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Review: The RockSociety
 
GOD DAMN MONDAY MORNING

Album:
 GOD DAMN MONDAY MORNING, 2009, Noteworks

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 J.G., 20.06.2009

Review:
 I don' like Mondays, diese Hyme an den allzeit gehassten Wochenstart brachte den Boom Town Rats schon vor einigen Jahren große Erfolge, wenn auch der Songinhalt ziemlich makaber gestaltet wurde. Nicht ganz so blutrünstig, aber dafür deutlich rockiger, nehmen sich auch die Jungs aus der Bayerischen Landeshauptstadt München des Montagthemas an und nannten ihr Debüt GOD DAMN MONDAY MORNING.

Selten hat es eine Band geschafft, mich schon nach nicht einmal einer Minute den Song mitzupfeifen, der mir bis dato völlig unbekannt war. So geschehen beim melodischen Ohrwurm-Rocker und Opener "Little Douchebag", der sofort für rockiges Wohlgefühl sorgen kann.
Auch das etwas gebremstere "Born as the Beast" kann sofort zünden und es fällt schwer, die Gliedmaßen still zu halten. Veredelt wird das Ganze noch mit zingendem Rhythmus und einem knackigen Gitarrensolo.
Mid-Tempo und dominanter Groove sind Programm für "Call my Name", das besonders durch das variable Drumming von Peter Schertel und den leidenschaftlichen Einsatz des Frontmanns Matthias Fabsits zu punkten versteht.
"Don't need you", meist in Wut geäußert, bereut man(n) spätestens dann, wenn man seine Hemden wieder selbst bügeln muss und man sich beim Schlafen lediglich ans Kopfkissen schmiegen kann. Hier ist es ein schwungvoller Rocker, der genau so wie seine Vorgänger mit jeder Menge Gefälligkeit sofort hängen bleibt und es inzwischen nach vier solcher Songs recht eng im Gehörgang zu geht.
"My inner Demon" sagt mir jedem Werktag-Morgen, dem Wecker doch einen kräftigen Schlag zu verpassen, aber es nützt ja nichts, will man auch nächste Woche noch Brötchen auf dem Tisch haben. Vielleicht probiere ich es mit "Wecken mit Musik" und wähle diesen Song, denn der kann bei der richtigen Lautstärke sicherlich auch Tote wecken und dabei auch gleich die Bartstoppeln und den Zahnbelag davon fegen.
Für "Wait for your Day" wird der Groove-Generator hoch gefahren und trotz untertourigem Schnurren, schiebt der Song mächtig an. Diesmal leistet der Mann am Mirko die meiste Harmonie-Arbeit, wird dabei jedoch tatkräftig von den Instrumentalisten unterstützt, inklusive einem kurzen Gitarren-Solo.
Der klavierunterstützten Ballade "Tokens in the Sand" muss man etwas Zeit geben, bis sie sich richtig entwickelt hat und mit Gitarren-/Bass-Unterstützung für den nötigen Druck sorgt. Nicht ganz herz-schmerz-Gotthard-Kost, aber durchaus mit überzeugendem Gespür für Gefühl umgesetzt.
Schluss mit Gefühl, "Final Call" macht keine Gefangenen und setzt den mit "Wait for your Day" aufgenommenen Groove gnadenlos fort, bis die Nackenwirbel knirschen.
Etwas geschockt vernehme ich bei "A long Way" ein balladeskes Intro und stelle mich schon auf eine weitere "Schnarchrunde" ein. Glücklicherweise scheinen auch die Jungs keinen weiteren Bock auf Ballade zu haben, sondern mehr Bock auf Rock, der diesmal schon eine Spur zu gefällig geraten ist, damit aber gute Chancen für einen Radioeinsatz bietet.
Mit dem leicht AC/DC-lastigen "Surrender" verabschieden sich The RockSociety standesgemäß in die leider schon viel zu frühe Schlussrunde. Dafür kann man aber den Jungs eine durchgängige prima Performance bis zur letzten Rille bescheinigen, was leider viel zu selten vorkommt.

Fazit: Die Deutsch-Östereichische Kooperation kann man als durchaus gelungen bezeichnen und wenn sie mit ihrem Eigenlob "One of Germany's loudest and most evil bands" viellicht etwas hoch geriffen haben, so lagen sie nicht gänzlich falsch. Mit dem glücklichen Händchen für melodische Hard Rock-Ohrwürmer und einem Frontmann, der jeden Song so genial rauchig-räudig intoniert, trieft die Spielfreude aus jeder Strophe. Lediglich mit der Ballade konnte ich mich nicht gänzlich anfreunden, was aber vielleicht auch an dem zu starken Kontrast zu den restlichen energiergeladenen Songs liegen mag und ich zu aufgedreht war für geduldiges Zuhören. Ein, zwei Songs mehr hätten sicherlich auch nichts geschadet, denn abzuglich der Ballade bleibt nur eine gute halbe Stunde Power Rock übrig.

Anspieltipps:
 Der Opener "Little Douchebag", die Powerkost "My inner Demon" oder das Groovemonster "Wait for your Day".

Titel-Liste:
 
  1. Little Douchebag
  2. Born as the Beast
  3. Call my Name
  4. Don't need you
  5. My inner Demon
  6. Wait for your Day
  7. Tokens in the Sand
  8. Final Call
  9. A long Way
  10. Surrender

Laufzeit:
 41:20 Min.

Band-Infos:
 
  • www.rocksociety.com 


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