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Review: Slave Called Shiver
 
SUPERLATERAL

Album:
 SUPERLATERAL, 2009, Verein LiMuPic e.V.

Stil:
 Alternative Rock

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 M.A., 28.08.2010

Review:
 Alternative-Rock aus Österreich? Wie soll das denn bitteschön klingen? Diese Frage stellte sich der Verfasser dieser Zeilen als ihn die Lieferung aus der Redaktion erreichte. Die Antwort: Erstaunlich gut!!

Die Band besteht seit 2006 und setzt sich im wesentlichen aus der in Trinidad geborenen schwarzen Sängerin Alicia Bankhofer und Gitarrist/Bassist Philipp Rechthaler zusammen. Unterstützt werden die beiden von Cellistin Elisaveta Sharakhovskaya und Schlagzeuger Bernhard Hacksteiner.

Die Songs sind abwechslungsreich, die Riffs variabel und gut ausgearbeitet. Die vier beherrschen das Wechselspiel zwischen getragenen Strophen und hart zupackendem Chorus, wie es im Alternative-Bereich durchaus üblich ist, im Schlaf. Sicherlich, sie erfinden das Rad nicht neu, aber wer kann dies heutzutage schon von sich behaupten. Die besonderen "Farbtupfer", die die Band aus der breiten Masse heraushebt sind neben dem geschmackvollen Einsatz eines Cellos (was vor allem bei der Power-Ballade "Great Escape" voll zum Tragen kommt) natürlich die Stimme von Alicia Bankhofer, die sehr klar und druckvoll rüberkommt und überdies sehr variabel eingesetzt wird. Sie versteht es, den Songs die richtige "Stimmung" zu verleihen, sei es nun bei getragenen und gefühlvollen, als auch bei hart rockenden und treibenden Passagen. Ein echter "Ear-Catcher"!!!
Von emotionalen, balladesken Stücken ("Great Escape") über druckvolle, gnadenlos nach vorne gehende Songs wie "Lies" und "Dirty Secret", bis hin zu groovigen Krachern der Marke "Let's not fight" ist alles dabei was das Herz erfreut. Dargeboten von vier absolut professionell agierenden Protagonisten. An dieser Stelle sei die superbe Schlagzeug-Arbeit von Drummer Bernhard Hacksteiner hervorzuheben. Jede andere Combo könnte sich glücklich schätzen einen dermaßen kraftvollen, einfallsreichen und technisch beschlagenen Schlagzeuger in ihren Reihen begrüßen zu dürfen.

Ich persönlich hoffe, dass die Band reichlich Kopien von SUPERLATERAL unter die Leute bringen kann, damit beim nächsten Mal der ein oder andere Euro mehr in die Produktion fließen kann. Der Sound ist nämlich leider insgesamt etwas zu dumpf geraten. Dies ist allerdings auch das einzige Manko.

Fazit: Druckvoller, gut arrangierter und musikalisch erstklassig dargebotener Alternative Rock "Made in Austria" der Lust auf mehr macht. Da darf man dann auch getrost mal einen Urlaub im Land der Tirolerhüte und des Zwiebelrostbratens in Betracht ziehen!

Anspieltipps:
 "Dirty Secret", "Great Escape", "Way out", "Bird of Prey".

Tipp:
 Für Freunde von Bands wie Staind, Nickelback, Skunk Anansie und den Grunge-Ikonen der 90'er Jahre sollte diese Platte eine lohnenswerte Option sein. Man darf gespannt sein, was da noch kommt.

Titel-Liste:
 
  1. Dirty Secret
  2. Sexy
  3. Great Escape
  4. Way out
  5. Principle of Pleasure
  6. Paint my Blues
  7. Scream Therapy
  8. Bird of Prey
  9. Lies
  10. Let's not fight
  11. Pressure

Laufzeit:
 42:46 Min.

Band-Infos:
 
  • www.slavecalledshiver.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Slave Called Shiver: SUPERLATERAL

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