 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Silent Rage |
 |
| |
Album:
| | FOUR LETTER WORD, 2008, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | S.M., 24.06.2008 |
Review:
| | Silent Rage existieren eigentlich schon seit 1985. Doch viel Erfolg war ihnen damals nicht beschieden, denn, obwohl sie Ende der Achtziger Gene Simmons als Produzenten hatten, verschwanden sie in der Versenkung.
Vor sechs Jahren wagten die Amis einen Comeback-Versuch, von dem aber kaum jemand Notiz nahm. Nun wollen es Silent Rage nochmal wissen und veröffentlichen bei Frontiers Records ihr neuestes Werk FOUR LETTER WORD.
Zum Line-Up gehören Jesse Damon (Gesang, Gitarre), Mark Hawkins (Gitarre), E.J. Curse (Bass) und Rodney Pino (Drums). Produziert wurde das Album von Gilby Clarke. Auch einige Gastmusiker wirkten mit, wie der ehemalige Kiss-Saitenflitzer Bruce Kulick, Ratts Drummer Bobby Blotzer und auch Produzent Gilby Clarke selbst an Gitarre und Keyboard.
Der Opener "You could be the one" weckt Erinnerungen an 80ies-Hardrock und klingt ein wenig wie eine Mixtur aus Kiss und Dokken. Auf jeden Fall recht amerikanisch.
Das Mainriff des Titeltrack "Four Letter Word" könnte aus der Feder von AC/DC stammen, doch der Refrain ist ganz eindeutig dem AOR angelehnt: sehr catchy, mitreißend und mehrstimmig. Geht auch so schnell nicht wieder aus dem Ohr.
"Man or Machine" ist wesentlich tougher, sowohl von der instrumentellen, wie auch von der gesanglichen Seite. Teilweise sind die Vocals rauher und aggressiver und werden außerdem verzerrt. Passend dazu ist das Gitarrenspiel schriller.
Wie auch schon beim Opener, überkommen mich bei "Feel my Love" Assoziationen zu Kiss. Einerseits ist der Song ähnlich aufgebaut - besonders vom Rhythmus -, doch noch deutlicher wird der Vergleich beim gesanglichen Höhepunkt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Herren Stanley und Simmons dies performen. Und diese Tatsache bedeutet sicherlich keine Abwertung des Songs.
Bei der teilakustischen Ballade "Close your Eyes" braucht man keine Vergleiche zu musikalischen Größen zu suchen. Sie ist einfach sehr gut gelungen, drückt Emotionen aus und hat eine schöne Melodie.
"Sinister Man" ist ein typischer Boogie Rocker, den Jesse Damon mit einem leicht rauhen Timbre in den Stimmbändern sehr ausdrucksstark rüberbringt. Die weibliche Gesangsunterstützung beim Refrain und pre-Refrain passt ebenfalls gut.
Mit einem Saxophon-Intro beginnt "Hard Habit to break" sehr ungewöhnlich, aber nicht unreizvoll. Auch beim Refrain hat das Instrument als Begleitung weitere Auftritte, was dem Melodic-Hardrock-Track eine leicht jazzige Note verpasst.
"Nobody knows (Ballad of Andy & Glory)" startet balladesk, entwickelt sich dann aber zu einem bluesigen Hardrocker mit sehr intensivem und starken Höhepunkt.
Mehr in die Richtung eines rotzigen Achtziger-Sleaze-Rock tendiert "Bona Fide" und erinnert mich an frühere Sachen von Raven oder Ratt.
Bei "I'm not lonely" wird es wieder etwas melodischer und souliger und besonders das Lead-Solo kann hier glänzen.
Der Rausschmeißer "Trouble" rockt und grooved dann nochmal ordentlich und beendet das Album auf die härtere Weise.
Fazit: FOUR LETTER WORD ist ein abwechslungsreiches Album geworden, welches Freunde des Melodic Rock und des Hard Rock gleichermaßen anspricht. Das Verhältnis zwischen nostalgischer Note und modernerer Rockmusik ist gut ausgewogen. Es gibt keinen kompositorischen Ausfall, allerdings nun auch keine Songs mit außergewöhnlichem Hitpotential. Alles in allem würde ich FOUR LETTER WORD im oberen Mittelfeld des Genres einordnen.
Die Musiker machen ihre Sache gut. Es gibt instrumental nichts zu bemängeln und Jesse Damon singt sehr variabel. Man merkt den Jungs ihre Erfahrung durchaus an. Ich würde Silent Rage jedenfalls empfehlen, am Ball zu bleiben und weitere Alben zu produzieren. Vielleicht stellt sich der Erfolg schließlich doch noch ein. Lieber spät als nie. |
Anspieltipps:
| | Der stimmungsvolle Titeltrack "Four Letter Word", das Kiss-verdächtige "Feel my Love" und "Nobody knows (Ballad of Andy & Glory)" mit dem absoluten Hammer-Refrain des Albums. |
Tipp:
| | Wie schon erwähnt spricht FOUR LETTER WORD sowohl die Melodic Rocker, wie auch die Hard Rocker an. Ich rate den Freunden beider Spielarten zu einer Hörprobe. Auf der Website des Labels oder der Homepage der Band kann man in einige Stücke reinschnuppern. |
Titel-Liste:
| | - You could be the one
- Four Letter Word
- Man or Machine
- Feel my Love
- Close your Eyes
- Sinister Man
- Hard Habit to break
- Nobody knows (The Ballad of Andy & Glory)
- Bona Fide
- I'm not lonely
- Trouble
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.silentrageonline.com  |
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
|