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Review: The Roxx
 
UNLEASH YOUR DEMON

Album:
 UNLEASH YOUR DEMON, 2007, Rockville Music

Stil:
 Heavy Rock, Crossover

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 J.G., 17.10.2007

Review:
 Wer kennt sie noch, The Roxx aus den guten alten 80ern? Wer Mitte der 80er durch die Discos tingelte, der wird wohl kaum an Songs wie "Boy Bitch", "On the Roxx" oder "V.R.Alien.2.U" vorbei gekommen sein. Aber besonders die Live-Shows hatten sich in sich und boten den exzentrischen Musikern eine geniale Plattform Showelemente und musikalisches Können an den Mann und die frau zu bringen. Nach jahrelanger Sendepause - viele vermuteten schon ein schleichendes Fade-Out der Band - melden sich The Roxx mit einer EP und alter Frische zurück. Und wie ist es um die "neue" Frische bestellt? Dazu muss UNLEASH YOUR DEMON erstmal zeigen, was in ihm steckt.

Mit Gitarreneffekten aus der Trickkiste von Led Zeppelin und Co. startet der Opener "Dominator" zu einer wilden Berg- und Talfahrt. Hier geht sofort die Post ab, wenn der Rock-Booster zündet. Eigentlich hätte man sich die Disco-Sirene sparen können, obwohl schon jetzt klar wird, diese Jungs möchten nicht nur ein Klische bedienen, sondern genreübergreifende Salven ins Publikum abfeuern. Besonders interessant hier noch der Tempowechsel und die Live-Atmosphäre.
Eher selten greifen Bands zu Slap-Gitarren-Effekten, ein Grund mehr für The Roxx bei "Trigger" gerade dies zu verwenden. In bester Crossover-Manier schlägt man hier von Akustik Gitarren Classic Rock'n'Roll bis hin zu Hip-Hop mit Hundegebell alle Fliegen mit einer Klappe.
"RIP (Rest in Pieces)" ist wieder so ein Bastard, bei dem es schwer fällt, die richtige Schublade zu finden. In jedem Fall hat hier bei der Gesangslinie und dem Riffing u.a. auch Rob Halford und Judas Priest Pate gestanden, wenn dann auch die tatsächliche Umsetzung deutlich über einen einfachen Heavy Metal-Song hinaus geht. Da werden orientalische Elemente ebenso gnadenlos eingeflochten und E-Gitarren auch metaluntypisch abgestimmt. In jedem Fall ist RIP ein tierisch groovender Song, der ziemlich schnell im Gehör hängen bleibt und gnadenlos zum abtanzen einlädt.
Fröhliches Vogelgezwitscher und Gitarren-Effekte, die an MG-Salven erinnern. Will man denn mit "Springtime Indeed!" die Anzahl unserer sowieso rar gewordenen Singvögel noch dezimieren? Keine Angst, der Song biegt schnell ab in Richtung... Moment, wohin eigentlich? Einmal streift man Frank Zappa, ein anderes Mal marschiert man in Richting Prog-Metal. Jedenfalls wird es nicht langweilig und es bleibt spannend, was das nächste break wohl bringen wird. Vorhersehbarkeit sieht wohl anders aus.
"Pleasure" stemmt mit seinen mehr als sieben Minuten einen wahren Berg an Überraschungen. Nach einem stark Soullastigen Intro und Elementen, wie sie Grave Digger gerne als Intro verwenden, startet der Song erst nach eineinhalb Minuten und nimmt dabei deutlich mehr Härte mit an Bord. Auch wenn ein souliger Touch bleibt, so werden immer wieder gerne Heavy Metal-Riffs in die Menge geschleudert. Diesmal bietet das Gitarren-Solo neben Slap-Klängen auch richtiges an Jazz grenzendes Indie-Flair.
Auch wenn "Naked Song" wie Rock-Dutzendware beginnt, so war natürlich abzusehen, dass es dabei nicht bleiben wird. Diesmal erinnert man sich wie Songs in den 70ern geklungen haben und verpasst den Themen von damals ein zeitgemäßes Gewand. CCR, sie leben hoch und das mit einer mehr als beeindruckenden Rhythmusfraktion.
Wie das wohl klingen mag, Flamenco und Nu-Metal-Riffs mit orientalischen Effekten und Britpop-Gesang zu kombinieren. Schwer vorstellbar? Nun, dann sollte man sich "Whore" nicht entgehen lassen, denn wer denkt, das wäre schon alles, der lasse sich eines besseren belehren.
"Hail you", ein waschechter Rock'n'Roller, der modernen Rock mit Frank Zappa-Songwriter-Flair vereint - anfänglich zumindest, denn wenn The Roxx dann richtig loslegen, können sie Judas Priest locker die Stirn bieten. Es versteht sich von selbst, dass man auch hier auf interessantes Füllmaterial nicht verzichtet hat.

Fazit: Die Genialität dieser Scheibe, die perfekt hamonisierende musikalische Vielfalt ist gleichzeitig auch ihr Schwachpunkt, denn es liegt in der Sache begründet, dass Ohrwürmer kaum möglich sind. Obwohl keine übertriebene Härte eingesetzt wird, so bezweifle ich auch Radiotauglichkeit. UNLEASH YOUR DEMON hat einfach mit Ausnahme vielleicht von "RIP" und "Hail you" keine Scheibe für's Auto oder als Hintergrundberieselung beim Hausputz. Dazu ist sie viel zu schade.
Sicherlich brauchen einige erst ein paar Durchläufe um so richtig mit dem Album warm zu werden, aber Geduld zahlt sich aus.
Schade, dass es nach dieser langen Pause dann doch nur zu einer dreiviertel Stunde Unterhaltung gereicht hat.

Tipp:
 Wer schon immer gerne in den unterschiedlichsten Rock- und Metal-Genres gewildert hat und System of a Down ebenso wie Judas Priest oder Waltari im Regal stehen hat, der sollte hier zuschlagen. Fans der ersten Stunde werden dies sowieso tun.

Titel-Liste:
 
  1. Dominator
  2. Trigger
  3. RIP (Rest in Pieces)
  4. Springtime Indeed!
  5. Pleasure
  6. Naked Song
  7. Whore
  8. I Believe
  9. Hail you
  10. Word of Mouth

Laufzeit:
 46:28 Min.

Band-Infos:
 
  • www.theroxx.info 


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