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Review: Running Wild
 
UNDER JOLLY ROGER

Album:
 UNDER JOLLY ROGER, 1987, Noise

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 S.M., 04.09.2009

Review:
 Meine Beachtung gilt heute einem weiteren Klassiker. Es handelt sich um UNDER JOLLY ROGER, das dritte Werk von Running Wild aus dem Jahre 1987. Und es war die erste Scheibe nach dem Imagewechsel. Running Wild entdeckten damals das Piratenthema für sich und prompt wurden aus ihnen die Heavy-Metal-Piraten. Damit sollten sie auch recht lange die einzige wirklich bekannte Band bleiben. Erst Alestorm konnten ihnen da Paroli bieten, doch das ist eine andere Geschichte und spielt fast zwanzig Jahre später.
UNDER JOLLY ROGER bekam in der Presse damals ordentliche Verrisse. Warum, kann ich heute nicht nachvollziehen. Es schien einfach, als hängten sich die Kritiker zu sehr an dem Piratenimage samt der entsprechenden Kostümierung auf. In meinen Augen gehört auch UNDER JOLLY ROGER dagegen in eine Reihe wirklich starker Metal-Alben von Running Wild.

Schon der Beginn macht richtig Laune mit den Klängen der See, den Rufen der Piraten und Kanonenschlägen, die ein Seegefecht intonieren sollen. Das passt alles zum Titeltrack "Under Jolly", einem recht geradlinigen Banger mit dem hymnischen Piraten-Chorus schlechthin. Aber auch das gelegentliche Drums-Gewitter von Wolfgang "Hasche" Hagemann und Rock'n'Rolfs melodisches Lead-Solo setzen Akzente, die heute noch ihren besonderen Reiz haben. Ebenso wie die wiederholten Kanonenschläge während der Bridge.
Ein inspiriertes Leadriff führt in den niemals sehr bekannt gewordenen Song "Beggar's Night" ein. Ich verstehe nicht so recht, warum. Gerade instrumental sticht er unheimlich heraus. Zugebenermaßen war der Höhepunkt nicht sooo gut ausgearbeitet, aber die technische Darbietung - besonders an der Leadgitarre - glich das wieder aus.
"Diamonds of the Black Chest" ist einer dieser Stücke, die das Piratenflair am besten transportieren. Dieser knackige Groove, die melodische Lead, der straighte Aufbau und der schön erarbeitete, sehr hymnische Refrain. Und vom Text ganz zu schweigen. Es ist eines der Stücke, bei denen alles stimmt, besonders die Abstimmung zwischen Power und Melodie. Und der Höhepunkt wird seinem Namen gerecht und thront regelrecht über der Komposition.
Etwas energischer und damit fast an die früheren beiden Werken erinnernd ist "War in the Gutter". Gerade bei Rhythmus, Aufbau und Leadsolo spielt der Speed Metal noch eine kleine Rolle, doch Refrain und Chorus sind wieder hymnisch.
Eines der Riffs, die so einen Dauerohrwurmcharakter haben, eröffnet ein weiteres ewiges Highlight in Running Wilds Geschichte: der unvergleichlichen Magie der Bridge und des Refrains von "Raise your Fist" kann sich doch wohl kein Metal-Fan entziehen. Das muss man nicht nur live, sondern sogar in den heimischen vier Wänden aus Herzenslust mitgrölen. Aber auch das Gitarrenspiel und das Lead-Solo setzen den Song wunderbar in Szene.
"Land of Ice" präsentiert dann eine eher unbekannte Seite von Running Wild. Mit einem getragenen, fast doomigen Rhythmus ist er auch kein besonders beliebter Track bei den Freunden der Geschwindigkeit. Er ist mehr für die Anhänger der walzenden Stampfer, zeigt aber auch die Vielseitigkeit, die damals im Songwriting der Hanseaten steckte.
Was hat ein Motorrad auf einem Piratenschiff zu suchen? Hehe, gemäß dem startenden Bike am Anfang verlassen Running Wild textlich bei "Raw Ride" ganz eindeutig die Seeräubergefilde, dafür kehren Power und Geradlinigkeit zurück. Der zielgerichtete, ernergievolle Aufbau mündet wieder in einen Hammerrefrain. Der Song fordert Rolfs kraftvolles Organ, dessen charakteristische Rauheit hier auf ihrem Gipfel angekommen ist. Und das fantastische Leadsolo stellt seine wirklich guten Vorgänger sogar noch in den Schatten.
Mit "Merciless Game" gibt es zum Abschluss nochmal eine High-Speed-Nummer, die aber nicht mehr ganz so viele Akzente setzen kann. Die Gitarristen zeigen aber im langen Solo noch mal ihre Fingerfertigkeit.

Fazit: Ich sagte es bereits in der Einleitung: UNDER JOLLY ROGER ist ein klasse Album, das viel unberechtigte Kritik einstecken musste. Running Wild nahmen gegenüber GATES OF PURGATORY und BRANDED AND EXILED zwar eine kleine stilistische Kurskorrektur vor und agierten weniger speedy und dafür melodischer und noch hymnischer, doch an Energie fehlte es dennoch nicht. Und das Ergebnis waren ein Stil und ein Sound, der sie über die folgenden zwei Jahrzehnte hinweg auszeichnen sollte.
Angesichts der Tatsache, dass Rolf Kasparek Running Wild inzwischen ja leider auflöste (das endgültig letzte Zusammenspiel war bei Wacken '09), ist es ein Grund mehr, das Andenken der Band mit dieser Klassikerrezension eines ihrer besten Alben hoch zu halten.
Running Wild lives forever!

Anspieltipps:
 Mit "Under Jolly Roger", "Diamonds of the Black Chest", "Raise your Fist" und "Raw Ride" enthält UNDER JOLLY ROGER gleich vier Tracks, die es auf meine persönliche Best-of-Running-Wild schaffen würden.

Tipp:
 Unzweifelhaft ein Heavy-Metal-Klassiker. Holt ihn euch!

Titel-Liste:
 
  1. Under Jolly Roger
  2. Beggar's Night
  3. Diamonds of the Black Chest
  4. War in the Gutter
  5. Raise Your Fist
  6. Land of Ice
  7. Raw Ride
  8. Merciless Game

Laufzeit:
 35:04 Min.


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