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Review: Shadowside
 
DARE TO DREAM

Album:
 DARE TO DREAM, 2010, S4/NL Distribution

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.M., 22.05.2010

Review:
 Shadowside aus Brasilien existieren schon ein paar Tage (seit 2001) doch erst jetzt können sie mit ihrem zweiten Album DARE TO DREAM etwas stärker in das Sichtfeld der Metal-Gemeinde treten, da es über S4/NL Distribution auch über die Grenzen ihres Heimatlandes hinaus vermarktet wird.
Die südamerikanische Truppe besteht aus Dani Nolden (Gesang), Raphael Mattos (Gitarre), Ricardo Piccoli (Bass) und Fabio Buitvidas (Schlagzeug). Alle Musiker - man kann es teilweise den Namen entnehmen - haben übrigens europäische Wurzeln.

Wenn im ersten Track "National Hollow Mind" die deutschstämmige Dani Nolden loslegt, kann man nur mit den Ohren schlackern. Solch eine kräftige und voluminöse Röhre ist mir bei einer Sängerin schon lange nicht mehr untergekommen. Da könnten sich etliche männliche Mikro-Kollegen eine ordentliche Scheibe abschneiden. Ihr Gesang ist voller Energie und treibt diesen Song dadurch auch geradlinig und dynamisch voran.
Kompositorisch ist das Material auf DARE TO DREAM ziemlich gut durchdacht und abwechslungsreich. Setzte der Opener vor allen Dingen auf Power und Energie, ist "In the Night" eher den melodiösen Ohrcatchern zuzurechnen.
Ich kann im Grunde keinen schwachen Song entdecken. Es mag durch die sehr charakteristischen Vocals manches etwas ähnlich klingen, doch eigentlich versuchen Shadowside ganz gut zu variieren. Dabei kommt es ihnen zu Gute, dass die Bandmitglieder aus recht unterschiedlichen Genres zusammengefunden haben. Sie bringen mitunter thrashige Energien genauso in den Songs unter, wie eingängige Hardrock-Hooks. Auch in Sachen Tempo und Emotionalität wird Abwechslung untergebracht.
"Last Thoughts" geht mit seinem Konstrukt und der fast melancholischen Melodie mehr in die Tiefe. "Hideaway" spielt mit dem eingängigen Refrain wieder sein Ohrwurm-Potential aus. Auch "Baby in the Dark" und "Ready or not" machen sich schnell in den Gehörgängen breit, während "Memories" mehr auf wechselnde Intensitäten setzt.
Bei "Wings of Freedom" gibt der Melodic Power Metal sein Stelldichein, und bei "Time to say Goodbye" tritt mal die emotionale Seite in den Vordergrund. Doch kann ich nur nochmal wiederholen, dass sich kein schwacher Song einschleicht und alle Stücke irgendwo ihren Reiz haben.

Fazit: Der weltweite Einstand von Shadowside ist vielversprechend. Ich mutmaße, dass man von den Brasilianern noch einiges hören wird. DARE TO DREAM ist ein vielseitiges und abwechslungsreiches Metal-Album auf einem durchweg guten Niveau. Ich sehe es jedenfalls als gutes Zeichen, wenn einige der Songs noch lange nach Albumende in meinem Kopf rumspuken.
Auch technisch gibt es nichts zu bemängeln. Im Gegenteil: mit dieser Sängerin hat die Band sogar ein markantes Aushängeschild ihres Sounds. Freunde von Female-Fronted-Bands und vielfältigem Heavy Metal können bedenkenlos zugreifen.

Titel-Liste:
 
  1. Nation Hollow Mind
  2. In the Night
  3. Last Thoughts
  4. Hideaway
  5. Baby in the Dark
  6. Ready or not
  7. Memories
  8. Wings of Freedom
  9. Time to say Goodbye
  10. Life denied
  11. Dare to Dream
    - - - Bonus-Track - - -
  12. Everlasting Sun

Laufzeit:
 52:38 Min.

Band-Infos:
 
  • www.shadowside.com.br 

  • Probehören und Kaufen:
    Shadowside: DARE TO DREAM

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