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Review: Running Wild
 
SHADOWMAKER

Album:
 SHADOWMAKER, 2012, Steamhammer

Stil:
 Heavy Metal, Hard Rock

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 V.R., 06.04.2012

Review:
 Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Sieben Jahre nach dem letzten Album ROGUES EN VOGUE melden sich Running Wild – trotz offiziellem Abschiedskonzert beim Wacken Open Air 2009 – noch einmal mit einem Album zurück. Wobei man dazu sagen muss, dass es sich bei Running Wild schon seit einigen Jahren in erster Linie um Rock´n`Rolf Kaspareks ganz persönliches Baby handelt, schließlich ist er allein für das Schreiben der Songs verantwortlich, während die Bandmitglieder häufig ausgewechselt wurden. Auch hinter dem neuen Album SHADOWMAKER steckt wieder hauptsächlich Herr Kasparek, der nach eigener Aussage durch die lange Auszeit und die Mitarbeit an anderen Projekten wieder zurück zu Running Wild gefunden hat und nun genau das Album aufnehmen konnte, das ihm vorschwebte. Von Lockerheit und Spielfreude ist außerdem die Rede und ob dies alles auch der Wahrheit entspricht, wird sich nach einem genaueren Blick auf die zehn Songs der Platte schnell feststellen lassen.

Der Opener "Piece of the Action" stellt jedenfalls schon mal eine handfeste musikalische Überraschung dar. Running Wild begeben sich hier eindeutig aufs Hard Rock-Territorium und liefern einen tatsächlich überaus lockeren und sehr rockigen Song ab, der zwar für Bandverhältnisse total ungewohnt, jedoch keinesfalls schlecht klingt. Zwar wäre es besser gewesen, den Song nicht gerade als Opener zu verwenden, doch qualitativ kann man Rock´n`Rolf hier wirklich keinen Vorwurf machen.
"Riding on the Tide" klingt dann schon wieder deutlich stärker nach Running Wild. Eingängigen Heavy Metal im gehobenen Midtempo präsentiert die Band hier. Musikalisch hätte der Song locker auf einem der letzten Alben stehen können, während er textlich eine Rückbesinnung zur Piratenthematik der Running Wild-Alben der späten 80er Jahre darstellt.
Mit "I an who I am" legt die Band dann noch mal ein paar Schippen drauf und bietet dem Hörer einen flotten Metal-Kracher, der stark an die besten Zeiten der Band erinnert und zu den Highlights des Albums gehört.
Etwas schleppender wird die Sache dann beim gewöhnungsbedürftigen "Black Shadow" angegangen. Dem Song fehlt leider die entscheidende zündende Melodie, weshalb Running Wild hier nicht übers Mittelmaß hinauskommen.
Glücklicherweise ist schon der nächste Titel namens "Locomotive" wieder deutlich stärker ausgefallen. Von Running Wild erwarten die Fans nun mal in erster Linie erdigen und staighten Heavy Metal und genau jenen bekommen sie hier in Reinkultur geboten.
Gar nicht erwartet man von der Band dagegen kommerzielle, fröhliche Stadionrocker mit Mitsingpotential. Ein eben solcher hat es mit "Me & the Boys" aber ebenfalls auf das Album geschafft. Hätten Twisted Sister den Titel in den 80ern aufgenommen, wäre daraus vielleicht sogar ein Hit geworden, aber zu Running Wild mag dieser Sound irgendwie nicht recht passen. Verbuchen wir das ganze mal als Experiment ab.
Wer jetzt den Schock seines Lebens bekommen hat, der darf bei "Shadowmaker" wieder aufatmen, denn hier frönt die Band wieder dem guten alten Heavy Metal in Reinkultur, ohne jegliche Schnörkel. Songs dieser Machart gab es auf diesem Qualitätslevel auf den letzten Alben leider zu selten von Running Wild zu hören und es ist erfreulich, dass die Band anno 2012 zumindest teilweise wieder zu alter Klasse zurückgefunden hat.
Mit "Sailing Fire" folgt im Anschluss ein weiterer Song mit Piratenbezug, der ohne Frage zu den stärkeren Titeln der Platte gehört. Insbesondere der eingängige Refrain sorgt dafür, dass sich die Nummer schnell zu einem Fall für die Repeat-Taste entwickelt.
Auch "Into the Black" genügt höheren Qualitätsansprüchen. Hier wagt die Band noch einmal den Schritt hinüber in erdige Hard Rock-Gefilde, ohne dabei jedoch den typischen Running Wild-Charme außer acht zu lassen.
Das absolute Highlight der Platte hat sich Rock´n`Rolf aber für den Schluss aufgespart. "Dracula" wird man in einigen Jahren mit Sicherheit zu den großen Klassikern zählen dürfen. Hier haben Running Wild wirklich alles richtig gemacht und präsentieren dem Hörer einen epischen, leicht düsteren Midtempo-Kracher, der insbesondere dank seiner atmosphärisch eingesetzten Glockenklänge sofort für Aufmerksamkeit sorgen wird und trotz seiner beachtlichen Länge von über sieben Minuten keine Sekunde zu lang ausgefallen ist.

Fazit: Es ist nicht einfach, SHADOWMAKER qualitativ innerhalb der doch recht üppigen Running Wild-Diskographie zu verorten. Fakt ist jedenfalls, dass gerade die schwächeren Platten der letzten zehn Jahre mit Leichtigkeit in die Tasche gesteckt werden. Die Zeiten von THE BROTHERHOOD oder ROGUES EN VOGUE gehören damit endgültig der Vergangenheit an. Tatsächlich ist es Rock´n`Rolf und seinen Mannen gelungen, einige extrem starke Metal-Kracher auf SHADOWMAKER unterzubringen, die das Niveau der großen Klassikeralben zwar zumeist nicht ganz erreichen können, aber doch besser als alles sind, was unter dem Namen Running Wild zuletzt veröffentlicht wurde. Darüber hinaus hat die Band mit dem Abschlusssong dann auch noch einen absolut genialen Titel abgeliefert, der schon jetzt definitiv zu den besten Running Wild-Songs aller Zeiten gehört. Dem gegenüber steht leider auch der eine oder andere schwächere Song, den man sich gerne hätte schenken dürfen. Zudem wird die musikalische Kurskorrektur in Richtung Hard Rock sicher nicht allen Fans gefallen, wobei man der Band immerhin attestieren muss, dass dieses Experiment – vom seichten "Me & the Boys" mal abgesehen – als gelungen zu bezeichnen ist. Letztlich stellt die breitere musikalische Aufstellung nämlich durchaus eine Bereicherung dar, so dass SHADOWMAKER unter anderem aus diesem Grund dann doch eindeutig im oberen Bereich der Diskographie einzuordnen ist. Da auch die Produktion dieses Mal ordentlich Druck hat und wesentlich besser ausgefallen ist als noch bei ROGUES EN VOGUE, sollten Running Wild-Fans unbedingt zuschlagen, sofern sie gelegentlichen Ausflügen in den Hard Rock-Bereich nicht völlig abgeneigt sind und mit dem alles andere als hübschen Plattencover leben können.

Anspieltipps:
 "Piece of the Action", "I am who I am", "Locomotive", "Shadowmaker", "Sailing Fire", "Into the Black", "Dracula".

Tipp:
 Liebhaber der alten Klassiker-Alben sollten vor dem Kauf mal rein hören, da Running Wild zwar hier und da das Niveau jener Scheiben erreichen, darüber hinaus aber auch das eine oder andere Experiment wagen, was sicher nicht jedem Fan gefallen wird.

Titel-Liste:
 
  1. Piece of the Action
  2. Riding on the Tide
  3. I am who I am
  4. Black Shadow
  5. Locomotive
  6. Me & the Boys
  7. Shadowmaker
  8. Sailing Fire
  9. Into the Black
  10. Dracula

Laufzeit:
 50:12 Min.

Probehören und Kaufen:
Running Wild: SHADOWMAKER (Ltd. Ed.)

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