 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: ReinXeed |
 |
| |
Album:
| | THE LIGHT, 2008, Rivel Records |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | S.M., 27.06.2008 |
Review:
| | Dass ein einzelner Musiker hinter einem Bandprojekt steht, ist ja mittlerweile nichts ungewöhnliches mehr. Besonders im Pagan-Bereich schlüpfen immer mehr solcher "Bands" aus dem Boden. ReinXeed ist aber die erste Power-Metal-Band, bei der ich diese Tatsache festelle. Der Mann hinter ReinXeed heißt Tommy Johansson. Er hatte 2006 die Vision, dass eine Mixtur aus Movie-Soundtrack und Power Metal eine coole Sache wäre. So entwickelte sich die Idee zum Album THE LIGHT.
Mit dem konzeptionellen Inhalt des Werkes, dass im übertragenden Sinne den alten Kampf zwischen Gut und Böse darstellt, passt THE LIGHT gut ins Programm des christlichen Labels CM Sweden/Rivel Records, welches unter der Leitung des Musikers und Produzenten Christian Liljegren steht. Liljegrens Freund und Bandkollege (bei Divinefire) Jani Stefanovic nahm sich der Produktion an und spielte gleich noch das Schlagzeug des Albums ein. Alle anderen Instrumente und den Gesang übernahm Tommy Johansson selbst.
Soweit liest sich das schonmal ganz interessant. Insbesondere auf die Vermischung von Power Metal mit Soundtrack-Melodien war ich gespannt. Allerdings musste ich bis Track 5 "Eternity" warten, bevor mir zum ersten mal eine solche Stelle bewusst auffiel. Das Intro, dass sich dann auch während des Songs immer mal wiederfindet, hat Anleihen bei "The Greensleeves". Und Harmonien aus einem Historienfilm, den ich aber nicht exakt zu identifizieren weiß, sind irgendwie auch vorhanden. Zugegebenermaßen klingt das von der Melodie her auch nicht schlecht.
Auch bei "Shyrheny" sind Augenblicke vorhanden, die bestens in einen Fantasy-Film passen würden und "Northern Sky", dass mich einige Male stilistisch stark an Tobi Sammets Avantasia erinnert, bringt schöne nordisch-epische Interludes mit sich, die jedem Wikingerfilm zu Ehre gereichen.
Abgesehen davon erwartet den Hörer in erster Linie melodischer Power Metal, der seine Vergleiche teilweise bei den ersten beiden Avantasia-Alben, bei Insania, Olympos Mons oder auch Sonata Arctica sucht. Die Liste könnte man ziemlich lange so weiterführen, faktisch ist THE LIGHT Happy Metal in bester Manier. Mit den angesprochenen Vergleichen möchte ich aber nicht die Güte von ReinXeed einstufen, denn es gibt bei Mr. Johanssons Werk durchaus Mängel zu entdecken.
Da wäre einmal der Gesang. Johansson singt zwar im mittleren Tonbereich schön gefühlvoll und kommt mit den gemäßigteren hohen Tönen klar, aber wenn es in extreme Höhen geht, kommt der Schwede gnadenlos an seine stimmlichen Grenzen. Dennoch versucht er diesen Drahtseilakt immer wieder und haut jedesmal aufs neue daneben.
Auch die Kompositionen können teilweise nicht so wirklich zünden. Es ist einfach Melodic Power Metal von der Stange, der null innovativ ist und teilweise sogar ziemlich...naja, sagen wir mal...beinflusst klingt, um es mal freundlich auszudrücken.
Im Grunde kann ich es mir schenken, auf noch mehr Stücke intensiver einzugehen, da sie einfach keine herausragenden Merkmale besitzen. Einzig der Long Track "End of this Journey" kann sich vom Albumdurchschnitt abheben. Großteile dieses Tracks - besonders in den rein instrumentellen Passagen - würden wirklich eine starke Soundtrack-Grundlage abgeben. Hier beweist Johansson, welche songwriterischen Fähigkeiten er tatsächlich besitzt, und man bedauert es am Ende des Albums, dass er diese nicht öfters durchblitzen lässt.
Beim instrumentellen Schlussstück "Heavenly Fire" kann er sich schließlich nochmal als Flitzefinger auszeichnen.
Fazit: THE LIGHT ist ein Album, dem ich ein wenig zwiegespalten gegenüberstehe. Einerseits beeindruckt es mich durchaus, dass Johansson dieses Projekt tatsächlich fast im Alleingang durchzieht. Auch die Parts, in denen es ihm wirklich gelingt, Power Metal und Soundtrack-Melodien zu vermischen, wissen zu gefallen.
Dafür stehen auf der Minusseite die gesanglichen Schwächen, die teilweise fehlende Innovativität und noch deutliche Mängel beim Songwriting.
Es sind aber alles keine Schwachpunkte, die man nicht ausmerzen könnte. Deshalb darf man gespannt sein, was uns der schwedische Einzelkämpfer in Zukunft noch präsentieren wird. Für THE LIGHT reicht es letztendlich nur für eine Wertung knapp über Durchschnitt. |
Anspieltipps:
| | "Northern Sky" und ganz besonders "End of this Journey" ragen über den Albumdurchschnitt heraus. |
Tipp:
| | Es gilt hier Happy Metal zu entdecken, der gelegentlich mit Movie-Sounds vermischt angeboten wird. Auch wenn´s noch längst nicht perfekt ist, neugierig auf das Album macht das schon. |
Titel-Liste:
| | - The Light
- Legacy
- Great Hall of ReinXeed
- Magic Night
- Eternity
- Shyrheny
- Northern Sky
- Kingdom Fall
- End of this Journey
- Heavenly Fire
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.reinxeed.tk  |
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
|