Archiv
  
 Newsflash 
 Archiv Apr. 06 - Jun. 15
 
 Zugänge (Alben) 
 2015 | 2014 | ältere
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate, Sprüche, Cover 
 

Redaktion
  
 Suchen & Finden 
 Startseite | Übersicht
History | Suchen
 
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Reports | SongLAB
Alben nach Genres
 
 Tipp des Monats 
 2014 | 2013 | ältere
 
 Ausgrabung d. Woche 
  Aktuelle | Übersicht
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzerte | Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt...  
 

Kontakt
  
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
  
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
  
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
  
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Review: The Roxx
 
The Roxx - TO HEAVEN WITH HELL

Album:
 TO HEAVEN WITH HELL, 2013, Rockville

Stil:
 Heavy Metal, Hard Rock

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 V.R., 30.04.2013

Review:
 Ein Großteil der Leserschaft wird mit dem Namen The Roxx an dieser Stelle vermutlich zum ersten Mal konfrontiert. Tatsächlich handelt es sich bei der süddeutschen Band aber nicht um Newcomer, sondern um richtig alte Hasen, die – mit Unterbrechungen – schon seit Mitte der 80er aktiv sind. 1986 erschien das Debütalbum SUGAR AND SPICE, zwei Jahre später folgte WATCH US CUM. Dass The Roxx ihre Karriere im Anschluss vorerst beenden mussten, lag unter anderem am Tod ihres damaligen Gitarristen Animale. Zwar fand sich schnell Ersatz für ihn, doch mit den folgenden Alben konnte die Band keinen Blumentopf gewinnen, zumal sich die musikalische Lanfschaft zu Beginn der 90er radikal verändert hatte. Zur Hochzeit von Grunge und Alternative Rock musste man sich als klassische Rockband eben umorientieren oder auflösen – und The Rock taten Zweiteres. Nach elf Jahren meldete sich die Band aber heimlich still und leise wieder zurück und veröffentlichte 2007 sogar ein neues Album namens UNLEASH YOUR DEMON, das vermutlich aber nur Insidern bekannt sein dürfte. Das gleiche Schicksal könnte auch TO HEAVEN WITH HELL ereilen – wenn nicht ein Wunder geschieht und sich die Anhängerschaft der Band, die sich musikalisch nicht nur an diversen Größen der 80er Jahre orientiert, sondern mit Geige, Synthiesounds und anderen ungewöhnlichen Einflüssen einen eigenen Stil entwickeln konnte, mit diesem Werk drastisch erhöht.

Die verschiedenen Einflüsse der Band lassen sich beim Opener "God does not sing our Song" schon gut erahnen. Erinnern die Strophen noch verdächtig an Accept, scheint der Pre-Chorus eher den Meisterwerken von Iron Maiden entliehen, bevor gegen Ende schließlich auch noch eine Geige zum Einsatz kommt. Das Traurige daran ist nur, dass jede Zutat für sich durchaus überzeugen kann, der Song als ganzes seine Wirkung aber nicht voll entfalten kann. Zumindest im hymnischen Refrain tritt dann aber doch noch so etwas wie Ohrwurmcharakter zu Tage.
Fiel der Opener noch ziemlich metallisch aus, tendiert "Dead alive" eher in die Hard Rock-Richtung, gewürzt mit einer leichten Sleaze-Note und einem Schuss Rock’n’Roll. Die Beschreibung verdeutlicht gut die musikalische Bandbreite der Band, doch leider gelingt es The Roxx auch hier nicht, einen durchweg starken Song abzuliefern. Sowohl in Sachen Aufbau als auch melodietechnisch gesehen ist der Titel nämlich nur leicht über dem Durchschnitt angesiedelt.
Wie man es besser macht, zeigt das rockig-melancholische "A Touch of Grey". Die Streicher kommen hier schon im Intro zum Einsatz und stimmen den Hörer wunderbar auf die eingängige Strophe ein, auf die schließlich ein durch und durch hochklassiger Refrain folgt. Wenn The Roxx dieses hohe Niveau doch nur auf Albenlänge halten könnten...
...Tun sie aber nicht! Das musikalisch einfallslose "A Touch of Grey" enttäuscht in doppelter Hinsicht. Neben den belanglosen Melodien sorgt nämlich auch der gewollt provokative Text, der eigentlich nur eines ist – niveaulos! Zeilen wie "Suck this Fucker" wären schließlich selbst im Sleaze-Bereich ganz nah an der Grenze zur Peinlichkeit.
Welcher Teufel The Roxx dann bei "She’s a Rainbow" geritten haben mag, möchte man sich dann schon gar nicht mehr vorstellen. Die Band hat es nämlich geschafft, die vielversprechende Grundsubstanz – mächtige Riffs, coole Rhythmen und eigenständige Melodien – durch peinlichen Sprechgesang und weibliches "Oh Baby Baby"-Gestöhne in den Abgrund der Peinlichkeit zu zerren. Weniger wäre an dieser Stelle definitiv mehr gewesen.
Schön, dass auf diese furchtbare Dreier-Kette schwächerer Song mit "A Lack of Plan" endlich wieder hochwertiges Material folgt. Hier zeigen sich The Roxx wieder von ihrer starken Seite und fesseln den Hörer sofort mit wunderbar eingängigen Melodien, einer melancholischen Aura und gezielt eingesetzten Geigenklängen. Wären alle Songs auf diesem Niveau, hätten wir es hier mit einer 6-7-Punkte-Scheibe zu tun.
Sollte der Scheibe an dieser Stelle also wirklich noch die Wende zum Guten gelingen? Scheint fast so, denn auch "Goodies for my Tool" weiß, trotz des merkartigen Titels, mit seinen coolen Banjoklängen und diversen anderen Südstaatenrock-Anleihen sofort zu überzeugen.
Die Rummelplatzatmosphäre im Intro von "Push push push" mag zuerst verwirren, doch schon Sekunden später entwickelt sich der Titel zu einer eingängigen Rockhymne mit starken Strophen und einem leider nur mittelmäßigen Refrain.
Zwei Dinge kann man The Roxx nach acht Songs ganz sicher nicht vorwerfen – Ideenlosigkeit und Abwechlungsarmut. Das Gegenteil ist der Fall, und so stellt auch "E Nomine" eine Überraschung dar – dieses Mal wieder im positiven Sinne. Schon die choralen Gesänge im Intro stimmen gut auf den Song ein und spätestens beim genialen, ebenfalls chorunterlegtem, Refrain bleibt kein Auge trocken. Zudem fällt auf, wie treffsicher The Roxx für den gewöhnlichen Hörer ungewöhnlichen Elemente – wie hier erneut die Geigenklänge - einsetzen können – wenn sie denn nur wollen.
An dieser Stelle wären wir dann auch fast am Ende angelangt – nicht ohne darauf hinzuweisen, dass The Roxx auch beim letzten regulären Song, der trotz des stimmungsvollen Namens "As you die in my Arms" eben gerade keine Ballade ist, Kreativität walten lassen. Tatsächlich handelt es sich hier um eine gelungene Mischung aus Heavy Rock, Doom Metal und dezenten Stoner-Anleihen. Der gelungene Abschluss eines Albums also, das vor allem durch seine Eigenständigkeit auffällt?
Leider nicht, denn The Roxx konnten der Versuchung nicht widerstehen, das Album mit einem belanglosen Hidden Track namens "EDFS" zu versehen. Die Refrainlyrics "Eat Drink Fuck Sleep" sprechen hier für sich und sagen schon fast ein bisschen zu viel über die Qualität dieses musikalischen Ohrenquälers aus.

Fazit: Eigentlich hätten The Roxx für ihre neue Scheibe eine ordentliche Tracht Prügel verdient. Da gelingt es der Band, auf TO HEAVEN WITH HELL, gleich fünf bärenstarke Songs unterzubringen – und was machen wie Münchener? Sie garnieren diese Knallersongs mit zwei mittelmäßigen, drei richtig schlechten Songs und einem absolut furchtbaren Hidden Track! Umso schwerer fällt es dann natürlich, eine solche Scheibe zu bewerten, wenn The Roxx andauernd zwischen Highlight des Jahres und Totalausfall hin- und herpendeln. Letztlich entsteht auf diese Weise eine Note im Mittelmaßbereich, die aber nur wenig über TO HEAVEN WITH HELL aussagt. Daher nur so viel: Wer schon immer mal eine gelungene Mischung aus NWOBHM, Hard Rock, Südstaatenrock, Sleaze und Doom Metal hören wollte, die an einigen Stellen auch noch mit wunderschönen Geigenklängen unterlegt ist, die aber auch immer wieder durch Songs auf dem Qualitätsniveau einer innerlich wie äußerlich vergammelten Dose Surströmming unterbrochen wird, der sollte nicht lange zögern und zugreifen! Alle anderen sollten beim Laden ihres Vertrauens erst mal reinhören und dann entscheiden, ob fünf starke Songs die erwähnten Ausfälle rechtfertigen.

Anspieltipps:
 "Shampain", "A Touch of Grey", "A Lack of Plan", "Goodies for my Tool", "E Nomine", "As you die in my Arms".

Tipp:
 Da The Roxx sehr eigenständig und auch eigenwillig zu Werke gehen und das Qualitätsniveau alles andere als homogen ausfällt, kann man TO HEAVEN WITH HELL nicht jedem empfehlen – selbst eingeschworene NWOBHM-Fans könnten ihre Probleme haben. Vorher reinhören ist also Pflicht.

Titel-Liste:
 
  1. Shampain
  2. Dead alive
  3. A Touch of grey
  4. To Heaven with Hell
  5. She’s a Rainbow
  6. A Lack of Plan
  7. Goodies for my Tool
  8. Push push push
  9. E Nomine
  10. As you die in my Arms
    - - - Bonus Track - - -
  11. EDFS (hidden)

Laufzeit:
 44:01 Min.

Band-Infos:
 
  • www.theroxx.info 

  • Probehören und Kaufen:
    The Roxx: TO HEAVEN WITH HELL


    Empfehlen: 
     
     
        Seitenanfang   
    Bandinfos
      Bandbiographie
    ¬ The Roxx
    Reviews
    ¬ TO HEAVEN WITH HELL
    ¬ IRONIC TRUTH
    ¬ UNLEASH YOUR
       DEMON
     
     

    Neue Reviews
     
    JC Crash - ELECTRIFIED
    Toxic Evolution - UNDER TOXIC CONTROL
    Sideburn - EVIL OR DIVINE
    Dead Memory - CINDERELLA
    E-Force - DEMONIKHOL
    Die Wahrheit über Heavy Metal
    Shinedown - THREAT TO SURVIVAL
    Deep Purple - FROM THE SETTING SUN IN WACKEN
     
     

    Enjoy it!
       





    © 2002-2016 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update: 15.11.2013