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Review: The Roxx |
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Album:
| | IRONIC TRUTH, 2009, Rockville |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 12.11.2009 |
Review:
| | Mit ihrem 2007er-Album UNLEASH YOUR DEMON hatten mich The Roxx vor ein Problem gestellt, das nur sehr selten vorkommt: nämlich dass ich ein Album nicht besprechen mochte. Anstatt straighten Heavy Rock servierten die Münchner einen merkwürdigen Crossover-Mix, der bei mir schon einfach stilistisch überhaupt nicht punkten konnte. So nahm sich Kollege Jochen freundlicherweise dieses Werkes an.
Zwei Jahre später liegt mir nun erneut ein The Roxx-Album zum Rezensieren vor. Mein erstes Augenrollen verzieht sich halbwegs als ich lese, dass IRONIC TRUTH mehr die Ursprünge des Heavy Metal auffassen soll. Okay, dann wollen wir mal...
...und tatsächlich ist der Beginn mit "I found God" kraftvoll und geradlinig. Eine dominante Bassline grooved mächtig und das zielgerichtete Konstrukt mündet in einen Refrain, den man sofort mitgrölen kann. DAS ist Heavy Rock, wie er sein muss.
Mit "The Epiphany (Revolt)" folgt ein stampfendes Riffmonster, das mich so stark an 80er-Judas-Songs erinnert, dass ich mich unwillkürlich frage, ob es nicht ein Coversong ist. Doch scheinbar stammt die erneut sehr gut ausgearbeitete Nummer tatsächlich aus der Feder von The Roxx. Es ist der zweite Song nacheinander, der mit seinem Höhepunkt einwandfrei die Gehörgänge einnimmt. Erneut gefällt mir auch das Bassspiel wieder ausgezeichnet. Ich mag es, wenn dieses Instrument auch mal im Vordergrund wummern darf.
Auch "Stake for the Pope" scheint von Judas Priest beeinflusst, und zwar von deren Spätsiebziger-Zeiten. Nichtsdestotrotz grooved und rocked auch dieser Song hervorragend. Das knackige Riffing und Billy Itchs variable Vocals ragen dabei ein wenig heraus.
Uhrticken und die nächste klasse Bassline leuten "If Time stood still" ein, einen schönen Heavy Rock'n'Roller mit gekonntem Bridge-Refrain-Konstrukt. Die Riffs schielen diesmal ein klein wenig gen Australien, wenn ihr versteht, wen ich damit meine.
Bisher war ich sehr positiv überrascht, was The Roxx hier abliefern. Doch es wird sogar noch besser. Mit "Knock on Metal" haben sie eine Metal-Live-Hymne im Repertoire, die wohl Accept in ihren Hochzeiten kaum besser hinbekommen hätten. Neben dem eingängigen Refrain kann auch das Riffing wieder überzeugen.
"Jack Plug Safe" ist ein stampfender Heavy-Rocker mit erneut sehr gelungenem Bridge-Refrain-Konstrukt.
Bei "I love to hate", einem eher etwas flachen Track rückt der Groove wieder in den Vordergrund. Ganz interessant ist ein leicht disharmonisches Intermezzo von Geige und Cello. Der Refrain geht nichtsdestotrotz schnell in die Gehörgänge.
Die Bassline steht bei "No Scruple no Shame" noch mehr im Vordergrund. Dafür klingen die Riffs diesmal eher wie eine Wiederholung aus vorhergehenden Stücken. Als Kontrast darf man diesmal aber kurz orientalischen Klängen lauschen. Einfälle haben The Roxx ja, das muss man ihnen lassen.
"By the Crack of the Whip" ist noch eine Spur heavier und fasst wieder die Judas-Einflüsse auf. Auch die Lyrics passen übrigens dazu, besonders wenn man an Rob Halford denkt ;-). Und es gibt wieder starke Riffs.
Zum Abschluss wird es bei "Father" ein einziges Mal emotionaler. Allerdings ist es keine kitschige Ballade, sondern eher ein ziemlich intensiver Song, bei dem auch die Streichinstrumente als Untermalung wieder ran dürfen. Und beim tollen Höhepunkt gibt es dann auch die gesamte instrumentelle Unterstützung.
Fazit: Meine Überraschung könnte kaum größer sein. Nach dem undefinierbaren Etwas namens UNLEASH YOUR DEMON liefern The Roxx mit IRONIC TRUTH ein wirklich klasse Heavy-Rock-Werk ab. Eingängige, groovige und durchaus hitverdächtige Kompositionen zeichnen das Album aus. Ich habe gleich drei Dauerohrwürmer, was schon etwas heißen will. Auch wenn das Ganze manchmal stark von Judas Priest beeinflusst wurde, werte ich das nicht negativ. Es gibt wahrlich schlechtere Vorbilder. IRONIC TRUTH ist das richtige Album für die Anhänger des straighten Heavy Rock und Eighties-Heavy-Metal. Ich denke, genau SO wollen wir The Roxx haben. Und live werden die Nummern bei diesem Groove vermutlich sogar noch besser punkten. Auch die Freunde der lyrischen Seite werden ihre Freude an IRONIC TRUTH haben, denn das "ironisch" hat der gute Billy Itch mitunter recht wörtlich genommen und viel textliche Kritik an diversen Brennpunktthemen geübt. Alles in allem kann ich nur sagen: einfach ein gutes Album! |
Anspieltipps:
| | "I found God", "Father" und "Knock on Metal" sind meine Ohrwürmer. Doch auch "The Epiphany (Revolt)", "Jack Plug Safe" und "If Time stood still" sind weitere Anspieltipps. |
Titel-Liste:
| | - I found God
- The Epiphany (Revolt)
- Stake for the Pope
- If Time stood still
- Knock on Metal
- Jack Plug Safe
- I love to hate
- No Scruple no Shame
- By the Crack of the Whip
- Father
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.theroxx.info  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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