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Review: Shining Line
 
SHINING LINE

Album:
 SHINING LINE, 2010, Avenue Of Allies

Stil:
 AOR
Melodic Rock

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 M.H., 10.05.2010

Review:
 Sogenannte "All-Star-Projekte" gibt es ja im Musikbereich wirklich so einige, aber vor allem im AOR bzw. Hard Rock findet man viele von diesen Zusammenkünften mancher Musiker, von denen man vorher noch nie etwas gehört hat. Gut, es gibt Ausnahmen, wie z.B. Voice Of Rock, Avantasia unter der Federführung von Tobias Sammet oder auch Radioactive aus dem Hause Tommy Denander's. Das italienische Projekt namens Shining Line schickt sich nun sich in diese elitäre Gruppe einzureihen.
Italien? Ja, ich dachte auch zuerst, dass dahinter wieder mal Frontiers stecken, doch weit gefehlt, das junge deutsche (!) Label namens Avenue Of Allies konnte sich die Rechte an dem gleichnamigen Output SHINING LINE sichern, der am 14.05.2010 in den Plattenläden erscheint. Das Projekt entstand unter der Federführung von Songwriter und Drummer Pierpoalo Monti, der zusammen mit seinem langjährigen Freund und Bassisten Amos Monti, eine Hommage an die Blütezeit des AOR und Melodic Rock schaffen wollte.
In Sachen der Produktion überließ man nicht dem Zufall und so ist für diese Alessandro Del Vecchio zuständig, der immerhin schon für Edge Of Forever oder auch Glenn Hughes an den Reglern stand. Für den Mix und das Mastering konnte man sich niemand anders als Michael Voss "angeln", der als Referenzen Casanova, Mad Max oder eben auch Voices Of Rock vorweisen kann.
Die Instrumente wurden allesamt von italienischen Rock-Musiker übernommen, wie schon erwähnt sind neben Perpalo und Amos auch noch Alessandro Del Vecchio als Keyboard und Background-Sänger und die Gitarristen Marco D'Andrea und Mario Percudani zu hören.
Um der Vielfalt der Songs bzw. deren Ausrichtung und Stimmung gerecht zu werden setzte man dann auf namhafte Gastsänger und so ist es kein Wunder, dass man einige lupenreine AOR-Hymnen hört.

Der Opener "Highway of Love" wird vom Frontmann der Schweden Eclipse eingesungen. Vor allem mit dem großartigen Werk W.E.T. Ende des letztens Jahren hat sich der Herr einen Namen gemacht und deswegen ist es kein Wunder, dass die Nummer wie eine der besten Nummern von Journey oder auch Talisman klingt. Grandios!
Das nachfolgende "Amy" ist von einem meiner Lieblingssänger, nämlich Harry Hess, eingesungen wurden, immerhin jahrelang der Frontmann von Harem Scarem. "Sein" Song kommt etwas moderner und auch deutlich radiotauglicher daher und zündet nicht sofort, trotzdem hört man auch hier einen gelungenen Beitrag zum Gesamtwerk.
Ebenfalls schnell gefallen können die AOR-Nummer "Strong enough", dem der Sänger Robbie LeBlanc von Blanc Faces seinen unverwechselbaren Stempel aufdrückt und das Gute-Laune-Stück "Can't stop the Rock", das durch die Stimme von Mikael Erlandsson (Last Autumn's Dream) getragen wird.
Es macht außerdem Spaß einige Sänger wieder zu hören, von denen man schon länger nichts mehr gehört hat. Ich denke da an Michael Shotton, der mal Frontmann der Kanadier Von Groove war und hier die Halb-Ballade "The meaning of my lonely Words" einsingt und seine Sache sehr gut macht. Auch wenn der Song etwas zu seicht daher kommt, gefällt mir hier vor allem der Background-Chor im Hintergrund.
Auch unser Mann aus Deutschland Michael Voss durfte einem Song seine Stimme leihen - nämlich "The Infinity in us", das mich stark an Survivor zu den VITAL SIGNS-Zeiten erinnert.
Hervorheben möchte ich auch noch das Duett von Sue Willets (Dante Fox) und Bob Harris (Axe) namens "Still in your Heart", dass wie eine klassische Ballade beginnt, sich dann aber langsam aber sicher zu einer lupenreinen AOR-Hymne entwickelt, die sich gewaschen hat!
Das absolute Highlight hat man sich aber bis zum Ende der CD aufgespart, denn hier trifft die Ausnahmestimme von Michael Bormann auf ein dreiteiliges Epos namens "Under silent Walls". Hier hört man progressive Töne genauso wie klassische Gitarrenriffs und einfach alles, was einen Klassiker des Melodic Rock ausmacht.

Fazit: Ich bin sehr angetan von diesem Projekt, auch wenn einige Songs nicht sofort zünden und man dem einen oder anderem Werk auch anhört, das es nicht im gleichem Studio entstanden ist. Zudem klingen einige Arrangements mir etwas zu blechern abgemischt, so dass ich einen Punkt abziehen muß, ansonsten hätte Shining Line klar die volle Punktzahl bekommen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden - warten wir mal auf das nächste Werk.

Anspieltipps:
 "Highway of Love", "Can't stop the Rock", "Still in your Heart"

Tipp:
 AOR-Fans der klassischen Sorte sollten hier zugreifen.

Titel-Liste:
 
  1. Highway of Love
    (Lead Vocals: Erik Martensson)
  2. Amy
    (Lead Vocals: Harry Hess)
  3. Strong enough
    (Lead Vocals: Robbie LeBlanc)
  4. Heaven's Paths
    (Instrumental)
  5. Heat of the Light
    (Lead Vocals: Robin Beck)
  6. Can't stop the Rock
    (Lead Vocals: Mikael Erlandsson)
  7. The Meaning of my lonely Words
    (Lead Vocals: Michael Shotton)
  8. The Infinity in us
    (Lead Vocals: Michael Voss)
  9. Still in your Heart
    (Lead Vocals: Sue Willets & Bob Harris)
  10. Homeless' Lullaby
    (Lead Vocals: Ulrich Carlsson & Carsten "Lizard" Schulz)
  11. Follow the Stars
    (European Bonus, Lead Vocals: Phil Vincent)
  12. Unbreakable Wire
    (Lead Vocals: Brunorock)
  13. Under silent Walls - Part I Blossom: From Night to Dawn
    (Instrumental)
  14. Under silent Walls - Part II Alone
    (Lead Vocals: Michael Bormann)
  15. Under silent Walls - Part III Epilogue: Death of Cupid
    (Instrumental)

Laufzeit:
 76:08 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/shiningline 

  • Probehören und Kaufen:
    Shining Line: s/t

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