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Review: Slough Feg |
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Album:
| | THE ANIMAL SPIRITS, 2010, Cruz Del Sur |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | M.U., 17.10.2010 |
Review:
| | Bei "Slough" muss ich sofort an die englische Stadt in der Nähe von London denken, wo eine sehr gute Freundin von mir mal 18 Monate gelebt und gearbeitet hat. Doch hat diese Band mit England beileibe nichts zu tun, außer sprachlich gesehen. Diese Band kommt nämlich aus Pennsylvania in den U.S.A., gegründet Anfang der 1990er Jahre. Mittlerweile lebt man in der San Francisco Bay Area. Der Bandname leitet sich dem keltisch beeinflussten Comic Sláine ab. 1996 erscheint ihr erstes Debüt-Album unter dem Bandnamen als Titel. Musikalisch spielt man eine Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen, die durch Iron Maiden, Judas Priest, Brocas Helm und der englische Folkmetal Band Skyclad beeinflusst wird. 1999 erscheint ihr zweites Album TWILIGHT OF THE IDOLS, 2000 dann DOWN AMONG THE DEADMEN und 2003 das Konzeptalbum TRAVELLER sowie 2005 das Album ATAVISM und 2009 auch noch APE UPRISING. Zu diesem Zeitpunkt verkürzt die Band ihren Namen von eigentlich The Lord Weird Slough Feg zu einfach Slough Feg. Schließlich bringen sie 2010 ihr brandneues Album THE ANIMAL SPIRITS heraus. Es ist mittlerweile das achte Album!
Im Stile der guten alten 70er und 80er Jahre beginnt der erste Song "Trick the Vicar". Richtig fetzig mit einer leichten Spur von psychedelischem Rock. So ein Opener kann sich sehen lassen.
In ähnlicher Manier geht es mit "The 95 Thesis" weiter. Der Sound erinnert einen eher an einen galoppierenden Hengst. Die leicht melancholische Art unterstützt dies in besonderer Art. Gemischt mit etlichen genialen Gitarrenriffs erzeugt der Song seine eigene Stimmung.
Mit "Materia Prima" betreten wir einen andere Welt. Dieser Song weckt Erinnerungen an die gute alte Zeit und an "Pop nach Acht", einer legendären Musiksendung auf Bayern 3 mit Thomas Gottschalk. Die Titelmelodie klang ziemlich ähnlich.
Nach dem Ausflug in die Vergangenheit kehren wir mit "Free Market Barbarian" wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Song hat stilistisch viele Gemeinsamkeiten mit den zweiten Song "The 95 Thesis".
Etwas düster und mystisch beginnt "Lycanthropic Fantasies". Passend zum Titel, denn der klingt ebenfalls relativ mystisch. Der gesamte Song klingt relativ schwerfällig und getragen. Dennoch kann man ihn nicht als eine Rockballade bezeichnen. Er schwebt irgendwie zwischen beiden Welten: Der Welt des Rocks und der Welt der Ballade. Allerdings eine gelungene Mischung.
Ein richtiger Kracher ist der folgende Song "Ask the Casket". Der hebt sich schon zu Beginn von allen anderen ab. Klingt er doch eher nach keltischem Schlachtgesang á la Mael Mordha oder Primordial. Manche Passagen klingen sogar nach Pop oder Schlager. Das ist dann wohl der "Folk"-Anteil.
Ohne große Umschweife geht zum nächsten Song "Heavyworlder", den man, wenn der CD-Player nicht eine Nummer hochgezählt hätte, nicht solchen erkenne würde. Auch dieser Song klingt eher nach keltischen Wurzeln denn nach Heavy Metal. Man lebt nun wohl die folkloristische Phase aus. Ein bisschen schwerfällig, ein bisschen getragen und ein bisschen depressiv.
Ah, man kehrt sich wieder der guten alten Rockmusik zu. "The Tell-Tale Heart" klingt eher wie eine Werk von Deep Purple oder Black Sabbath aus den 70er Jahren. Titelmäßig sind sicherlich Parallelen zu erkennen. Musikalisch begibt man sich auf Reise zwischen Rockmusik und experimentellen Klängen gepaart mit psychedelischen Elementen. Der Song ist einfach genial.
Und weil man schon einmal warm gelaufen ist, folgt mit "Kon-Tiki" gleich noch eines drauf. Das hat Thor Heyerdahl und seinem legendären Schiff nichts zu tun. Das ist einfach nur gute Musik, die stellenweise einen leichten Hang zum Mittelalter aufweist.
Sehr melancholisch und akustisch beginnt "Second coming". Das bleibt aber dann auch den ganzen Song so. Die Gitarre nimmt spanische Züge an und klingt sehr nach Flamenco und Stierkampf. Eine gelungene Mischung aus spanischen, keltischen und Rockelementen.
Und zum Schluss lassen sie es noch mal richtig krachen. Mit "Tactical Air-War" gibt es noch einmal was auf die Lauscher. Das ist der richtige fetzige Abschluss eines außergewöhnlichen Albums. Da werden Erinnerungen an Deep Purple oder Uriah Heep oder Black Sabbath wach.
Fazit: Man mag es kaum glauben, aber wir befinden uns immer im Jahre 2010 und nicht irgendwo zwischen 1970 und 1980. Das brandneue Album von Slough Feg klingt eher wie eine Mischung aus Uriah Heep, Deep Purple und Black Sabbath. Dennoch ist diese Mischung mit einem Spritzer keltischen Bluts einfach genial gelungen. Da macht das Zuhören einfach Spaß und da stört es auch nicht, dass man sich die Songs (als Tester) aus dem Internet runter laden muss. Schließlich ist das alles professionell vorbereitet und macht überhaupt keine Probleme. Und es ist immer wieder schön zu sehen, welch seltene Pflänzchen im Musikgeschäft gedeihen. Und dazu gehört mit absoluter Sicherheit Slough Feg. Ein sehr interessanter Insidertipp. |
Anspieltipps:
| | "Trick the Vicar", "The 95 Thesis", "Lycanthropic Fantasies", "The Tell-Tale Heart" und "Tactical Air-War". |
Titel-Liste:
| | - Trick the Vicar
- The 95 Thesis
- Materia Prima
- Free Market Barbarian
- Lycanthropic Fantasies
- Ask the Casket
- Heavyworlder
- The Tell-Tale Heart
- Kon-Tiki
- Second Coming
- Tactical Air-War (feat. Bob Wright of Brocas Helm)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.sloughfeg.com  |
Probehören und Kaufen:
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