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Review: Sarke
 
VORUNAH

Album:
 VORUNAH, 2009, Indie

Stil:
 Black Metal

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 R.J. 22.04.2009

Review:
 Der Ex-Drummer von Khold und Tulus namens Thomas Sarke Berglie hat 2008 das Projekt Sarke aus der Taufe gehoben. Mit von der Partie ist der Multitasking-Man Ted Nocturno Culto Kveldulv Skjellum. Nicht aber das dieser wie bei Darkthrone Gitarre und Bass bedient, nein er ist nur für die Vocals zuständig, den Rest erledigt Berglie höchstpersönlich. Was ist nun zu erwarten von zwei solch gestandenen Musikern? Ein plumper Abklatsch ihrer Bands, oder doch Innovatives?

Beginnen wir mit dem Opener"Primitive Killing". Huch, ein Tribute to Motörhead? Zumindest weist der Song eine gewisse Nähe zu den Briten auf, ohne natürlich das Grundgerüst des traditionellen Black Metal zu verlassen. Der Song besitzt ein ordentliches Tempo und kommt auch durch Gesang von Nocturno Culto ein wenig rotzig und rüpelhaft rüber.
Der Titelsong "Vorunah" ist düster mit frugalen Keyboards und im mittleren Tempobereich gehalten. "The Drunken Priest" ähnelt zwar dem ersten Song ein wenig, strahlt aber auch ein wenig Gothic durch sphärische Orgelklänge und Chorus-Einlage aus.
"Frost Junkie" steht als nächstes auf dem Programm. Der Kältesüchtige wird einem durch das eingefrorene Tempo glaubhaft übermittelt. Der Wunsch nach einer Wärmflasche wird durch das aufsteigende Erpelfell bestätigt. Den Song hört man am besten nur bei 30° im Schatten, sonst friert einem der Kopfhörer an den Ohren fest. Der Song zeigt die eigene Vorgabe - old-fashioned Musik im 70er Style zu produzieren - am eindeutigsten. Eine gewisse Annäherung zur Ikone dieser Zeit -Black Sabbath- lässt sich nicht abstreiten.
Bei "Old" geht es wieder rockiger zu Werke. Die zweite Hälfte dieses Songs bildet ein ruhiges Orgel-/Keyboardspiel, das sich sicherlich auch im Dom zu Bamberg spielen lassen würde.
"Cult Ritual" vermittelt wieder frostig düstere Atmosphäre. Das würde wohl Gevater Tod hören, wenn er mit seiner Sense durch ein dunstig dämmeriges Moor watet. "13 Candles" vermittelt Melancholie durch die Klavierparts und den choralen Hintergrundgesang. Schwarz wie Pech klebt er in den Gehörgängen und vermittelt erneut eine gewisse Affinität zur Schwarzen Szene.
"Dead Universe" mit dem knapp 2minütigem richtigen Schwarzmetal-Gebolze endet diese Scheibe.

Fazit: Um einen wie eingangs erwähnten Abklatsch ihrer vorherigen Bands handelt es sich bei dem Album beileibe nicht. Dazu gibt es doch einige wichtige Unterschiede. Elemente aus anderen Genres werden in die Songs gestreut, mal rockiger 70er Jahre Sound, mal ein wenig Gothic, mal ein wenig Motörhead. Ob alles gelungen ist, darüber kann man gewiss streiten, aber eine interessante bzw. passable Produktion ist diese Scheibe alle Mal.

Anspieltipps:
 "The Drunken Priest"ein Song aus einem Hauch Motörhead, einem Hauch Gothic und einem Hauch schwarzer Metalmusik ,"Frost Junkie" 70er Sound im kalten Gewand, "13 Candles" melancholisch, kühl, schwarz.

Tipp:
 Für Black Metalisten, die auch gern einen Blick über die Grenzen wagen.

Titel-Liste:
 
  1. Primitive Killing
  2. Vorunah
  3. The Drunken Priest
  4. Frost Junkie
  5. Old
  6. Cult Ritual
  7. 13 Candles
  8. Dead Universe

Laufzeit:
 37:29 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/sarkeofficial 


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