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Review: Skady
 
MYSTERIUM

Album:
 MYSTERIUM, 2011, Asatru Klangwerke

Stil:
 Pagan Black Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 S.M., 28.12.2011

Review:
 Skady aus Mecklenburg-Vorpommern gründeten sich 2006 und sind seitdem auch mit Veröffentlichungen schon recht aktiv. Nach einer Demo aus dem Jahre 2008 und dem Debüt-Album EYN RAUNEN IM TANNICHT von 2009 lassen sie nun den zweiten Longplayer MYSTERIUM auf die Gemeinde der Düstermetaller los.

Den Stil von Skady kann man unter Pagan Black Metal kategorisieren. Dabei werden die schwarz-metallischen Wurzeln hochgehalten. In feuchtfröhliche Feierbereiche verirren sich die Jungs aus dem äußersten Nordosten Deutschlands nie. Vielmehr ist die Marschroute ziemlich dynamisch. Dennoch prügeln Skady nicht wild darauf los, sondern setzen viel auf Atmosphäre, die vor allen Dingen durch die variantenreichen Leads ins Spiel gebracht werden.
Überhaupt macht dieses vielseitige Gitarrenspiel einen Großteil des Reizes auf MYSTERIUM aus. Die Leads und Riffs sorgen dafür, dass das Werk seiner Titulierung auch gerecht wird. Die Atmosphäre wirkt oft unheilvoll und düster – eben mystisch.
Das soll aber nicht die Leistung der übrigen Bandmitglieder schmälern. Drums und Bass sorgen für ein mächtiges Rhythmus-Fundament, und Sänger Andras zeigt sich im Bereich der harschen Vocals äußerst variabel und ausdrucksstark.
Das Songwriting ist insgesamt recht solide und offenbart keine Ausschläge nach unten. Da die Kompositionen stark auf die Erzeugung der Atmosphäre zugeschnitten sind, kann man allerdings auch recht schwer spezifische Anspieltipps nennen. Viel mehr wird gleichbleibendes qualitatives Niveau gehalten, bei dem nur minimale Aspekte über bestimmte Favoriten entscheiden.
Bei mir punkten "Vom Platz, der stets im Nebel schwimmt", "The rusty Blade of old cold Steel", "Winterfluch" und "Arrival of endless Solitude" am besten, doch gibt es auch an den übrigen Stücken im Grunde nichts zu mäkeln.
Man mag sich vielleicht fragen, warum das Werk nicht noch besser abschneidet, wenn es doch nichts auszusetzen gibt. Doch irgendwie fehlt mir einfach noch der besondere Kick, möglicherweise ein paar mehr Ausbrüche aus den atmosphärisch-brachialen Standards, die mir auf MYSTERIUM fortwährend begegnen.

Fazit: MYSTERIUM ist insgesamt schon ein gutes Album des Pagan Black Metal. Skady verbinden hier druckvolle Vormärsche mit mystischer, dichter Stimmung. Freunde derartiger Vermengungen von Black-Metal-Dynamik und atmosphärischer Heidenklänge sollten MYSTERIUM antesten.

Titel-Liste:
 
  1. Vom Platz, der stets im Nebel schwimmt
  2. Irrlichter - Flammen im Moor
  3. Ravnejuvet
  4. The rusty Blade of old cold Steel
  5. Winterfluch
  6. Im Erwachen des Mondes
  7. Verdammter Seelen letztes Grab
  8. Arrival of endless Solitude

Laufzeit:
 48:39 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/skadymetal 

  • Probehören und Kaufen:
    Skady: MYSTERIUM

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