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Review: Sinner |
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Album:
| | ONE BULLET LEFT, 2011, AFM |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 21.02.2012 |
Review:
| | Mat Sinner ist für mich schon ein Phänomen. Wo nimmt er nur die Zeit und Energie her, gleich zwei erfolgreiche Projekte am Laufen zu halten? Von solchen Sidekicks wie Goddess Shiva, Gastmusiker-Beiträgen oder Produzenten-Jobs will ich gar nicht erst anfangen. Fakt ist: Sinner konnten sich schon in den 80ern etablieren, und Mats "Zweitband" Primal Fear, gegründet 1997, steht der alteingesessenen Truppe in Bekanntheit inzwischen nicht mehr nach – eher vielleicht sogar das Gegenteil. In diesem Review geht es allerdings nicht um Primal Fear, sondern eben um die wirklich alte Old-School-Truppe Sinner. ONE BULLET LEFT ist – wenn ich das richtig recherchiert habe – das 16. (!!!) Full-Length-Studio-Album der Band, die sich selbst in schweren Phasen des Genres keine Auszeit nahm. Nun denn, schauen wir mal, wie sich die alten Hasen heute schlagen.
ONE BULLET LEFT bringt wieder alles mit sich, was wir von Sinner kennen und mögen. Ein ziemlich breit aufgestelltes Songwriting zieht sich von straighten Fetzern "The one you left behind"), über Tracks mit coolem Thin-Lizzy-Gitarrenflair ("Back on Trail"), melodische Riffmonster ("Give & take"), druckvolle Banger ("10 2 Death)"), mitreißende Powerballaden ("Haunted"), eingängige Ohrwürmer ("Atomic Playboys" oder "Suicide Mission") bis hin zu fetten Stampfern nach bester Accept-Manier ("Mind over Matter", und hält dabei zudem eine konstant gutes Kompositionsniveau aufrecht.
Ungeachtet der Vielseitigkeit der Tracks beweisen Sinner auf ONE BULLET LEFT ein Händchen fürs Songwriting, wie ich es vielleicht auf noch keinem der vielen Werke der Baden-Württemberger gehört habe. Lediglich "Wake me when I'm sober", ein weiterer Track mit emotionalem Einschlag, wirkt für mich ein bisschen zu akzentlos.
Dass Sinner aber die ruhigeren Töne durchaus auch liegen, beweisen sie neben "Haunted" auch noch mit dem Titeltrack "One Bullet left": dies ist ein schöner Groover, hat aber auch eine gefühlvolle Note. Es ist ein sehr gekonnter Spagat zwischen Heaviness und Emotionalität, die Mat Sinner & Co. bei dem Song vollführen.
Ein weiteres Phänomen ist in meinen Augen, wie man es nach über 30 Jahren Sinner schafft, sich qualitativ immer nochmal zu steigern. Die Musiker lassen in dieses Album so viele Ideen einfließen, dass es von Anfang bis Ende kontinuierlich Spaß macht. Und auch die handwerkliche Leistung ist ohne Tadel, wobei mir auffällt, dass Mat Sinner heute gesanglich mehr überzeugt, als zu Anfangstagen der Band. Er hat an seiner Stimme über all die Jahre wohl ebenfalls intensiv gearbeitet.
Käufer der Limited Edition erhalten erwartungsgemäß wieder zwei Tracks mehr für ihr Geld. Das hymnische "Still unbroken" fällt dabei nochmal äußerst positiv ins Gewicht. "My final Day"ist noch ein weiterer emotionaler Song mit weiblichem Gastsänger-Beitrag und erinnert mich stark an ein bekanntes Stück der 4 Non Blondes – muss ich nicht haben.
Fazit: ONE BULLET LEFT ist ein richtig starkes Album und es zeigt auch auf, dass Sinner nach 30 Jahren Bandgeschichte noch immer gute Songwriting-Ideen auf Lager haben.
Die Gitarrenarbeit kommt mir diesmal etwas präsenter vor, was natürlich daran liegen kann, dass inzwischen drei Klampfen-Schwinger bei Sinner aktiv sind und alle ihren Teil beitragen wollen. Aber es wirkt sich in keiner Weise negativ aus. Im Gegenteil: etwas mehr Pep schadet nicht. Die starken Songs beweisen es.
So kann ich ONE BULLET LEFT allen empfehlen, die auf abwechslungsreichen, gut gemachten Hard Rock mit einer stilistischen Nähe zum Heavy Metal abfahren. |
Titel-Liste:
| | - The one you left behind
- Back on Trail
- Give & take
- One Bullet left
- 10 2 Death
- Haunted
- Atomic Playboys
- Suicide Mission
- Wake me when I'm sober
- Mind over Matter
- Mend to be broken
- Rolling away
- - - Ltd. Edition-Bonus-Tracks - - - - Still unbroken
- My final Day
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.matsinner.de  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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