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Review: Rhino Bucket
 
WHO'S GOT MINE?

Album:
 WHO'S GOT MINE?, 2010, Acetate

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 P.D., 12.02.2011

Review:
 Die amerikanische Formation Rhino Bucket wurde bereits 1987 von Sänger und Rhythmus-Gitarrist Georg Dolivo gegründet. Nach der Trennung 1995 gab es 2001 einen Neu-Start der Band. Insgesamt liegt uns nun mit WHO'S GOT MINE? die siebte Scheibe vor. Und wer die Gruppe bisher noch nicht kennen gelernt hat, dem wird bereits nach wenigen Tönen die stilistische Nähe zu AC/DC über deutlich gemacht. Aber das alleine reicht natürlich noch lange nicht, um einen Selbstläufer auf den verwöhnten Hard Rock-Markt zu schmeißen. Ganz im Gegenteil liegt die Latte gerade in diesem Fall ausgesprochen hoch und beim drunter her Hechten disqualifiziert man sich meist selber.

Aber hören wir uns doch mal die Scheibe des Quartetts ganz unbefangen an: sie beginnt mit "Message in my Bottle" in bester AC/DC Coverband Tradition. Gesang und Rhythmusgitarre zwingen einem förmlich den Vergleich zu Bon Scott und Malcolm Young auf. Der Stil wurde samt Whiskey-getränktem Nuschel-Gesang gelungen geklont, aber das hat auch schon manch eine ambitionierte Schülerband geschafft.
Mit "Lifeline" folgt dann ein herausragenderes Rhino Bucket Stück. Der Song ist frech, rockig und die Gitarrenparts ausgesprochen lebendig. Leider bleibt der Song nur einer von wenigen dieser Klasse auf der Scheibe. Die Songs hier alle einzeln aufzuführen und ihre jeweilige Nähe zu den entsprechenden AC/DC Originalen zu erwähnen, macht wenig Sinn.
Die Nummer sechs: "Her Way" ist ein flotter Rock'n'Roller, der sich genauso aus dem sonstigen AC/DC-Klon-Standard abhebt, wie die zehn: "Something for Nothing".
Die übrigen Stücke sind mehr oder weniger solide Ableger der legendären Vorbilder. Besonders gelungen ist neben dem typischen Gesang von Georg auch die Lead-Gitarre von Brian Forsythe. Der belebt mit seinen teils genialen Soli eindrucksvoll die Platte. Gefallen tun mir auch einige der Chorus-Refrains, an denen sich alle Musiker beteiligen.

Fazit: Insgesamt hätte die Album Bewertung besser ausfallen können, wenn es etwas länger und vor allem vielseitiger ausgefallen wäre. Aber so gab es eben Abzüge in der B-Note, dem künstlerischen Teil. Da fehlt dann doch, bei allem handwerklichen Geschick, etwas die Kreativität, bzw. der Mut zu mehr individueller Note.

Anspieltipps:
 Wer den Appetizer "Lifeline" gehört hat, bekommt sicher Hunger auf mehr, sollte die Erwartung aber nicht zu hoch schrauben. "Her Way" ist noch so ein Album Highlight, bei dem die Rock'n'Roll Post abgeht. Und weil aller guten Dinge drei sind, empfehle ich noch "Something for Nothing".

Tipp:
 Außer den ausgesprochenen Rhino Bucket Fans hören sicher auch Freunde des typischen AC/DC Rocks die Scheibe WHO'S GOT MINE?, wenngleich der große Bruder in einer anderen Liga spielt und sich, wie man hier hören kann, nicht so einfach kopieren, bzw. klonen lässt.

Titel-Liste:
 
  1. Message in my Bottle
  2. Lifeline
  3. Back to nowhere
  4. Drive thru Liquer
  5. Who's got mine
  6. Her Way
  7. Joke's on you
  8. Chase the Case
  9. Hollywood and Wine
  10. Something for Nothing
  11. Rare Beauty

Laufzeit:
 37:34 Min.

Band-Infos:
 
  • www.rhinobucket.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Rhino Bucket: WHO'S GOT MINE?

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