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Review: Snake |
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Album:
| | AUSTRALIA, 2010, Antstreet |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | J.G., 11.10.2010 |
Review:
| | Preisfrage: Woher kommt wohl eine Band namens Snake mit ihrem Album AUSTRALIA im Gepäck? Grönland? Na klar, aus Down Under. Von dort erreicht uns bereits das zweite Album der ewig Gestrigen um Bandchef Larry Attard. Warum gestrig? Ganz einfach, wem dies nicht nach spätestens 30 Sekunden des Openers klar sein sollte, dem ist nicht mehr zu helfen. Auch diesmal wird es mir wohl nicht gelingen, das größte Rätsel des 5. Kontinents zu lösen: Warum müssen die Hälfte aller Rockbands von dort klingen, wie AC/DC?
Auch ohne eine Antwort auf diese Frage zu finden, mache ich mich über AUSTRALIA her und stelle fest, dass sich musikalisch wenig getan hat. Mit jeder Menge Anleihen der übermächtigen AC/DC pflügen sich die Riffs quer durch die CD. Manchmal etwas grooviger, manchmal bluesiger oder einfach straight-forward auf die 12.
Dass dabei die Stimme des Frontmanns zur Mucke passt, wie der Arsch auf den berühmten Eimer, macht die Sache nur noch authentischer, erdiger, cooler, aber bei weitem nicht innovativer.
Der Opener "Creed" sorgt sofort für Klarheit. Hier hat man die Platten von AC/DC püriert, mit Milch aufgegossen und zur täglichen Ration Cornflake zum Frühstück gegessen. Mit tierisch groovendem Blues wird die erste Runde eröffnet und den Vorbilder gehörig Tribut gezollt.
Gitarren-Intro, anschließend dominante Basslinie mit Gesang, klar auch bei "Cry Wolf" standen AC/DC Pate, rocken aber deutlich schwungvoller als beim Vorgänger.
Dezente E-Gitarre, ein dreckig nölender Frontmann, eine sanfte Basslinie und schon ist ein baladeskes Groovemonster namens "Killers" zusammen gebastelt. Genau wie die bereits erschöpfend zitierten Vorbilder ist es auch Snake gelungen aus Minimalismus das Maxium heraus zu holen und gleichzeitig einen Schuss Eigenständigkeit beizufügen, was angesichts der thematischen Nähe schon eine Kunst für sich sein muss.
Abgefahren und so gar nicht ins bisher Gehörte passt der funkige Start mit verzerrtem Gesang beim Titelsong "Australia". Auch die rockige Fortführung mit leichtem Nu Rock-Touch lässt mehr Fragen offen, als dass man den Sinn verstehen mag. Es braucht schon ein paar Durchläufe, bis man sich bei diesem Song heimisch fühlt, wenn es überhaupt gelingen mag.
Mit schwerfälligem Groove pflügt sich "Hell's Calling" durch die Boxen und lädt sofort zum mitkrähen des Refrains ein. Hier kann man auch noch nach üppigem Gerstensaftgenuss locker mitschunkeln.
Etwas mehr geht dann bei "What's gonna to happen to me" die Post ab, wobei man sich akribisch an die Vorgaben aus der Vorbildersammlung hält.
Auf eigenen Rockpfaden bewegt sich das flotte "Ain't goin' away" und macht dabei eine passable, aber auch recht einfach gestrickte Figur. Der Song ist dabei in Gedenken einer Kalli Rowehl gewidmet (komponiert von Snake und Dennis Rowehl).
Zum Abschluss hat man sich nochmal den Opener vorgenommen und in einer Reprise-Kurz-Version dreckiger abgemischt, so dass man genau dort endet, wo man begonnen hat.
Fazit: Wer AC/DC-style liebt, bekommt mit Snake einen gut gemachten Klon, der so manche Gartenparty aufmischen wird. Anspruchsdenken sollte man dabei nicht mitbringen, denn hier werden nur bestens bekannte Zöpfe geflochten, sicherlich mit einem gehörigen Maß an Lust und Leidenschaft für diese Art von Musik, aber auch nicht mehr. Gerade das "mehr" wäre jedoch nötig, damit etwas im Gehörgang hängen bleibt, denn so rauscht ein bekanntes Muster nach dem anderen durch den Schädel ohne nennenswerte Dauerwirkung.
Ein dicker Kritikpunkt der letzten Scheibe STRIKE! war die schwachbrüstige Produktion. Erfreulicherweise hat man sich das zu Herzen genommen, denn nun wurde mächtig nach oben korrigiert, dass einem die Bässe nur so um die Ohren fliegen, ohne dabei der Dynamik und Transparenz zu schaden.
Last but not least, wurde diesmal auch mehr Substanz auf die CD gepackt, sodass man die Laufzeit um immerhin 15% ausgedehnt hat.
Wenn's dann beim nächsten Mal noch mit den Lyrics im Booklet klappt, bin ich schon (fast) zufrieden. |
Anspieltipps:
| | "Greed", "Killers", "Every Dog has its Day", "Hell's calling" |
Tipp:
| | AC/DC-style werden hiermit ihre Sammlung sinnvoll ergänzen können. |
Titel-Liste:
| | - Creed
- Cry Wolf
- Killers
- Call me Jack
- Australia
- Every Dog has its Day
- I' yours
- Hell's Calling
- What's gonna to happen to me
- Ain't goin' away
- Can't wait
- Creed (reprise)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.snakerocks.com  |
Probehören und Kaufen:
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