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Review: Serpentine |
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Album:
| | LIVING AND DYING IN HIGH DEFINITION, 2011, AOR Heaven |
Stil:
| | AOR, Hard Rock, Melodic Rock |
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | W.W., 21.07.2011 |
Review:
| | Mit ihrem erneut von Sheena Seer (vor allem bekannt durch ihre Arbeiten für die AOR-Kings Magnum) produzierten Zweitwerk LIVNG AND DYING IN HIGH DEFINITION legt der britische Fünfer ein solides Zweitwerk vor, das wohl keinen Fan von AOR- oder Melodic-Rock-Klängen enttäuschen dürfte.
Sänger Tony Mills kennt man von den großartigen TNT, der Rest der ursprünglich aus Wales stammenden Truppe ist zwar eher unbekannt und doch werden Serpentine von der Presse allerorten hoch und runter über den grünen Klee gelobt. So bekam die Band von der japanischen Heavy Metal-Institution, dem Magazin Burrn! beispielsweise eine überschwängliche 92%-Wertung für ihr Debüt-Album – welches im Übrigen gerade mal ein Jahr alt ist. Zwar nützen solche Vorschusslorbeeren nichts, wenn das nachfolgende Produkt ein Rohrkrepierer ist, aber eine gewisse Erwartungshaltung bringt man beim Review dann doch mit. Und, soviel sei vorweg genommen: enttäuscht wird sie keinesfalls!
Man mag zwar über die etwas arg auf Hochglanz polierte Gesangsleistung von Tony Mills denken was man will – im musikalischen Gesamtbild von Serpentine passt er wie der vielzitierte Hintern auf den Eimer! Wäre hier ein Sänger mit Rotz in der Stimme, wie etwa ein Sebastian Bach, dann würde das Gesamtwerk nicht mehr stimmig wirken. AOR braucht das!
Genauso wie er Songtitel wie "Cry", "Dreamer" oder "Deep Down (There’s a Price for Love)" braucht – und Keyboards, die mit der sauber-drückenden E-Gitarre händchenhaltend durch "Philadelphia" wandern und dabei die "Best Days of our Lives" haben. Bei dieser Musik will man sich in die 80er-Jahre zurückversetzt fühlen, man will Molly Ringwald aus dem Diner an der Ecke kommen sehen und sich gleichzeitig wünschen, man selbst wäre der Karate Kid...
Aber ernsthaft – es ist schön, dass es solche Musik heutzutage noch gibt. Songs, die nach einem simplen Schema aufgebaut sind – Strophe/Refrain/Strophe/Refrain/Bridge/Solo/Refrain – und dabei aber trotzdem nicht nur kurzfristig Spaß bringen, sondern sich mit ihren mehrheitsfähigen Refrains direkt in die Ohren fräsen, um dort noch in der nächsten Woche urplötzlich an der Kasse im Supermarkt wieder zum Vorschein zu kommen und einen vor sich hin summen lassen. Wie etwa das wirklich tolle "Where do we go from Here?" oder auch das überhaupt nicht weinerliche "Cry".
Fazit: Diese Musik ist ideal für Sommerpartys! Jawohl, solche Bands müssen das Barbecue mit Freunden untermalen. Denn, und das ist das ganz große Verdienst von AOR-Melodic-Rock der Marke Serpentine: er hebt die Laune und lässt einen unwillkürlich mitwippen und, heutzutage gar nicht hoch genug zu bewerten: er lässt einen den Alltag für knapp 54 Minuten vergessen. Sollte dieser verregnete Sommer doch noch mal mitspielen, werde ich die Probe aufs Exempel machen. Versprochen!
Was an dieser tollen Platte allerdings VÖLLIG überrascht: es gibt keine einzige Ballade! Auf seine ganz besondere Art und Weise ist das durchaus als Pluspunkt zu vermerken... |
Anspieltipps:
| | Eigentlich alles, denn das Album ist auf einem gleichbleibend hohen Niveau, etwas stechen jedoch die Songs "Where do we go from Here?" und "Cry", das mit seinem großartigen Refrain ein ums andere Mal an diverse Journey-Großtaten erinnert. Zum Heulen schön! |
Tipp:
| | Für Autofahrer, die gerne zu Hard Rock der Marke TNT und House Of Lords oder AOR-Acts wie etwa Journey und Survivor durch die Gegend gondeln, sind diese Serpentinen definitiv kein Hindernis! |
Titel-Liste:
| | - Deep Down (There’s a Price for Love)
- Philadelphia
- Dreamer
- Love is Blue
- Where do we go from Here?
- Cry
- Best Days of our Lives
- Heartbreak Town
- Nuremberg
- Forgotten Heroes
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/planetserpentine  |
Probehören und Kaufen:
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