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Review: Sideburn CH |
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Album:
| | CHERRY RED, 2008, Hang Loose |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 17.09.2008 |
Review:
| | Die Wurzeln von Sideburn gehen zurück bis in die späten 80er zu der Formation Genocide. Nachdem die Band schließlich ihre musikalische Ausrichtung manifestiert hatte, benannte man sich 1997 in Sideburn um.
Wenn man die Genocide-Zeit mitrechnet (und eine best-of-Compilation nicht mitzählt), ist das hier besprochene CHERRY RED, das am 15.10.2008 veröffentlicht wird, der sechste Longplayer der fünf Schweizer Rocker.
Die Band besteht aus Roland Pierrehumbert (Gesang), Fred Gudit (Gitarre), Boris (Gitarre), Michel Demire (Bass) und Lionel Blanc (Schlagzeug).
Bevor man Sideburns Website betritt, verspricht einem das Logo "Pure Rock Inside". Das kann ich defintiv unterstreichen. In welche Richtung dieser pure Rock geht, erkennt man beim Titel von Track 9. Er heißt " Ghost of 1980 (to Bon Scott) " und man kann ihn durchaus als Tribut an die verstorbene Gesangsgröße sehen. Entsprechend sieht die Marschrichtung von Sideburn aus: Boogie Hard Rock, wie ihn beispielsweise AC/DC, Rose Tattoo oder auch die Frischlinge Airbourne verkörpern.
Der Boogie Rock zeichnet sich meist durch ein recht simples Konstrukt aus: es wird wert auf einen ordentlichen Groove und einfache, aber knackige Riffs gelegt. All das findet man in den Kompositionen auf CHERRY RED. Aber Sideburn klingen nicht wie der x-te AC/DC-Aufwasch, sondern sie bringen durch die eingängigen Hooklines und die melodischen Refrains auch ihre eigene Note ein.
Die Boogie-lastigen Hardrocker bestimmen natürlich das Album. Neben dem bereits oben angesprochenen Tribut an Bon Scott, zeichnen sich auch "Hurricane Race" oder "Cherry red" durch die typischen Elemente aus.
Aber wer denkt, dass auf CHERRY RED keine Abwechslung vorliegt, täuscht sich. Denn auch beim Boogie Rock kann man variieren. Bei "Six Feet under" wird er beispielsweise mit toughem Heavy Rock kombiniert, während "Bring the Hammer down" einen melancholisch-emotionalen Aufbau hat, aber mit einem knackigen, energetischen "Hammer"-Refrain zum Mitgröhlen verpflichtet.
Ein Rock'n'Roll-Feeling mit leichter Punk-Attitude bringen "Gimme the Way" und "Wild Boy" mit sich. Besonders Letzteres hat die Bezeichnung High-Speed-Rock'n'Roll verdient.
Wer es etwas gemächlicher mag, wird vom Stoner-artigen "Down and dirty" begeistert sein, das mit kräftigem Groove, dominanter Bassline und einpräsamen Mainriff glänzt. Auch "Rock and Roll Queen" ist verhaltener und mutet wie eine Heirat zwischen emotionalem Guns'N'Roses-Sound und melodischen Krokus-Leads an. Aber egal, welcher Art die Songs letztendlich sind, eins haben sie alle gemein: sie wurden mit richtig starken Höhenpunkten veredelt, die man sofort mitsingen möchte.
Und beim Schlussstück, dem fetten Boogie Groover "Stand your Ground" wird eine ordentliche Portion Southern-Feeling eingewebt, so dass ich am Liebsten mit einem Glas Southern Comfort in der Pranke die Scheibe ausklingen lassen möchte. Wie heißt es in der Werbung so schön: The Grand Old Drink Of The South. Das würde passen!
Fazit: CHERRY RED bringt dem Hörer frische und knackige Rockmusik. Sideburn bekommen für die Mucke sicherlich keinen Innovationspreis, aber sie geben sich abwechslungsreich und beweisen das gesamte Album durch ein kluges Songwriting. Kompositorische Ausfälle kann ich nicht entdecken.
Da die technische Seite und der Gesang ebenfalls absolut in Ordnung sind, brauchen sich Sideburn eigentlich selbst vor den mächtigen AC/DC nicht zu verstecken. Ich hoffe, dass die Schweizer mit CHERRY RED einen größeren Bekanntheitsgrad erlangen.
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Tipp:
| | Klare Empfehlung für alle, die auf Rockmusik im Stile AC/DCs stehen. |
Titel-Liste:
| | - Gimme the Way
- Hurricane Race
- Six Feet under
- Cherry red
- Lane
- Rock and Roll Queen
- Down and Dirty
- Bring the Hammer down
- Ghost of 1980 (to Bon Scott)
- Lipstick Lady
- Wild Boy
- Stand your Ground
- - - Video Clip - - - - Gimme the Way
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.sideburn.ch  |
Empfehlen:
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