News
 Newsflash 
 05.2012 | Archiv
 
 Neuzugänge (Alben) 
 2012 | 2011 | 2010
ältere
 
 Termine 
 Gig/Tour | Festival
 
 Umfrage/Gewinnspiel 
 Ergeb./Gewinner
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate und Sprüche
Dümmer gehts n/immer
 
 

Redaktion
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Studioreports
 
 Tipp des Monats 
 2012 | 2011 | 2010
ältere
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzertberichte
Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt... 
 

Kontakt
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 In eigener Sache 
 Redakteure gesucht
Werben bei uns
Werben für uns
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Review: Semargl
 
SATANIC POP METAL

Album:
 SATANIC POP METAL, 2012, Twilight

Stil:
 Industrial Metal, Electronic Dance

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 N.N., 00.00.2010

Review:
 
Aufmerksamkeit erregt - im wahrsten Sinn des Wortes - schon die Verpackung. Zoff mit der Freundin/Frau ist da natürlich vorprogrammiert, liegt diese CD zu gut sichtbar herum. Mit dieser Art "Verpackung" bin ich inzwischen etwas vorsichtig geworden, denn schon öfter war in voran gegangenen Tests die Verpackung noch das Auffälligste. Doch weit gefehlt, denn hier ist einiges etwas anders.
Mit stilechtem Corps Painting, schwarzem Leder, Nagelarmbändern und Patronengurten unterstellt man dem Quartett zunächst ein Faible für die beliebte Black Metal-Szene des westlichen Nachbarn Polen. Und diese Affinität ist auch nicht von der Hand zu weisen, liest man das Credo der Band oder verfolgt die Songtexte. Aber kommen wir zum Titel des Albums...

...denn selten beschreibt ein Album-Titel so trefflich den Inhalt, wie bei dem ukrainischen Quartett. SATANIC bezieht sich dabei vor allem auf das bereits erwähnte Credo der Band, welches in aller Ausführlichkeit auf deren Webseite beschrieben wird und von dem dick aufgetragenen: "Unser Ziel ist die Demonstration von Satanismus", über "Unser Weg ist ein Krieg und Ausbreitung", bis hin zu "Unser Fleisch ist das Höllenfeuer" reicht, um nur ein paar zu nennen. Das wars dann auch schon, denn die Textinhalte selbst triefen meist vor Klischees, denn was kann man bei "I hate You" oder "Suck my Dick" in Zusammenhang mit zitiertem Rock'n'Roll schon erwarten? EBM-Möchtegern-Rocker, die harte Kerle markieren? Ok, das Black Metal-Outfit wirkt auch nicht so einschmeichelnd, wie Nicoles Blondlöckchenkopf mit langem Kleidchen und Akustik-Gitarre, als sie damals "Ein bisschen Frieden" trällerte. Nicht zu vergessen, die langen roten Fingernägel des Cover-Artworks. Da würde ich sofort für einen Waffenschein plädieren!
POP, da gibt es nicht viel zu sagen, denn EBM-Anleihen und so manches massenkompatible Riff, reduziert an vielen Stellen die metallische Härte und hält dafür das Dance-Floor-Feeling hoch bei gesunden 140-160 BpM.
Wäre dann noch der METAL, der hier nicht zu kurz kommt und eigentlich recht organisch in das ganze Klanggefüge integriert wurde. Wer EBM liest und logischerweise mit Bands wie Scooter im Hinterkopf nur an Synthiebässe denkt, mag überrascht sein, denn die Band leistet sich mit Anna einen echten Drummer, sorry Drummerin, die sich optisch wohl kaum hinter den Kesseln verstecken braucht und neben den Artwork den zweiten Hingucker liefert. Gesanglich bekommen die harten tiefen Lagen, durchsetzt mit jeder Menge Growls, an manchen Stellen eine angenehme weibliche clean Voice als perfekten Gegenpart. Und wer denkt mit kommerziellen Synthie-Klangteppichen zugedröhnt zu werden, der hat sich getäuscht, denn die Gitarrenfront lässt nie locker und kann mühelos dagegen halten.

Der Opener "I Hunger" kann eigentlich fast als Repräsentant für alle weiteren zwölf Songs hergenommen werden. Dance-Floor-kompatibles Synthie-Intro gibt die Richtung vor, zwingende treibende Beats lassen schon mal die Wadenmuskeln anwärmen, metallische Gitarren und tiefe Growls sorgen für angenehme Härte, während die weibliche clean Voice einige Ecken und Kanten weg schmirgelt und den Gehörgängen schmeichelt. Da bedarf es kaum noch den anfeuernden Hey-hey-hey-Rufen.
"Sweet Suicide" knüpft mit gleicher Taktrate nahtlos an den Vorgänger an und punktet vor allem mit der eingängigen Melodielinie, die auch ein längeres Synthie-Break übersteht. Lediglich der Anteil an weiblichen Cleanvoices wie beim Opener wird es hier und auch bei allen Nachfolgern (leider) nicht mehr geben. "Drag me to Hell" the same procedure as...
Mit "God is not Love" und dem nächsten Song "Tak, Kurwa" wird die Up-Tempo-Session eingeleitet, denn auf dem Dance-Floor sollten die tanzdienlichen Muskeln inzwischen angewärmt sein.
Bildeten bisher meist EBM-Effekte das Intro, so kommt bei "Suck my Dick" zum ersten Mal der dirty Rock'n'Roller zum tragen. Die Gitarren eröffnen in breiter Front und lassen sich das Zepter auch nicht mehr gänzlich aus der Hand nehmen.
Nach dem ich mich im "Labyrinth" musikalisch weniger wohl gefühlt habe, geht es mit dem nach vorne galoppierenden Join in Fire wieder zurück auf die Wohlfühl-Party-Spur.
Autoscooter? Nein, es folgt nach kurzer Zeit dann doch ein waschechter Up-Tempo-Kracher der sein "I hate you" mit Hochdruck in die Menge schleudert.
"Opium" kommt ganz ohne Psychedelic-Schlagseite aus, setzt endlich wieder auf Kontraste beim Gesang, Growl kontra flötende weibliche Stimmchen.
"Anti I am" und "Loneliness" setzen kaum neue Akzente, während mit dem Schlussakt "Redire" und seinem recht gefälligen Start das erste Mal kein reinrassiger Abtanzhit, sondern ein durchaus ansprechender melodischer Metalsong (zugegeben mit Pianoklängen) die Oberhand behält.

Fazit: Für reinen Dance Floor einfach ein bis zwei Spuren zu hart und angesichts der Pop-Elemente für einen echten Metaller mit Sicherheit zu kommerziell, wird es u.U. Schwierigkeiten bereiten, die wirkliche Zielgruppe des bereits fünften Albums der Ukrainer zu bestimmen. Wer sich von treibenden Industrial Beats, poppigen Dance-Eskapaden, aggressiven Growls und schneidenden Metal-Gitarren jedoch mitreißen lässt, der erlebt einen abwechslungsreichen Trip jenseits starrer stilistischer Muster und bekommt Stoff zum Abtanzen bis zum Abwinken. Limitiert wird dieses Vergnügen lediglich vom Gesang, der bedingt durch seine Growllastigkeit kaum Artikulationsspielräume zulässt und so auf Dauer etwas monoton wirkt. Im Gesamtpaket überwiegt jedoch die Spielfreude und der Mut Genres geschickt zu vermissen und damit hat sich die Truppe schon mal fünf Punkte verdient. Es hätte also gar nicht des auffälligen Cover-Artwork bedurft, denn der Inhalt spricht für sich.

Titel-Liste:
 
  1. I Hunger
  2. Sweet Suicide
  3. Drag me to Hell
  4. God is not Love
  5. Tak, Kurwa
  6. Suck my Dick
  7. Labyrinth
  8. Join in Fire
  9. I hate you
  10. Opium
  11. Anti I am
  12. Loneliness
  13. Redire

Laufzeit:
 44:12 Min.

Band-Infos:
 
  • www.semargl.com.ua 

  • Probehören und Kaufen:
    Semargl: SATANIC POP METAL

    Empfehlen: 
     
     
        Seitenanfang   
    Neue Reviews
     
    Hokum - THE CREATION OF PAIN
    Crucified Barbara - THE MIDNIGHT CHASE
    Joe Bonamassa - DRIVING TOWARDS THE DAYLIGHT
    Fuxdeifeswuid - ROCK IS KOA SPUI
    Black Country Communion - LIVE OVER EUROPE
    Amberian Dawn - CIRCUS BLACK
    Novalis - FLOSSENENGEL
    Hard Riot - LIVING ON A FAST LANE
    Psycholove - HARDCORE ROCK'N'ROLL
    Indica - A WAY AWAY
     
     

    Werbung 
       
     


    StartseiteNewsTippsBandsKontaktReviewsMusikerInterviewsTermineGlossarLinks

    © 2002-2012 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update:12.02.2012