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Review: Shatter Messiah
 
GOD BURNS LIKE FLESH

Album:
 GOD BURNS LIKE FLESH, 2007, Dockyard 1

Stil:
 (Melodic) Thrash Metal

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 S.O., 28.09.2007

Review:
 2006 ist Curran Murphy mit seiner Band Shatter Messiah aus dem Schatten seiner ehemaligen Brötchengeber NEVERMORE und ANNIHILATOR getreten. Gleich zu Beginn konnte er sich auch noch dazu mit seinem Debüt NEVER TO PLAY THE SERVANT direkt ins Rampenlicht schießen und beweist, das er es nicht nötig hat, selbst neben Ausnahme-Gitarristen wie Jeff Waters und Jeff Loomis nur die zweite Geige - Scherz, natürlich Gitarre zu spielen.
Als Verstärkung hat sich Murphy für das Mikro Greg "Wags" Wagner (ex-BREAKER, ex-ARCHETYPE und H.A.T.E.) geangelt während Jason Chamberlain am Bass und Dusty Holt an der Gitarre das Line Up komplettieren.
Nun legt die Band mit GOD BURNS LIKE FLESH das zweite Album nach und hofft, den Erfolg des Debüts noch einmal zu wiederholen.

Die Scheibe klingt insgesamt eher sehr modern und orientiert sich an den Metal der Neuzeit, wo hier die Einflüsse aus der Bay Area Thrash Szene sein sollen, erschließt sich mir bei den ersten zwei Songs "Idolator" und "God burns like Flesh" erstmal überhaupt nicht. Der Gitarrensound kommt auf dem Album recht matschig rüber und groovig kann man das Ganze leider auch nicht wirklich bezeichnen. Was sich über das ganze Album breit macht, ist die leider nicht vorhandene Harmonie zwischen den Vocals von Greg Wagner und den Songs.

Der eher an Power Metal orientierte Gesang von "Wags" kann einfach nicht zünden, wenn der Rest der Band diese moderne Art von Metal spielt.
Stark erkennbar wird dies z.B. bei "Dirge of the Christ, Pathway" oder auch den schon bereits erwähnten Titelsong.

Dennoch hat das Album auch seine Glanzmomente, wie z.B. das 7-minütige fast epische "Tomorrow Immortal" oder "This is the Day", die beide eine sehr feine Gitarrenarbeit aufweisen, die einem schon mal die Matte schütteln lässt. Trotzdem ist Melodic-Thrash vielleicht eine nette Bezeichnung, doch kann ich dies hier nicht raushören.

Alleine die für den Thrash erkennbaren Stilelemente fehlen hier teilweise total. So gibt es, außer bei "Pathway", keinen nennenswerten Break bzw. Taktwechsel und auch keine prägnante Riffattacken, die einem im Kopf bleiben (z.B. wie bei Slayer's "Angel of Death" oder Metallica's "Battery" und& Kreator's "Violent Revolution" etc.).

Das Enttäuschende dabei ist die Tatsache, dass der gute Curran Murphy schon bei großartigen Bands wie Nevermore & Annihilator gespielt hat und ich mir daher eigentlich mehr von Shatter Messiah erwartet habe.

Fazit: Was am Ende bleibt ist jedoch eine sehr feine Produktion, die den Sound des Albums noch rettet und das leider durchschnittlich ausgefallene Album noch einen guten Stempel aufdrückt. Dennoch ist GOD BURNS LIKE FLESH nicht für jedermanns Ohr geeignet und taugt zwar zum zwischendurch Anhören, schafft es aber nicht auf Dauer im CD Player zu bleiben, was allerdings auch an der relativen kurzen Spielzeit von gerade mal etwas mehr als 43 Minuten liegt.

Tipp:
 Das Album dürfte wohl eher denen gefallen, die auf den modernen Metal des neuen Jahrtausends stehen oder auch denjenigen, die erst gerade mit der Hartwurstmusik angefangen haben und sich erstmal langsam an die Materie herantasten wollen.

Titel-Liste:
 
  1. Idolator
  2. God Burns Like Flesh
  3. Pathway
  4. Stripped of Faith
  5. Dirge of the Christ
  6. Buried in Black
  7. This is the Day
  8. Tomorrow Immortal

Laufzeit:
 43:18 Min.

Band-Infos:
 
  • www.day-eleven.com 


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