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Enjoy it! |
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Review: Michael Paul Scally |
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Doppelschlag:
Album:
| | AMERICA, 2011, Salvation Rock |
Stil:
| | Christian Folk Rock, Classic Rock |
Wertung:
| |  keine Wertung | | M.A., 28.05.2012 |
Review:
| | Von Zeit zu Zeit frage ich mich, ob die Plattenfirmen und Medienargenturen, die uns ihre Produkte zukommen lassen, den Namen unseres Magazins "Hard-Harder-Heavy" richtig gelesen haben. Christlich angehauchter Folk(-Rock). Hallo, geht's noch?
Was kommt als nächstes? Lemmy Kilmister referiert über Alkohol-Entwöhnungs-Programme, George Bush über Anti-Korruptions-Gesetze und Marianne und Michael über die neue Scheibe von Axel Rudi Pell! O.K., dass ich überzeugter Atheist bin, können die Mitarbeiter der Plattenfirma mit dem schönen Namen "Salvation Rock Music Company" natürlich nicht ahnen.
An dieser Stelle auch noch eine herzliches "Dankeschön!" an unseren von mir bis dato sehr geschätzten Chefredakteur, der mir AMERICA zwecks Bewertung zugeschickt hat. Aber ich mache ihm einen Strich durch die Rechnung, eine Bewertung gibt's nämlich diesmal nicht, so!! Bezüglich der Musik verweise ich auf das Fazit!
Und zum Abschluss gibt's von mir noch ein dreifaches "Praise the Lord and Hallelujah!!!"
Fazit: Der Christian Rock-/Folk-Singer und Multiinstrumentalist Michael Paul Scally wandelt musikalisch auf den Pfaden von Bob Dylan, Johnny Cash oder Crosby, Stills & Nash. Höchst kritisch setzt er sich in seinen Texten dabei mit allerlei Missständen (Korruption, Armut, Krieg) inmitten der Großmacht U.S.A. auseinander, wobei der christliche Gedanke im Vordergrund steht. Musikalische Stile wie Country, Folk, Pop, etc. dienen ihm dabei als Grundlage für seine Botschaften inklusive Kirchen-Chor, Orgeluntermalung, schrottige Casio-Keyboard-Sounds und predigendem Gesangsstil. Immerhin muss man dem Musiker zu Gute halten, dass er alles in Eigenregie gestemmt hat - eine beachtliche Leistung! Die Intention hinter AMERICA ist sicherlich ebenso löblich, musikalisch jedoch extrem spezifisch. Ich wüsste beim besten Willen nicht, welchem Leser unseres Online-Magazins ich dieses Werk guten Gewissens ans Herz legen könnte. Black Metal-Fans scheiden wohl gänzlich aus... |
Tipp:
| | Allenfalls White Metal-Jünger könnten hier ein Ohr riskieren. |
Wertung:
| |  4 von 7 Punkten | | J.G., 30.05.2012 |
Review:
| | "Christlich angehauchter Folk(-Rock). Hallo, geht's noch?" Selbstverständlich, lieber Kollege. Das was Du leider nicht wissen konntest, war der Umstand, dass uns das Label sogar im Vorfeld gefragt hat, ob wir dieses Album testen würden, was ich unter der Maßgabe: Classic Rock zunächst auch für akzeptabel hielt. Dass die Erwartungen Deinerseits nicht ganz erfüllt wurden, ist schade, aber vollkommen okay. Musik hat etwas mit Emotionen zu tun und Geschmack lässt sich nicht erzwingen - warum auch.
Die Schuld liegt also in diesem Fall nicht beim Label, sondern am geschätzten Chefredakteur, bei dem Du Dich auch artig bedankt hast. Obwohl Du generell natürlich schon recht hast. Einige Promos sind einfach nicht testbar. Das ist aber eine andere Geschichte. Widmen wir uns der Scheibe aus den U.S.A..
Michael Paul Scally hat sich in seinem Album AMERICA eine schwere Last aufgebürdet. Schieflagen im eigenen Land etwas kritischer betrachten, als es vielleicht so manchen Politikern gefällt, ist nicht einfach. Auch die U.S.A. ist schon lange nicht mehr das Schlaraffenland, wie es einst war. Es werden Kriege in fernen Ländern geführt, für was, fragt man sich. Im eigenen Land klafft die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander. Unterstützt durch korruptes Verhalten der Politprominenz und Lobbyisten, verschärft die Situation zunehmend. Bürgerrechte werden seit 9/11 sowieso mit Füßen getreten.
Genau das sind Themen, die der Multiinstrumentalist Michael Paul Scally anpackt und sich dabei einer christlichen Sprache bedient. Damit reiht sich Michael in eine durchaus beachtliche Reihe von Musikern ein, die mithilfe christlicher Sprache ihre Lyrics gestalten. Schon 1969 hatte Larry Norman mit seinem Album UPON THE ROCK den Weg bereitet, den später Stryper (Glam Metal), Vengeance Rising (Thrash Metal) oder Mortification (Death Metal) mit deutlich härteren Tönen weiter verfolgten. Auch sein Landsmann Rex Carroll spielte früher bei der Christian Rock Band Whitecross, bis sich diese auflöste. Jetzt wandelt er mit der Rex Carroll Band auf Solo-Pfaden und frönt dem Blues und Southern Rock.
AMERICA bewegt sich musikalisch auf den Pfaden von Bob Dylan, Johnny Cash oder Crosby, Stills & Nash, wie mein Kollege bereits beschrieben hat und wurde von Michael Paul Scally komplett selbst gestemmt. Man merkt immer wieder seine Leidenschaft und sein Herzblut, das er in seine Songs gesteckt hat. "America is in Trouble" spricht für sich, aber leider beschränken sich viele Themen nicht nur auf die U.S.A., sondern ließen sich mühelos auch auf andere Länder adaptieren. Insgesamt ist das Album sicherlich eher für ruhigere und besinnliche Momente gedacht und Text und Musik nur schwer voneinander zu trennen. Für Hintergrund-Berieselung oder auch rauschende Parties gibt es geeignetere Musik.
Die komplette Eigenregie hat natürlich auch ihren Preis. Manche Synthie-Passagen hat man klanglich schon zu oft gehört, Orgeln und Chöre haben eine Spur zu viel Pathos und auch der Gesangsstil mit seinem predigenden Charakter ist nicht jedermanns Sache. Rock Musik war schon immer eine Form, sich gegen bestehende Werte aufzulehnen, eben genau gegen diejenigen die Belehren oder Predigen. Hier schränkt Michael seine Zielgruppe unnötig ein.
Fazit: Nichtsdestotrotz hat Michael Paul Scally seine Sache durchaus gut gemacht und hat im eigenen Land sicherlich Chancen mit seinem Album AMERICA auch Fans zu finden. Zu wünschen wäre es ihm. Vielleicht überlegt er sich beim nächsten Mal auch seinen Gesangsstil variantenreicher zu gestalten und seine Zielgruppe damit einfach zu erweitern. Denn wer erinnert sich nicht an die typisch amerikanischen Größen wie Johnny Cash, der übrigens als Baptist ein gläubiger Christ war, jedoch nicht immer so enthaltsam lebte, wie man es erwarten würde. Immerhin handelte der letzte Song ("The Man comes arround"), den Cash geschrieben hatte vom jüngsten Gericht und der Wiederkehr Jesu. Das letzte Wort hat der Musiker Michael Paul Scally selbst, der meint: "God can and will use you, just take the first step", und den hat er hiermit getan. |
Titel-Liste:
| | - There 'll be Times
- Battlefield of Dreams
- Someday
- Stars in Orion
- America
- Give him your Heart
- America is in Trouble
- Light of the World
- Hearts and Minds
- The Reward
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.salvationrock.com/michaelpaulscally.html  |
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