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Review: Silver Dirt |
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Album:
| | NEVER GIVE UP, 2009, Gofannon Records |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 16.09.2009 |
Review:
| | Nach ihrem letzten Album SONIC BOOM aus dem Jahre 2006 ist es etwas ruhig um die Schweizer Sleaze Rocker aus Genf geworden. Es gab wohl dazwischen eine DVD, die Silver Dirt damit auch visuell näher an die Fans gebracht hatte, aber nicht mehr. Umso gespannter bin ich natürlich, ob es die Band wohl geschafft hat, bei NEVER GIVE UP etwas weniger genrebehaftet und dafür mit mehr Schmackes bei Songwriting ihren eigenen Weg zu finden.
Denn bisher war die Bilanz etwas ernüchternd, haben sich Silver Dirt doch auch auf ihrer DVD redlich bemüht, jedes Sleaze Rocker Klischee zu bedienen und sich auf der Bühne als waschechte Glam Rock Poser zu verkaufen, beginnend vom Schal am Mikroständer bis hin zu entsprechenden Gesten mit den Fäusten.
Bereits der Opener "Somebody help me" spricht eine deutliche Sprache und der erste angenehme Eindruck zeigt, Silver Dirt sind erwachsen geworden. Mit flottem Drive geht es schon mal richtig zur Sache. Keine überflüssigen Schnörkel, sondern flüssige Riffs und hoher Melodie-Faktor im choral unterstützen Refrain sorgen sofort für Hochstimmung vor den Boxen. Die fette Produktion tut ihr Übriges, die Hooklines in die Gehörgänge zu stanzen. Klar, ein sleazy Gitarren-Solo muss dann schon sein, aber das hat man auch erwartet.
Auch wenn der Titel "(I need some) Action" vielleicht ein gewisses Tempo impliziert, so kann der Song vor allem mit gehörigem Basisdruck und schmissigem Rock'n'Roll-Groove punkten. Dass der Refrain dabei zum Mitgrölen einlädt erhöht natürlich den Spaßfaktor am Zuhören.
Gitarren von Akustik bis "E" beherrschen den Beginn von "Come along", das sich ebenso wie der Vorgänger mit jeder Menge Groove Gehör verschafft und Mitnicken zum Pflichtprogramm macht.
So richtig von der Leine lassen Silver Dirt dann ihren Sleazy-Rocker "Leave it alone", der von Anfang bis Ende fetzt, was das Zeug hält und mir seinem Chorunterstützten Gesang für jede Menge Schweißflecken unter den Achseln sorgen sollte. Dass man sich dabei auch bei den Großmeistern AC/DC ein paar Inspirationen, vor allem beim Gitarren-Solo geholt hat, ist durchaus als legitim.
Bisher kann ich nur sagen, dass Silver Dirt kaum noch wieder zu erkennen sind und man kaum von Entwicklungs- sondern eher von Quantensprung sprechen kann. Plötzlich passen die Breaks, groovt es, wo nötig und Melodik, besonders in den Refrains ist kein Fremdwort mehr. Dies ändert sich auch nicht bei dem Countrystyle angehauchten "Little D" mit seinem dominanten Beat, dem ruhigen rhythmusbetonten Rocker "Barfly", dem klassisch davon rockenden leicht punkigen "Alright" oder dem tierisch treibenden "Forever Shine" mit seiner dominanten mit fetter Base-Drum unterstützten Basslinie.
"Way outta Line" verlässt dann endgültig das Sleaze Fahrwasser und schwimmt mit kraftvollen Zügen im punkig angehauchten Up-Tempo-Rockbereich. Lediglich das Gitarren-Solo kann seine Sleaze-Wurzeln kaum verleugnen.
Zum krönenden Abschluss frönt man mit "So many Times" nochmals den Australiern von AC/DC ohne jedoch wirklich zu kopieren. Der Mid-Tempo-Stampfer mit leichtem Boogie-Flair steht den Schweizern jedenfalls genauso gut, wie der Sleaze - und wer weiß, was die Zukunft bringt.
Fazit: Trotz überzeugendem Debüt SONIC BOOM war ich nach der DVD etwas skeptisch, ob ich zukünftig von Silver Dirt noch solides Material hören würde, aber NEVER GIVE UP ist nicht nur Titel, sondern auch Motto und hat mich restlos überzeugt. Keine wirkliche Innovation, sondern solide traditionelle Schweizer Wertarbeit setzt sich letztendlich durch - und das sollte jeden Fan erfreuen - außer vielleicht die nicht ganz so üppige Spieldauer von knapp 39 Minuten. Wer übrigens Interesse an den Lyrics hat, kann diese auf der Homepage der Band nachlesen. |
Anspieltipps:
| | Der Opener "Somebody help me", "Come along", "Leave it alone" und der Schlussakt "So many Times". |
Titel-Liste:
| | - Somebody help me
- (I need some) Action
- Come along
- Leave it alone
- Little D
- Barfly
- Alright
- Forever Shine
- Way outta Line
- So many Times
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.silverdirt.com  |
Empfehlen:
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