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Review: Schlagwerk |
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Album:
| | SCHLAGWERK, 2011, ZYX Music |
Stil:
Wertung:
| |  3 von 7 Punkten | | J.G., 17.02.2012 |
Review:
| | Gehört die Zeit der Neuen Deutschen Härte nicht schon längst wieder der Vergangenheit an? Zugegeben, einige Bands, wie Rammstein oder Oomph! besiedeln noch heute recht erfolgreich dieses Genre und das weckt Interesse und Begehrlichkeiten. So auch im Falle von Schlagwerk, die mit dem Sänger "Der Prediger", Gitarrist "Der Vollstrecker", Bassist "Der Wächter" und Keyboarder "Das Kind" zumindest namentlich etwas Aufmerksamkeit erregen können - *gähn*. Zumindest wollte die Band bei ihrem gleichnamigen Debüt SCHLAGWERK auf Nummer sicher gehen und hat sich für die Produktion Tommy Newton engagiert, der bereits Größen wie Guano Apes, Helloween, UFO und Victory betreut hatte.
Dies ändert jedoch nur wenig an dem über lange Strecken recht ernüchternden Song-Material. Obwohl man versucht hat, das Tempo recht abwechslungsreich zu gestalten, klingt Vieles wie von der Stange mit wenig wirklich neuen innovativen Ideen.
Der schwungvolle Einstieg mit dem Stakkato-Riffing dominierten "Kaltes Herz", biegt schnell ab in Richtung Belanglosigkeit, musikalisch als auch textlich. Die zähe Gesangslinie im Low-Tempo lässt trotz druckvollem Rhythmus nur wenig mitreißende Begeisterung aufkommen.
Auch "Kopf oder Zahl" bringt wenig Neues. Tief gestimmte wimmernde Gitarren und dumpfe Basslinien wirken recht antriebslos. Man möchte fast selbst zur Gitarre greifen und für Schwung sorgen. Zum Ende hin nimmt der mit Rammstein-typischen Riffs durchsetzte Song noch etwas mehr Schwung auf - aber das war dann schon zu spät.
"Tanz" mit seiner opernhaften Frauenstimme und den ultratiefen Gitarren kommt den Deutschen Vorzeige-Atlethen noch näher, wird dadurch aber nicht wirklich überzeugender, und irgendwann geht mir dann die Phrase: "Sie ist das Licht..." auf den Wecker.
Bei "Kinder der Sterne" hat man es mit einigen Funk-Einflüssen und deutlich cleanerer Stimme versucht, was zumindest für Eigenständigkeit sorgt. Die Grooves sind jedoch nicht zwingend genug, um sich mitreißen lassen zu können. Schade, denn Potenzial wäre hier vorhanden gewesen.
Balladeske Klänge wie bei "Schließ die Augen" zeigen die Bemühung, das Tempo variabel zu halten, jedoch klingt das auch nicht wirklich überzeugend. Melodic Rock-Gitarren und Slow-Tempo machen eben noch lange keine stimmungsvolle Ballade aus.
Industrial-angehauchte Dance-Floor-Bässe und groovige Keyboards halten zumindest das Tempo bei "Fleisch ist Sex" im tanzbaren Bereich. Jedoch gibt mir die textliche Intention ein paar Rätsel auf. Vielleicht würde mit "Sex ist Fleisch" ein Schuh draus werden?
Wer es dann bis zum Schlussakt "Gott" durchgehalten hat, darf sich zumindest musikalisch auf annehmbare Kost freuen, die einen so richtig sanft in den Schlaf lullt - *chrr*. Ich brauch auch keinen Gott, aber wieder andere Musik...
Fazit: Hätten die meisten Bands der Neuen Deutschen Härte den Weg von Schlagwerk eingeschlagen, so wäre schon lange Schicht im Schacht. Es fällt natürlich immer leicht, Leistungen anderer zu kritisierten, muss man es doch selbst erst besser machen. Trotzdem sind Vergleiche mit anderen Bands erlaubt. Und wenn man sich hier auch instrumentell und stimmlich keine Ausrutscher erlaubt hat, so blieb die musikalische Inszenierung über weite Strecken recht blass, monoton und kraftlos. Das konnten auch groovige Rhythmen und Stakkato-Riffs nicht wirklich ändern. Man bedenke, Randy Black wurde als Studio-Drummer engagiert! Wer ein Aufbäumen gegenüber eines im Niedergang befindlichen Genres erwartet hat, wird wohl enttäuscht sein. |
Tipp:
| | Nur etwas für Die-Hard-NDH-Fans, die einfach nicht genug bekommen können. Na ja, Probehören kann nicht schaden. |
Titel-Liste:
| | - Kaltes Herz
- Kopf oder Zahl
- Tanz
- Wo bist Du?
- Kinder der Sterne
- Sei was du bist
- Nabel
- Schließ die Augen
- Fleisch ist Sex
- Angst ist Macht
- Gott
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.schlagwerk.cc  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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