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Review: Skyclad |
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Album:
| | IN THE... ALL TOGETHER, 2009, Scarlet |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 01.07.2009 |
Review:
| | Die bereits 1990 gegründeten Skyclad werden gerne als Urväter des Folk Metal bezeichnet. Ob sie das nun wirklich sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber immerhin können sie in fast zwei Dekaden des Bestehens auf alleine 11 Full-Length-Alben zurückblicken. Und ihre Veröffentlichungen hatten Klasse, wenngleich die Popularitätskurve nach FOLKEMON etwas bergab ging.
Entmutigen ließen sich die Briten aber davon nicht, ebensowenig wie durch den Weggang von Sänger Martin Walkyier kurz nach der Jahrtausendwende. Denn der frühere Produzent und Gitarrist Kevin Ridley füllte diese Lücke hervorragend aus.
Fünf Jahre nach dem letzten Release A SEMBLANCE OF NORMALITY machen sie heuer das Dutzend voll. IN THE...ALL TOGETHER nennt sich Album nummero zwölf, das mir heute zur Rezension vorliegt.
Eins kann ich vorwegnehmen: Skyclad stehen auch 2009 noch für qualitativ hochwertigen Folk-Metal. Ich glaube sogar, so abwechslungsreich wie auf IN THE...ALL TOGETHER habe ich das Quintett aus dem Vereinigten Königreich noch nie vernommen.
Wenn man das obernervige Synthie-Intro überstanden hat, wird man bei "Words upon the Street" mit einem tollen Riff verwöhnt, in das alsbald die Fidel einsteigt und dadurch die Melodie super ergänzt. Überhaupt lebt dieser Song ziemlich von der Zusammenarbeit der beiden Instrumente und auch das Solo ist spitze. Hier zeigt der Bandleader Steve Ramsey, den viele vielleicht noch von den NWoBHM-Bands Satan und Pariah kennen, dass er noch nichts verlernt hat.
"Still small Beer" ist eine sehr keltisch angehauchte Nummer, die flott zwischen beschwingten Fidelparts und kraftvollen Leadgitarrenphasen wechselt. Wesentlich melancholischer und tiefgründiger ist "The well-traveled Man", doch die Melodie ist einfach nur toll und der Höhepunkt schön folkig-hymnisch.
Wenig folkige Anteile, dafür eine fast aggressiv zu nennende Dynamik erwartet uns bei "Black Summer Rain", während "Babakoto" durch Wechsel zwischen druckvollen Abschnitten und Passagen mit östlich klingender Folklore einen vielschichtigen Eindruck hinterlässt.
Als progressiv würde ich die Marschroute bei "Hit List" bezeichnen. Richtig wuchtige Parts geben besinnlich-atmosphärischen Arrangements die Klinke in die Hand. In "Superculture" werden dann die Folkanteile wieder deutlich hochgeschraubt. Diese sind diesmal orientalisch-exotisch, und der Song zieht seine Energie aus raffinierten Tempowechseln.
Bei "Which is why" kehren die Briten zur Tradition ihrer Heimat zurück. Der Song hat ein bisschen das Flair einer Lagerfeuer- oder Tavernen-Nummer, die metalisch bereichert wurde. Gefällt mir sehr gut.
Die letzten beiden Tracks sind leider etwas akzentlos und ziehen das bis dato hohe Level etwas nach unten.
Fazit: IN THE...ALL TOGETHER ist vielleicht nicht das beste Skyclad-Album, es ist aber auch nicht sehr weit davon entfernt. Und in Punkto Abwechslung ist es kaum zu schlagen. Und hätten die Briten den Standard bis zum Ende halten können, wäre auf jeden Fall mindestens ein Halbpunkt mehr dabei herausgesprungen. Insgesamt hat auch wieder mehr Metal Einzug in die Kompositionen gefunden.
Die technische Leistung ist makellos und die Produktion sehr klar, was den Stücken auf jeden Fall zugute kommt. Metal- und Folkanteile halten sich gekonnt die Waage. In Punkto Songwriting haben sich Skyclad intensiv reingehängt, um vielfältige Kompositionen zu schaffen. Ein bisschen popelig finde ich allerdings, dass man in fünf Jahren Entwicklungszeit nur magere 39 Minuten Material zustande gebracht hat. |
Anspieltipps:
| | "Words upon the Street", "Still small Beer", "The well-traveled Man", "Superculture" und "Which is why". |
Tipp:
| | Folk-Metal-Fans sollten sich das abwechslungsreiche Album zu Gemüte führen, und für Anhänger der Formation ist es ohnehin ein Must-Have. |
Titel-Liste:
| | - Words upon the Street
- Still small Beer
- The well-travelled Man
- Black Summer Rain
- Babakoto
- Hit List
- Superculture
- Which is why
- Modern Minds
- In the... all together
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Laufzeit:
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