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Review: Silverlane |
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Album:
| | ABOVE THE OTHERS, 2010, Drakkar |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | S.M., 05.01.2011 |
Review:
| | Silverlane, die Power-Metal-Band, bei der auch Subway To Sally-Drummer Simon Michael involviert ist, konnten innerhalb recht kurzer Zeit tolle Erfolge vorweisen. Trotzdem ist es überraschend, dass sie nur etwa anderthalb Jahre nach dem Zweitwerk MY INNER DEMON das dritte Album ABOVE THE OTHERS am Start haben. Es ist ja nicht so, dass alle Musiker die großartige Zeit zum Songs schreiben hätten (Berufe, Auftritte, Privatleben) - besonders Simon nicht mit seiner Band-"Doppelbelastung". Doch lassen wir uns mal überraschen, ob der neue Output an den starken Vorgänger anknüpfen kann.
13 Stücke enthält das Album mit einer Spielzeit von über einer Stunde. Es sieht also beileibe nicht nach einem Schnellschuss aus. Und wie sich herausstellt, ist es das auch wirklich nicht.
Silverlane können die Klasse von MY INNER DEMON auf ABOVE THE OTHERS tatsächlich halten, wenn nicht sogar leicht übertreffen. Teilweise habe ich den Eindruck, dass das Material auf ABOVE THE OTHERS noch einen Ticken druckvoller ist und trotzdem richtig toll mit den symphonischen Arrangements, die öfter einen leicht exotisch-orientalischen Einschlag haben, verknüpft wird.
Die technische Leistung ist ohne Fehler. Rhythmustruppe, Gitarren und Keyboard ergänzen sich prima, so dass eine fast perfekte Ballance aus Power und Eingängigkeit entsteht. Und Ecki Singer (haha, was für ein Name für einen Sänger!) hat sich meines Erachtens nochmal gesteigert. Er überzeugt mit einer mordsmäßigen Ausdruckskraft und singt auch sehr variabel. Er meistert dabei hohe wie tiefe Lagen und hat ein gutes Feeling für den jeweiligen Song.
Das Songwriting ist durchweg hochklassig. Ertappe ich mich beim eröffenden Titeltrack "Above the Others" noch bei dem Gedanken, ob das wohl schon das Album-Highlight ist, muss ich im weiteren Verlauf feststellen, dass der klasse Song eher bezeichnend für die Kompositionen des gesamten Werkes ist.
Die Stücke gehen richtig gut ins Ohr, und es ist fast müßig, so etwas wie Anspieltipps herauszufiltern, denn Ausfälle haben sich nicht eingeschlichen. Dabei gehen Silverlane trotzdem einigermaßen Abwechslungsreich vor. Bei dem einen Song steht mehr die Dynamik im Mittelpunkt, bei dem anderen die melodische Seite oder auch die symphonischen Elemente. Eine ganz dezente progressive Seite zeichnet das Songwriting ebenfalls aus.
Neben dem erwähnten Titeltrack sind meine persönlichen Favoriten "1789", "Fallen Angels", "The dark Side in you", "Ready to rock", der gesamte "The White Lady"-Opus, der besonders die progressiven, vielschichtigen Songwriting-Fähigkeiten der Band in den Vordergrund stellt, und "In the End".
Doch im Endeffekt finden sich hier überhaupt nur gute Songs, und selbst die emotionalen Klänge gefallen mir, obwohl ich sonst nicht der Balladenfan bin.
Fazit: Ist noch eine Steigerung möglich? Ich bin nicht sicher, will Silverlane aber die Möglichkeit geben, das nächste Mal doch noch zuzulegen und verwehre nur deshalb die Höchstnote. So muss sich ABOVE THE OTHERS mit "lediglich" 6,5 Punkten zufrieden geben. Aber ich kann auf jeden Fall verkünden, dass wir es hier mit einem der Power-Metal-Highlights des Jahres 2010 zu tun haben.
Silverlane klingen auf ABOVE THE OTHERS auch selbständiger, was man ihnen ebenfalls anrechnen muss. Sie haben ihren eigenen Stil nun gefunden. Der liegt zwar in den opulenten Passagen manchmal immer noch in der Nähe von Stratovarius, dennoch muss man den Bambergern zugestehen, inzwischen auch eigene Trademarks entwickelt zu haben.
Kurzum: ABOVE THE OTHERS ist ein richtiger Knaller, den sich kein Genre-Anhänger entgehen lässt. |
Titel-Liste:
| | - Above the Others
- 1789
- Last Day on Earth
- Fallen Angels
- The Game
- The dark Side in you
- Ready to rock
- The White Lady Part 1 - A Ghost appears
- The White Lady Part 2 - Golden Needle
- The White Lady Part 3 - Between the Trees
- The White Lady Part 4 - Days of Sorrow
- Anything
- In the End
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Laufzeit:
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