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Review: Seven Tears |
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Album:
| | IN EVERY FROZEN TEAR, 2007, Frontiers |
Stil:
| | Melodic Progressive Metal |
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | U.B., 24.11.2007 |
Review:
| | Bands mit der magischen Sieben im Titel gibt es schon reichlich. Ich denke da an Seven Angels, Seven Witches, Seventh One und Seventh Avenue, nur um einige zu nennen. Nun kommt mit Seven Tears eine weitere Gruppe dazu. Einen Inovationspreis was die Namensfindung betrifft, haben die fünf aus Schweden, die mit IN EVERY FROZEN TEAR ihr Debütalbum präsentieren, also nicht verdient. Aber darauf kommt es auch gar nicht an.
Bereits zur Jahrtausendwende gründeten Jonathan Carlemar und Fredrik Lager im zarten Alter von dreizehn eine Power Metal Band namens Demonslave. Nach einigen Wechseln im Lineup, darunter war auch eine Sängerin, hieß die Band vorübergehend Atlantica. Ein Demo erhielt positive Kritiken. Nachdem sich das Besetzungskarussell abermals gedreht hatte, entschied man sich für den Namen Seven Tears. Mit Jonathan Carlemar an der Gitarre, Fredrik Lager am Bass, Kristofer von Wackenfeldt Keyboards, Backing Vocals, Michael Sjöö Drums, Backing Vocals und Joran Djorem Vocals, gelang es bei Frontiers Records einen Vertrag zu ergattern. Von Progressive Melodic Metal ist in der Info des Labels zu lesen. Das trifft die Sache ganz gut, wenn auch manche Songs für meinen Geschmack eher im Bereich Progressive Hard Rock angesiedelt sind. Das Attribut Melodic haben sich die Newcomer aber ohne Zweifel auf ihre musikalischen Fahnen geschrieben.
"Twist of Fate" wird eingeleitet mit einem kurzen Drumsolo mit einigen Breaks, dezent setzen die Keyboards ein bevor Bass und Gitarre dem Song eine härtere Note verleihen. Die Stimme von Joran Djorem ist angenehm und harmoniert gut mit den Backing Vocals. Die eingestreuten Prog Phasen zerpflücken dann aber den sonst guten Opener. Hier wäre weniger mehr gewesen. Das können Seven Tears nämlich deutlich besser wie sie im weiteren Verlauf zur Genüge beweisen.
Keyboards und Drums legen in "Faded Memory" heftig los. Im Gegensatz zum Vorgänger ist diese Nummer aus einem Guss. Das Tempo wird gekonnt variiert, kurze Gitarren und Keyboardsoli wechseln einander ab.
Mit einem langsamen Fade Out schafft man den perfekten Übergang zu "Hollow Grounds" welches mit sanften Pianoklängen startet, bevor heftige Riffs und Michael Sjöös fulminantes Druming schnell klarmachen, hier geht es ganz und gar nicht verträumt zu.
Das anschließende "Reflections" plätschert mir hingegen etwas dahin. Es fehlen die Akzente.
"All alone" ist eine gefühlvolle Ballade. Die Band hat also auch viel Gespür für sanftere Töne. Die Vocals sind ausdrucksstark und vermitteln ein schönes 80er Feeling.
Der Titelsong "In every frozen Tear" gibt allen Musikern Gelegenheit ihr Können zu zeigen. Gitarrendominanz wird abgelöst durch Keyboard Passagen. Zwischendurch kommt der Prog zu seinem Recht. Die Stimme von Djorem gibt dem ganzen die nötige Tiefe. Gelungen.
"Sorrows" beginnt wie ein Sturm, Gitarrenattacke, wummernde Drumbeats, rumpelnder Bass, gekonnte Tempovariationen und eine klasse Melodie.
Genauso abwechslungsreich ist "Prayer for the Dying". Nach mächtigem Drumgewitter mit sehr düsterer Note ist der Rest gar nicht so finster. Auch hier überzeugt Djorems Stimme auf ganzer Linie. Kraftvoll und dynamisch, prima Songwriting kann ich da nur sagen.
"The Story unfolds" zieht zu Anfang das Tempo an, jaulende Gitarre und harte Trommelschläge wechseln mit sanfteren Passagen.
"Dreams of Insanity" ähnelt dem vorangegangen Stück deutlich. Da wäre eine andere Reihenfolge besser gewesen.
"Fragments" kann seine Prog Gene nicht verleugnen ist aber dennoch eingängig. Nur die ständige Wiederholung des Chorus zum Schluss empfinde ich als unpassend, ansonsten ein solider Song.
Bei "Truth of Tomorrow" scheut man sich nicht die Akustikgitarre auszupacken. Ganz sanft setzen Drums und Keyboards ein. Eine ganze Minute lang fühlt man sich ins Mittelalter versetzt. Ist das etwa eine Weichspülnummer? Oh nein, urplötzlich fräst die E-Gitarre los, nur um kurz darauf wieder in ruhigeres Fahrwasser zu wechseln. Harmonischer Gesang mit viel Hingabe, gute Melodieführung und einige nicht überladene Gitarren und Keyboardläufe sorgen für ein wohliges Gefühl, bevor zum Schluss die akustische Gitarre den Kreis schließt. Stark.
Fazit: Da kommen fünf Jungs daher mit einem Durchschnittsalter von 21 Lenzen und hauen als Debüt so ein klasse Album raus! Das Teil klingt erstaunlich reif, technisch anspruchsvoll und dynamisch. Alle Achtung. Bei einer Spielzeit von gut 57 Minuten stimmt auch die Quantität. Ich hoffe, Seven Tears können im von vielen Bands beackerten Melodic Bereich, den ihnen zustehenden Erfolg einfahren. Die gelungene Mischung aus Prog und Heavy Rock und Metal gepaart mit interessanten Tempovariationen stimmen mich in dieser Richtung jedoch optimistisch. |
Anspieltipps:
| | "All alone", "In every frozen Tear", "Truth of Tomorrow" |
Titel-Liste:
| | - Twist of Fate
- Faded Memory
- Hollow Ground
- Reflections
- All Alone
- In every frozen Tear
- Sorrows
- Prayer for the Dying
- The Story unfolds
- Dream of Insanity
- Fragments
- Truth of Tomorrow
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.seventears.se  |
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