gestaltet. Und ohne den leichten Leistungsabfall bei "Evil" und "Loki" wäre wohl noch ein Halbpunkt mehr drin gewesen.
Tja, da dürfen wir uns mal überraschen lassen, welches Projekt Rebellion zukünftig angehen. Bis dahin wird ARISE im meinem Player unzählige Runden drehen.
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Anspieltipps:
| | Mit "War", "Arise", "Odin", "Bolverk", "Thor", "Ragnarök" und "Einherjar" zähle ich hier doch eine ganze Menge wirklicher Anspieltipps. |
Tipp:
| | Anhänger von richtig druckvollem Heavy Metal und Power Metal werden an ARISE ihre wahre Freude haben. Aber durch die Einbringung der melodischen und epischen Komponenten sprechen Rebellion auch diese Gruppen an. So geht der Tipp dann doch einfach an die Adresse von allen, die guten und vielfältigen Heavy Metal mögen. |
Titel-Liste:
| | - War
- Arise
- Asgard
- Odin
- Runes
- Bolverk
- Thor
- Evil
- Loki
- Prelude
- Ragnarök
- Einherjar
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Laufzeit:
Empfehlen:
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