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Review: Skill in Veins |
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Album:
| | SKILL IN VEINS, 2010, Avenue of Allies |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 29.04.2010 |
Review:
| | Talente gilt es zu fördern, das dachte sich auch Produzent Alessandro Del Vecchio, als er 2009 die Songs des Newcomers Andrea Lanza zum ersten Mal hörte und professionell aufnehmen sollte. Genügend erfahren durch die Arbeit u.a. mit Rock-Größen wie Glenn Hughes und Ian Paice und der Mitgliedschaft bei Eden's Curse, Edge of Forever und vielen anderen, war Del Vecchio sofort klar, dass hier großes musikalisches Potenzial lauert, das es zu formen und fördern gilt.
Die erste Hürde bestand nun darin, dem talentierten Gitarristen eine schlagkräftige Truppe an die Seite zu stellen. Beim Posten am Mikro kam man auf den jungen Italiener Gabriele Gozzi, die mit Killer Klown und Markonee bereits Erfahrungen besaß und das richtige Organ für die musikalische Ausrichtung besitzt.
In der Rhythmusfraktion war der Bass mit Nik Mazzucconi schnell besetzt, denn schließlich kannte Del Vecchio ihn aus der gemeinsamen Tätigkeit bei Edge of Forever.
An die Drums holte man sich mit Francesco Jovino einen ganz besonderen Mann, der schon seit Jahren für U.D.O. die Stöcken schwang. Somit war die italienische Truppe komplett und bereits für die Aufnahmen des selbstbetitelten Albums SKILL IN VEINS, das ganz in der Tradition von Größen wie Dokken und Skid Row auf ursprünglichen und energiegeladenen Hard Rock mit leicht US-amerikanischer Schlagseite setzt.
Mit hohem Tempo sorgt der Opener "Can't ride my Soul" schon von Anfang an für die richtige Stimmung. Griffige Riffs, klare Gitarren, ein ausdrucksstarker Sänger und ein Refrain der sofort im Ohr bleibt. Da fehlt dann nur noch ein überzeugendes Gitarren-Solo und die Sache ist perfekt. Klar, dass sich Andrea nicht lange bitten lässt.
Etwas weniger Taktrate aber dafür mehr groovigen Blues hat "Skulls on the Way" an Bord. Fette Chöre, ein Sänger, der auch die hohen Oktaven noch zielsicher trifft und eingängige Hooklines sorgen auch hier für die nötige Dauerhaltbarkeit.
Es muss aber nicht immer druckvoller Hard Rock sein. Mit "I'm living my Life" beweisen Skill in Veins eindrucksvoll wie man eine schmachtende Ballade hinzaubert ohne gleich in Pathos zu ersticken. Hier habe ich von Bon Jovi oder Bonfire (um beim "Bon" zu bleiben) schon deutlich schwächere Songs gehört.
Wem bisher die kompromisslose Härte etwas zu Gunsten von Melodik gefehlt hat, der darf sich auf "Sick Mind" freuen, denn hier gibt es ein Hard Rock-Brett ohne Schmusefaktor. Einfach auf die Zwölf, ohne lange zu fragen. Zum Verschnaufen ein leicht psychedelisches Intermezzo, als Tribut an Led Zeppelin und Co. veredelt mit Andreas Gitarren-Solo hebt den Song angenehm aus dem Einheitsbrei von Fließband Hard Rock-Kompositionen.
Nicht für jeden Hard Rock-Fan erträglich, das folgende funkige "You're doing it again", das jedoch über weite Strecken mit melodisch balladeskem Flair glänzt.
Wer jetzt denkt, die bisher gebotene musikalische Bandbreite sei bereits ausgereizt, der wird mit "Just one Drink" eines besseren belehrt. Hier regiert zäher Blues gepaart mit whiskey-schwangerer Southern-Schlagseite, inklusive Mundharmonika versteht sich.
Sparen hätte man sich meinem Geschmack nach das Las Vegas-Show-taugliche "Don't need you to cry" für alle Herzinfarkt-Gefährdeten Möchtegern Rocker. Auch wenn es sich im Verlauf etwas steigern kann und an Härte dazu gewinnt, hinterlässt der Start ein zumindest kurzweiliges Trauma, sodass ich die geniale Gitarrenarbeit gar nicht richtig zu würdigen weiß.
Glücklicherweise folgen mit "The Way out" und "We don't cry" wieder zwei knackige Hard Rocker bevor es mit "We don't believe in Fabies" in eine beeindruckende und abwechslungsreiche Schlussrunde geht. Überwiegend doomhaft, melancholisch und depressiv zeigt es eine weitere Facette des italienischen Ausnahmetalents Andrea Lanza und beschließt ein beeindruckendes Debüt, bei dem ich nur meinen Hut ziehen kann.
Fazit: Da kann man dem Produzenten Del Vecchio wirklich ein glückliches Händchen bescheinigen, das Talent des jungen Andrea Lanza erkannt und gefördert zu haben. Selten hat mich in diesem Bereich ein Debüt so überzeugt, wie das von Skill in Veins. Immer mit der richtigen Mischung von rockiger Härte und bluesiger Leichtigkeit bei der Sache, ist es einfach nur eine Freude den elf Songs zuzuhören. Wenn jetzt auch noch ein stabiles Line-Up für Live-Aktivitäten und weitere Alben gefunden werden kann, dann bekommt der klassische Hard Rock eine prima Frischzellenkur verpasst. |
Tipp:
| | Skid Row- und Dokken-Fans aufgepasst, auch wenn man es nicht vermuten würde, so gibt es nun US-geprägten Hard Rock-Nachschub aus dem Land der Pizza und Pasta - wohl bekomms. |
Titel-Liste:
| | - Can't ride my Soul
- Skulls on the Way
- Youth Times
- I'm living my Life
- Sick Mind
- You're doing it again
- Just one Drink
- Don't need you to cry
- The Way out
- We don't cry
- We don't believe in Fabies
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.skillinveins.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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