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Review: Revolution Renaissance
 
NEW ERA

Album:
 NEW ERA, 2008, Frontiers

Stil:
 Power Metal, Melodic Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 J.G., 02.06.2008

Review:
 Normalerweise ist das Debüt einer neuen Band immer irgendwie spannend und meist auch ein erfreuliches Ereignis, besonders wenn Profis mit jahre- oder gar jahrzehntelanger Erfahrung am Werk sind. Kaum ein Album der letzten Jahre hatte jedoch mit solchen spektakulären Geburtswehen zu kämpfen, wie NEW ERA. Schuld daran war eigentlich ein ganz alltägliches Geschehen, eine Band hatte sich nach fast 30 Jahren aufgelöst. Leider verlief die Auflösung nicht so ruhig und gesittet ab, wie es sich der Bandchef Tomo Tolkki vorgestellt hatte. Jahrelang angestauter Frust bei fast allen Beteiligten entlud sich in einer wahren Schlammschlacht. Angeheizt wurde das Ganze dann auch noch durch frustrierte Fanscharen und Streitigkeiten mit dem Label.
Nicht gerade die besten Voraussetzungen für die Verwirklichung eigener Ideen und der Produktion eines neuen Albums.
Aus der Not eine Tugend gemacht, ließ sich Timo jedoch nicht beirren und bat einfach langjährige Musikerfreunde und Unterstützung. Und dieses Not-Line-Up ist nicht von schlechten Eltern. Neben den drei Sängern Tobias Sammet (Edguy, Avantasia), Michael-Kiske (ex-Helloween) und Pasi Rantanen (ex-Thunderstone) konnte er noch Basser Pasi Heikkilä (45 Degree Woman), Drummer Mirka Rantanen (Thunderstone) und Keyboarder Joonas Puolakka für sich gewinnen. Er selbst übernahm wie gewohnt die Gitarre.
Der eigene Anspruch an das neue Werk ist dabei sehr hoch, will Timo doch das Erbe "Stratovarius" bewahren. Da er ursprünglich alle Songs für diese Band komponiert hatte, bleiben nur zwei Fragen zu beantworten. Wäre das neue Material überhaupt Stratovarius-tauglich gewesen? Und klappt es, den "Geist einer Band" zu bewahren, wenn alle Köpfe außer einem ersetzt wurden?
Wer sich dann im Vorfeld noch fragt, ob es denn ein flottes Power-Scheibchen oder ein melodischer Papier-Tiger geworden ist, der braucht nur die Track-Liste genau studieren. Auch Timo hat selbstverständlich Rücksicht auf unser Heavy-Metal-ist-böse-Sensibelchen Kiske genommen. Muss ich mehr sagen?

Die eine Hälfte des Albums ist geprägt von Tobias Sammet und Pasi Rantanen. Tobi darf das Album beginnen mit "Heroes", ein Einstand, der sich gewaschen hat. Nach kurzem Vorspiel geht es gleich mit Schmackes und Power zur Sache. Tobi fühlt sich hörbar wohl und macht gemeinsam mit seinen Instrumental-Kollegen eine prima Figur. Nach ein paar Durchläufen kann man sich den Song fast als Stratovarius-Titel vorstellen. Aber eben nur fast, denn dafür ist Tobis Stimme einfach zu prägnant.
Auch der zweite Einsatz von Tobi ist für einen flotten Song vorgesehen. "Glorious and Divine" überzeugt, ähnlich wie der Opener mit interessanter Gesangslinie und Ohrwurm-Tauglichkeit.
Für Pasi hat Timo den druckvollen Nach-Vorne-Marschierer "We are Magic" gewählt und auch die beiden Mid-Tempo-Groove-Monster "Eden is Burning" und "Born up the Cross" stehen auf dem Plan. Nicht weit entfernt von seinem ehemals üblichen Job bei Thunderstone kann er die Aufgaben spielend meistern.
Bei der anderen Hälfte des Albums durfte dann Michael ran. Bei dem forcierten "I did it my Way" und "Last Night on Earth", musste er sicherlich etwas über seinen eigenen Schatten springen. Beide Songs sind deutlich flotter und härter wie alles, was er in letzter Zeit von sich gegeben hat. Trotzdem scheint er mit Spaß bei der Sache zu sein. Umso unverständlicher für mich also, seine erklärte persönliche Abneigung gegen den "bösen Metal".
"Angel" und auch "Keep the Flame alive" sind dann die schon eher dort angesiedelt, wo sich Meister Kiske in der letzten Zeit "ausgetobt" hat. Hier muss man schon ganz hart gesotten sein, wenn einem diese Balladen nicht berühren.
Last and least der Titel-Song "Revolution Renaissance", ebenfalls ein langsamer aber dafür schön groovender Abschluss für ein gelungenes Album. Und eines kann man Timo in jedem Fall schon jetzt bescheinigen. Das ist sein Händchen, für jeden seiner Songs genau den richtigen Sänger gewählt zu haben. Alle Drei können sich prima entfalten und ihre individuellen Stärken voll zur Geltung bringen.

Fazit: Los gelöst von allen Vorgeschichten und zukünftigen Plänen handelt es sich um ein durchaus solides Power Metal Album, das einerseits durchaus einen Teil des alten Spirits transportiert und andererseits eindeutig seinen Stempel von den einzelnen Musikern und hier im besonderen Maße von der Sängergarde aufgedrückt bekommt. Die Songs bieten in der Regel genau das, was man erwarten würde. Ein markanter melodischer Stratovarius Unterbau mit von wahlweise einem Nice-Guy-Edguy-Tobias, einem irgendwo zwischen der Stühlen "Heavy" und "Schnulze" hängenden hervorragend agierenden Michael und einem druckvollen aber etwas blassen ex-Donnerstein-Pasi. Ein Hauch von "Sampler" lässt sich dabei kaum vermeiden - eine geschlossene Lösung klingt einfach anders.
Bleibt abzuwarten, was Timo in der nächsten Zeit als Dauer-Line-Up präsentieren wird und dann bin ich zuversichtlich, dass der schillernden Statovarius-Geschichte in Timos Memoiren ein weiteres erfolgversprechendes Kapitel namens Revolution Renaissance folgen wird.

Tipp:
 Stratovarius-Fans sollten sich nicht scheuen, hier einmal einen Probelauf zu riskieren.

Titel-Liste:
 
  1. Heroes (T. Sammet)
  2. I did it my Way (M. Kiske)
  3. We are Magic (P. Rantanen)
  4. Angel (M. Kiske)
  5. Eden is Burning (P. Rantanen)
  6. Glorious and Divine (T. Sammet)
  7. Born up the Cross (P. Rantanen)
  8. Keep the Flame alive (M. Kiske)
  9. Last Night on Earth (M. Kiske)
  10. Revolution Renaissance (M. Kiske)

Laufzeit:
 47:35 Min.

Band-Infos:
 
  • www.revolution-renaissance.com 


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