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Review: Signum Regis |
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Album:
| | SIGNUM REGIS, 2008, Locomotive |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | S.M., 13.08.2008 |
Review:
| | Signum Regis wurden 2007 von Ronnie König, dem Bassisten und Songwriter der slovakischen Heavy Metal-Band Vindex gegründet. Wer des lateinischen etwas mächtig ist, weiß, dass der Bandname "Zeichen des Königs" bedeutet und wohl als lustige Anspielung auf Ronnies Nachnamen zu deuten ist.
Ronnie gründete Signum Regis in erster Linie unter dem Gedanken, einige seiner Kompositionen, die nicht zum Stil von Vindex passen, in die musikalische Tat umzusetzen. Signum Regis soll Melodic Metal mit neoklassischen Elementen und "shreddenden" Gitarren vereinen.
In seinem neuen Projekt wird Ronnie von weiteren Vindex-Mitgliedern unterstützt, wie dem Keyboarder Jan Tupı, den beiden Gitarristen Ado Kaláber und Filip Koluš, sowie Ludek Struhar, dem Sänger von Vindex, der bei Signum Regis aber das Schlagzeug übernimmt. Das Line-Up vervollständigt der schwedische Sänger Göran Edman, der vor allen Dingen durch seine Zeit bei Yngwie Malmsteen bekannt ist.
Das Debüt dieses Sextetts heißt wie die Band: SIGNUM REGIS!
Mit einer schönen symphonischen Einleitung trifft "Field of Stars" bei mir gleich den richtigen Nerv. Danach ist der Song relativ verhalten und nimmt erst langsam an Energie zu. Letztendlich mündet die Hookline in einen Refrain, der gerne etwas kräftiger und intensiver hätte ausfallen können.
"All over the World" ist von Anfang an wesentlich energetischer und stilistisch im Melodic Power Metal angesiedelt. Die Hook ist sehr eingängig und melodiös und der Refrain thront durch seine emotionale Ausdruckskraft über dem Track. Sehr gelungen finde ich auch die wiederkehrenden kurzen Zwischenspiele mit einprägsamen Gitarren-Licks.
"Neverland" setzt an Eingängigkeit noch eins drauf und der starke Höhepunkt brennt sich direkt in die Gehörgänge. Es fällt auf, dass die Slovaken ein feines Händchen für starke Melodien haben. Instrumental sind besonders die klassischen Gitarren- und Keyboardintermezzi gelungen.
Sehr verträumt und romantisch mit Piano und dezenter Streicherbeleitung beginnt "For ever and a Day". Doch so nach und nach entwickelt sich dieses Stück zu einer ziemlich intensiven Powerballade mit unheimlich emotionalem Höhepunkt. Auch diese Komposition zeugt vom ausgezeichneten Songwriting von Signum Regis, denn alles ist sehr stimmig und perfekt arrangiert.
Mit "Bright Days of Glory" folgt ein astreiner Melodic Metaler, der sowohl ein wenig episch wie durch die Gesangspassagen ebenfalls recht hymnisch anmutet. Auch hier bin ich vom Songwriting wieder begeistert, denn jeder Part, jedes Arrangement, jedes Element passt hervorragend zusammen und als Gesamtes ist der Song das bisherige Highlight des Albums. Dem passt sich der längere Instrumentalteil an, der ebenso virtuos wie bezaubernd ist.
"The Rain" ist etwas progressiver strukturiert. Hier wechseln sich regelmäßig druckvollere mit melodisch-ruhigeren Abschnitten ab. Aber der Song wirkt dennoch nicht frickelig, sondern man kann mühelos dem roten Faden folgen, was erneut für das Songwriting spricht. Recht anmutig finde ich die kurzen barock-klassischen Einspielungen.
Eine weitere Powerballade ist "Passionate Love", aber abgesehen von den melodischen Gitarrenleads reicht sie nicht an "Forever and a Day" heran.
Dafür haben die Jungs mit "Mountain Haze" ein Hammerinstrumental am Start, dass nicht nur das virtuose Können der beiden Gitarristen aufzeigt, sondern auch Ronnies Sinn für Vermischung klassischer Elemente mit dynamischem E-Gitarrenspiel.
Auch "Follow the Light" bringt im Intro wieder diesen neoklassischen Barock-Touch mit sich, bevor sich der Track im Melodic-Metal-Stil entwickelt und mit eingängigem Refrain punktet. Zum Refrainausklang darf das Schlagzeug ein kurzes "Rhythmusgewitter" loslassen, bevor sich der Aufbau samt klassischer Einleitung wiederholt.
"The Ten Thousand" erinnert mich ein wenig an eine Mixtur aus Helloween-Up-Tempo-Nummer und epischen True Metal zu besten Manowar-Zeiten. Entsprechend mitreißend ist der Song und den Höhepunkt möchte man sofort Mitgröhlen. Und im instrumentalen Abschnitt fröhnt man noch Yngwie Malmsteens klassisch-virtuosem Erbe. Entschuldigt Leute, wenn ich mich ständig wiederhole, aber das ist Songwriting auf höchstem Niveau.
Zum Abschluss kommt mit "Sirens Roar" nochmal ein Melodic-Power-Metal-Track mit zielgerichtetem Aufbau und energetischem Refrain. Den Höhepunkt dieses Songs finde ich aber das lange, gleichermaßen besinnliche wie neoklassische Solo.
Fazit: Ich bin richtig baff. Was uns Signum Regis auf ihrem "Debut" präsentieren ist Melodic Metal vom allerfeinsten. Ob starke Melodien, eingängige Aufbauten, mitreißende Refrains oder göttliche Soli - es ist einfach alles vorhanden und das fast ohne Pause.
Ich habe selten ein derart ausgefeiltes und perfekt aufeinander abgestimmtes Songwriting gesehen. Und die musikalische Umsetzung des Quintetts lässt keine Wünsche offen. Hier gilt es besonders das Gitarrenspiel hervorzuheben, das den Hörer im wahrsten Sinn des Wortes verzaubert.
SIGNUM REGIS scheitert ganz knapp an der Höchstnote, aber so haben Ronnie König und seine Mitstreiter wenigstens die Gelegenheit, das nächste mal noch eins draufzupacken. |
Anspieltipps:
| | Trotz der vielen High-Class-Tracks kann ich "Neverland", "Bright Days of Glory", das instrumentale "Mountain Haze" und "The Ten Thousand" besonders empfehlen. |
Tipp:
| | Ein Melodic Metal-Fan, der hier nicht zugreift, ist gerade selbst Schuld. Er verpasst ein Genre-Highlight des Jahres. |
Titel-Liste:
| | - Fields of Stars
- All over the World
- Neverland
- For ever and a Day
- Bright Days of Glory
- The Rain
- Passionate Love
- Mountain Haze
- Follow the Light
- The Ten Thousand
- Sirens Roar
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.signum-regis.com  |
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