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Review: Slash |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 18.09.2010 |
Review:
| | Slash, bestens bekannt durch seine ehemalige Band Guns N' Roses und durch Velvet Revolver, wandelt nun auch auf Solo-Pfaden. Sein vor kurzem veröffentlichtes Debüt-Werk heißt schlicht SLASH.
Als Session-Musiker hat sich der Ausnahme-Gitarrist für dieses Album Chris Chaney (Bass) und Josh Frees (Schlagzeug) als Verstärkung geholt. An Sängern geben sich gleich ein Dutzend Personen aus recht unterschiedlichen Bereichen die Ehre.
Die Stücke sind dabei recht gut auf die jeweiligen Sänger zugeschnitten, oder Slash hat sich die Sänger perfekt nach den Kompositionen ausgesucht. Allerdings denke ich, dass er erst die Sänger nach der Mitwirkung gefragt hat, bevor er die Songs fertigstellte.
Der gleichermaßen groovige wie melodische Opener "Ghosts" passt klasse zur variablen Stimme von Ian Astbury (The Cult). Good Old Ozzy darf bei dem intensiv-emotionalen "Crucify the Dead" ran, das er auch selbst komponiert haben könnte, denn es ist stilistisch und von der Atmosphäre her genau sein Ding. Schon an dieser Stelle muss ich Slash für sein Songwriting loben.
Einen starken Eindruck hinterlässt auch Fergie von den Black Eyed Peas mit dem energetischen, toughen Rocker "Beautiful dangerous". Natürlich fällt auch in sämtlichen Songs Slashs Gitarrenspiel positiv auf. Es ist vielseitig, trifft immer den richtigen "Härtegrad" und die Soli sind virtuos und inspiriert.
Miles Kennedy, Frontmann von Alter Bridge, liefert bei dem kräftigen Blues Rocker "Back from Cali" ebenfalls eine energische und äußerst professionelle Vorstellung ab, während Chris Cornell, der meines Wissens bei Soundgarden singt, mit seiner rauchigen Stimme die intensive Power-Ballade "By the Sword" veredelt. Ich bin beeindruckt, wie gut sich Slash die jeweiligen Sänger für seine Kompositionen ausgesucht hat.
Ich möchte jetzt gar nicht jeden der 14 Songs auseinander analysieren. Es reicht zu sagen, dass Slash ein sehr abwechslungsreiches und vielschichtiges Hardrock-Album geschaffen hat. Er zeigt, was man mit gut durchdachtem Songwriting erreichen kann, und er konnte Sänger gewinnen, die fast jeden Track klasse performen.
Unbedingt erwähnenswert sind aber noch die klasse Heavy-Rock-Nummer "Doctor Alibi", die hervorragend auf Lemmy Kilmisters Reibeisen-Röhre zugeschnitten ist, die von Kid Rock super intonierte Ballade "I hold on" und der düster-Kracher "We're all gonna die" mit Iggy Pop zum krönenden Abschluss.
Aus dem Rahmen fällt übrigens das reine Instrumentalstück "Watch this", bei dem der Maestro sein Können dann mal einen ganzen Song lang komplett in den Mittelpunkt stellen wollte und das auch ausgesprochen hochklassig tut.
Als schwach würde ich jetzt keinen Song bewerten, das Niveau fällt lediglich bei dem etwas zu poppigen "Gotten" (mit Adam Levine) und der Americana-Ballade "Saint is a Sinner too" etwas ab. Doch angesichts der anderen zwölf klasse Songs kann man das verkraften.
Fazit: Slash liefert ein klasse Solo-Debüt ab. Die Idee, mit vielen unterschiedlichen Sängern zu arbeiten, ist nicht ganz neu, aber so gut umgesetzt habe ich es bislang noch nicht gesehen. SLASH ist so ein super Hard Rock-Album geworden, das eine Überraschung nach der anderen auspackt. Wer den Hard Rock abwechslungsreich und variabel mag, kommt hier voll auf seine Kosten. SLASH gehört zweifelssohne zu den Genre-Highlights des Jahres. |
Titel-Liste:
| | - Ghost (feat. Ian Astbury)
- Crucify the Dead (feat. Ozzy Osbourne)
- Beautiful dangerous (feat. Fergie)
- Back from Cali (feat. Myles Kennedy)
- Promise (feat. Chris Cornell)
- By the Sword (feat. Andrew Stockdale)
- Gotten (feat. Adam Levine)
- Doctor Alibi (feat. Lemmy Kilmister)
- Watch this (feat. Dave Grohl & Duff McKagan)
- I hold on (feat. Kid Rock)
- Nothing to Say (feat. M. Shadows)
- Starlight (feat. Myles Kennedy)
- Saint is a Sinner too (feat. Rocco DeLuca)
- We're all gonna die (feat. Iggy Pop)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.slashonline.com  |
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