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Review: Scheepers
 
SCHEEPERS

Album:
 SCHEEPERS, 2011, Frontiers

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 S.M., 15.05.2011

Review:
 Nun zieht es also auch Primal-Fear-Fronter Ralf Scheepers auf Solo-Pfade. Sein Solo-Album unter der Bandbezeichnung Scheepers, dessen sich das Label Frontiers angenommen hat, ist ebenfalls schlicht SCHEEPERS betitelt.
Auf dem Album gehen Ralf, der neben dem Gesang auch noch für die akustische Gitarre und manche Keyboardparts verantwortliche zeichnet, renommierte Musiker wie Magnus Karlsson (Gitarre) und Mat Sinner (Bass) zur Hand. Zudem gibt es noch Gastmusikerbeiträge von Künstlern wie Kai Hansen, Ripper Owens oder Victor Smolski.

Erfreulich ist, dass Scheepers im Großen und Ganzen dem Metal treu bleibt. Ob dann das ganze Solo-Projekt überhaupt sein müsste, ist eine ganz andere Frage, aber in erster Linie will der verantwortliche Künstler hierbei ja sein Songwriting-Können ins Rampenlicht rücken.
Der Einsteiger "Locked in the Dungeon" könnte allerdings genauso gut aus dem Primal-Fear-Repertoire stammen. Er ist kraftvoll, schön geradlinig und energievoll und zieht auch ein paar Parallelen zu richtig toughen Judas-Stücken.
Fast noch deutlicher wird das aber bei dem Stampfer "Remission of Sin", bei dem Gastsänger Ripper Owens nicht nur singt wie der Metalgod himself, sondern jeder im ersten Moment wahrscheinlich glaubt, dass dies ein noch unbekannter Song von Judas Priest ist. Extrem cool ist hier das Gitarrensolo.
Erstmalig mit "Cyberfreak" entfernt sich Scheepers von den allgegenwärtigen Primal Fear/Judas Priest-Anleihen. Das klingt endlich eigenständig und ist zudem eine gelungene druckvolle Nummer mit starkem Höhepunkt.
Auch das melodischere, emotional angehauchte "The Fall" hat außer dem Gesang wenig mit Ralfs diversen Engagements zu tun, sondern zeigt frische Songwritingideen des Fronthünen auf.
Und auch mit dem etwas düster und opulent anmutenden "Doomsday" beweist Scheepers nochmal sein Händchen für abwechslungsreiches, eigenständiges Songwriting mit einer ausgezeichneten Qualität. Absolut hervorragend ist hier der hymnische Höhepunkt.
Mit "Saints of Rock" und "Before the Dawn" folgen zwei Cover, ersteres von Tyran' Pace, einer Band, bei der Ralf zu Beginn seiner Karriere tätig war, und zweiteres natürlich von Judas Priest. Beide werden astrein performed.
Von den restlichen Tracks darf ich noch das mächtig stampfende "Dynasty", die intensive Powerballade "The Pain of the Accused" und das eingängige, geradlinige "Play with the Fire" lobend erwähnen, muss aber sagen, dass die kompositorische Vorstellung auf SCHEEPERS durchweg gelungen ist.
Von der technischen Seite müssen wir überhaupt nicht sprechen. Ralf ist ein großartiger Sänger, was er hier über das gesamte Album unter Beweis stellt. Und auch alle anderen beteiligten Künstler machen einen prima Job.

Fazit: SCHEEPERS ist insgesamt ein gutes und auch sehr abwechslungsreiches Album. Der namensgebende Sänger beschränkt sich dankenswerterweise nicht nur auf das, was er bei Primal Fear schon so gut macht, sondern komponiert nicht nur qualitativ stark sondern auch überraschend vielseitig.
Angesichts dieses guten Gesamtergebnisses kann man nur hoffen, das Ralf Scheepers die Songwritingfeder auch in Zukunft noch öfters in die Hand nehmen wird und weitere Solo-Alben veröffentlicht.

Titel-Liste:
 
  1. Locked in the Dungeon
  2. Remission of Sin
  3. Cyberfreak
  4. The Fall
  5. Doomsday
  6. Saints of Rock
  7. Before the Dawn
  8. Back on the Track
  9. Dynasty
  10. The Pain of the Accused
  11. Play with the Fire
  12. Compassion

Laufzeit:
 52:37 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/rs05 

  • Probehören und Kaufen:
    Scheepers: SCHEEPERS

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