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Review: Rocketclover |
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Album:
| | SOME KIND OF CLOVER, 2009, ProgRock Rec./Warner |
Stil:
Wertung:
| |  2 von 7 Punkten | | S.J., 09.10.2009 |
Review:
| | Tja, Metallica lassen mich nicht los. Hab ich doch gerade erst die Beatallica CD aus dem Player genommen, erwartet mich schon die nächste Metallica Coverscheibe zum Review.
SOME KIND OF CLOVER nennt sich das Metallica Tributealbum welches Rocketclover fertiggestellt haben. Hinter dem Bandnamen verbirgt sich die Deutschrockband Raketenklee welche via Youtube einen Metallica Tribute Contest für sich entscheiden konnte und nun ein komplettes (digitales) Album nachlegt.
Die 12 gebotenen Songs haben mit Metal nicht viel zu tun. Komplett umarrangiert und in Acoustic Versionen verwandelt plätschern die ersten vier Songs so vor sich hin. Manchmal einfach locker schaukelnd, manchmal dezent groovend zum Fingerschnipsen. Bei "Battery" erwarte ich als Hörer etwas Dramatik, jedoch stellt sich hier nach dem Intro schnell Ernüchterung ein: Auch hier gibt es Null Dynamik. Die geschickten Schlagzeug-Betonungen des Originals werden, ganz ungeachtet des Tempos, einfach unter den Tisch fallen gelassen.
Selbst ein Song wie "Master of Puppets" kommt daraufhin kurzerhand unter die Scheere und muss völlig ohne Spannung oder Tempowechsel auskommen.
Doch es kommt noch schlimmer: "Blackened" im Kiffer-Arrangement. Klassischer Reggae-Backbeat, emotionslos dargeboten, da können die eigenwilligen Keyboardsounds in der Mitte des Songs auch nichts mehr ändern.
Etwas Gefühl gibt es daraufhin im folgenden "Dyers Eve". Im Vergleich zu den anderen Songs durchaus gelungen.
Doch kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort, und so ist das folgende "The Unforgiven" eine echte Frechheit. Warum covern mehr und mehr Bands beziehungsweise Künstler diesen so emotionsgeladenen, bombastisch melancholischen Song und legen irgendetwas belangloses darüber?
Selbiges gilt für "Nothing Else matters".
Die Countryversion von "Ain’t my Bitch" macht gegen die beiden Vorgänger keine ganz schlechte Figur, kann mich jedoch insgesamt ebenso wenig begeistern wie das abschließende "King Nothing" mit Jazz Einsprengseln.
Fazit: Nein, ich bin kein engstirniger, verbohrter Metallica Fan der ausschließlich seinen Helden zujubelt. Ich frage mich aber, was ein Album wie dieses soll? Wer kauft Versionen von Songs, wo genau das fehlt, was diese so genial gemacht hat? Wenn es denn schon ein Akustik Album sein soll, so sollte man aus dem Instrument auch mehr rausholen. Alle Soli streichen und Riffs durch Standardakkorde ersetzen reicht jedenfalls nicht, auch nicht für ein Coveralbum.
Wer trotzdem Lust verspürt, den einen oder anderen Song anzutesten, der kann sich das Album in digitaler Form besorgen. |
Titel-Liste:
| | - Motorbreath
- Seek & Destroy
- Trapped under Ice
- Escape
- Battery
- Master of Puppets
- Blackened
- Dyers Eve
- The unforgiven
- Nothing else matters
- Ai'nt my bitch
- King Nothing
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.rocketclover.com  |
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