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Review: Revolution Renaissance |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | S.M., 20.11.2010 |
Review:
| | TRINITY ist das dritte Album von Timo Tolkkis Projekt Revolution Renaissance und bedauerlicherweise trägt er dieses Baby damit auch zu Grabe. Die Gründe hierfür sind mir nicht ganz geläufig, scheinen aber wohl mit mäßigem Erfolg zusammenzuhängen, was mich wundert, da gerade der Vorgänger AGE OF AQUARIUS durch Qualität überzeugte. Nun, wir werden sehen, ob diese Entscheidung von Tolkki wirklich das letzte Wort ist oder ob er bald einfach ein neues Projekt startet.
Im Line-Up gab's seit dem Vorgänger nochmal zwei Wechsel: Magnus Rosén übernahm den Viersaiter und der in den härteren Gangarten allgegenwärtige Grieche Bob Katsionis drückt heuer die Tasten.
"Marching with the Fools" zeigt eigentlich gleich wieder die Qualitäten der Truppe. Ein eingängiges Konstrukt mit einem Ohrwurm-Refrain wird durch einen kräftigen Rhythmus und energetisches Gitarrenspiel angenehm dynamisiert. Power und Melodie halten sich gekonnt die Waage.
Einen Ticken melodischer und emotionaler ist "Falling to rise", was vielleicht ein bezeichnender Titel für die Bandzukunft sein könnte. Auch hier baut der Song auf einer tollen Mainmelodie auf und der Höhepunkt prägt sich sehr schnell in den Köpfen ein. Leichte Schwächen zeigt Gus Monsanto allerdings in den sehr hohen Gesangsbereichen.
Auch bei "A lot like me" wackelt Monsanto in den Höhen. Diese Schwäche konnte ich auf AGE OF AQUARIUS eigentlich nicht feststellen. Wurde es dort besser kaschiert, oder hat er sich wirklich verschlechtert? Die gesanglichen Mängel nehmen dem Song etwas von seiner Klasse, obwohl Tolkki auch hier wieder einen songwriterischen Melodic-Metal-Leckerbissen auspackt.
Rein von Melodie und Konstrukten gehen alle Songs gut ins Ohr. Da bildet auch "The World doesn't get to me" keine Ausnahme. Allerdings sind sie im Gros vielleicht ein bisschen einförmig. Es fehlen Überraschungen und etwas die Vielfalt. Nichtsdestotrotz wird man auch die Melodie dieses Tracks erstmal für eine Weile im Kopf behalten. Beim Soli stellt Timo dann kurz seine Fingerfertigkeit in den Vordergrund, bevor der Song harmonisch zu Ende geht.
"Crossing the Rubicon" zieht zumindest das Rhythmustempo mal wieder etwas an. Ansonsten bleiben die Trademarks die gleichen: eine tolle Hauptmelodie, ein eingängiger Aufbau und ein Höhepunkt, der seiner Bezeichnung alle Ehre macht und den man nach der zweiten Strophe mitsingen kann.
Die große Abwechslung bleibt Fehlanzeige. Mit "Just let it rain" haben Tolkki & Co. den nächsten gelungenen Melodic-Metal-Song in Reihe, aber selbst mir als ausgesprochenem Fan der Spielart fehlt ein Quentchen Vielfalt. Und erneut kommt Monsanto an seine gesanglichen Grenzen.
"Dreamchild" setzt dann auf der emotionalen Seite Zeichen. Die Melodie toppt die Vorherigen und Gus Monsanto kann auch endlich mal über die volle Songdistanz überzeugen. Der chorale Refrain, der so ein wenig in AOR-Gefilde geht, ist überaus harmonisch und catchy. Es ist ein Ohrenschmaus.
Wer sich bislang gewundert hat, wie ein 9-Tracker auf über 47 Minuten Spielzeit kommt, erkennt den Grund im Titelsong "Trinity". In etwas mehr als zehn Minuten fährt Meister Tolkki hier die Abwechslung auf, die man schon lange ersehnt hat. Es gibt Wechsel zwischen besinnlichen Phasen und straighten Metal-Parts. Monsanto kann hier nicht nur den gesamten Umfang seines Stimmkönnens ausspielen, sondern tut dies in dem Fall auch in überzeugender Weise. Der Aufbau ist vielschichtig und dennoch verliert die Hookline nie den Bezug zum roten Faden, der freilich wieder eine klasse Grundmelodie ist. Insgesamt ist es ein toller Melodic-Metal-Song, der zudem mit einem der besten Höhepunkte des Albums aufwartet.
Zum Abschluss wird mit "Frozen Winter Heart" die gefühlvoll-melancholische Schiene gefahren. Vielleicht spielen da Timos Empfindungen über das Beenden dieses Projekts mit ein. Ich könnte es mir gut vorstellen. Rein von der Melodie ist der Track aber wenig überzeugend und das total fehl am Platze wirkende und zu schrille Gitarrensolo nervt einfach.
Fazit: Revolution Renaissance packen auf TRINITY tolle Melodic-Metal-Songs aus, die auch in der Regel durch klasse Höhepunkte veredelt werden. Auf der Negativ-Seite muss ich allerdings die mangelnde Abwechslung vermerken, und der Schlusstrack ist richtig schlecht. Technische Mängel gibt es zudem manchmal bei Monsantos Gesang. So kommt TRINITY meines Erachtens nicht ganz an AGE OF AQUARIUS ran. Dennoch beweist Tolkki, welch ein begnadeter Songwriter des Genres er eigentlich ist. Melodic-Metal-Fans werden im Großen und Ganzen mit dem Album zufrieden sein. Und wir dürfen gespannt sein, was Tolkki wohl als nächstes anfassen wird. |
Titel-Liste:
| | - Marching with the Fools
- Falling to rise
- A lot like me
- The World doesn`t get to me
- Crossing the Rubicon
- Just let it rain
- Dreamchild
- Trinity
- Frozen Winter Heart
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.revolution-renaissance.com  |
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Bandinfos |
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