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Review: Solitude |
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Album:
| | BRAVE THE STORM, 2011, Fastball |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | U.B., 24.11.2011 |
Review:
| | MADE IN JAPAN wer kennt es nicht das berühmte Live Album von Deep Purple von 1972. Made in Japan könnte auch auf BRAVE THE STORM, dem zweiten Album der Band Solitude stehen denn dort kommt diese Scheibe her. Solitude ging aus einer Fusion von Musikern der beiden Bands Sacrifice und Rip Tide hervor. Das Quartett aus Tokio veröffentlichte ihr Debüt VIRTUAL IMAGE bereits 2001. Im Jahre 2004 gab es ein Tribut Album mit Songs von Saxon. Und damit ist auch schon klar welchen Stil die Jungs frönen. Der gute alte NWOBHM steht Pate. Ganze acht Jahre ließ man sich Zeit bis BRAVE THE STORM in Japan erschien und zwei weitere Jahre vergingen bis auch Europa in den Genuss dieses Albums kam. Auf dem der Promo CD beiliegenden Infoblatt wird als Stil der japanischen Musik-Samurai: Metal, Progressive und Thrash genannt. Aus meiner Sicht: Heavy Metal ja, Progressive in kleinen Mengen und Thrash nur vereinzelt bei wenigen Songs.
Der Opener "You were all my Life" startet mit Akustikgitarre und sanften Klängen bis urplötzlich die Instrumente aufbrausen mit heftigen Riffs und treibenden Drums. Die Vocals sind heiser und krächzend. Das Stück ist melodisch und eingängig, besonders hat mir das Gitarrensolo gefallen.
Das Titelstück "Brave the Storm" ist von sehr ähnlichem Kaliber. Es geht genau so gut ins Ohr und wird erneut mit einem gelungenen Gitarrensolo veredelt.
Kraftvolles Riffgewitter und harte Drum Attacken gibt es auf "Falling down" auf die Lauscher. Die Gitarren sorgen für die melodische Komponente, die Drums mit ihrem trockenen Klang für gehörigen Druck. Trotz aller Power schafft es Solitude das Stück so zu gestalten, dass es den Geschmack vieler Leute trifft. Klingt da Judas Priest durch? Ich denke schon.
"Angel`s Song" ist sicher eine Ballade. Falsch gedacht. Die Vermutung liegt bei dem Titel nahe trifft aber so gar nicht zu. Nach Tribal artigem Start erfolgt ein knallharter Gitarreneinsatz, das Powerdrumming steht den wild marschierenden Gitarren in nichts nach. Neben den bereits bekannt rau tönenden Vocals gesellen sich jetzt auch ein paar Shouts dazu. Ich warte inzwischen auf das Gitarrensolo…und werde nicht enttäuscht, das gehört bei Solitude einfach dazu.
Und noch mal legen die Japaner mit "Walk in Paradise" eine falsche Titelspur. Aber hallo, das geht im Paradies aber deftig zu! Da gibt es ein Riff Stakkato das die Ohrmuschel nur so flattert. Das Stück ist spürbar thrashiger als die Vorgänger.
Nach langsamem Fade In wird auf "Chained to the Rock" die verzerrte Gitarre ausgepackt: Die Thrash Einlagen hört man auf der Nummer erneut. Das bewirkt Einbußen bei der Melodie. Hier zeigt sich Solitude von der harten Seite.
Das ist doch Rockin' Rolf mit Running Wild war mein erster Gedanke als ich "Head Wind" hörte. Den Power Speed Metal mit flinken Gitarren und hämmernden Drums hätten die Hamburger Piraten auch nicht besser hinbekommen. Das relativ kurze Stück ist rein instrumental.
Wer auf "Brainwash" mit einer harten Nummer rechnet.... Bingo! Was für ein stampfender Rhythmus, die Vocals noch heiserer als sonst als stände Lemmy selber am Mikro "Volcano of Anger" gerät zum astreinen Headbanger. Das hat Kraft, da fetzen die Drums einem das Schmalz aus den Ohren und man ahnt es, genau ein feines Gitarrensolo gibt es noch oben drauf. Gegen Ende hört man, wenn auch leise, einige episch angehauchte HO- Ho Chöre im Hintergrund.
Als Rausschmeißer wagen sich Solitude auf dem Bonus Song "Rainbow Theme" an eine Kombination aus zwei Stücken von Saxons erstem Album. Und so wird nichts anderes als "Rainbow Theme" und "Frozen Rainbow" mit einander verknüpft. Die Interpretation unterscheidet sich deutlich vom Original, am meisten natürlich durch die ganz anderen Vocals. Da klingt der gute Biff halt völlig anders. Trotzdem eine gute Umsetzung.
Fazit: Guten, ehrlichen Old School Heavy Metal im Stil der späten siebziger und achtziger Jahre serviert uns die Tokio Combo. Das fetzen die Gitarren und gefallen mit schnellen Soli. Die Drums hämmern das es kracht und der Bass wummert mit Macht. Die große Spielfreude ist Bestandteil aller Nummern. Zum Glück verfügt Sänger Akira Sugiuchi nicht über so ein dünnes, hohes Stimmchen wie viele andere Frontleute aus dem Land der aufgehenden Sonne bei denen man sich ständig fragt, ob bei ihnen die Hose im Schritt zu eng sitzt. Nein, Herr Sugiuchi klingt rau und kratzig als hätte er gerade eine Flasche Jack Daniels mit Lemmy von Motörhead geleert und sich dabei direkt dessen Stimmlage angeeignet. Zwar passt die Stimme prima zur harten Mucke ist mir aber auf die Dauer ein wenig zu eintönig. Das Songwriting ist gut, die Stücke haben Power, sind zum größten Teil schön melodisch und gehen flott ins Ohr. Man versteht es die Stücke mit geschickten Tempovariationen, progigen Einlagen und ein bisschen Thrash aufzulockern. Besonderen Wert auf Eigenständigkeit legt die Band aber nicht. Da werden munter Anleihen bei Saxon, Grave Digger und Running Wild gemacht, die Mischung stimmt auf alle Fälle. Und so beschert uns Solitude kein überragendes aber ein grundsolides Album was viel Spaß macht. |
Anspieltipps:
| | "You were all my Life", "Falling Down", "Head Wind", "Volcano of Anger" |
Tipp:
| | Die New Wave of British Heavy Metal feiert mit Solitude eine fröhliche Auferstehung. Wer gerne Saxon und Judas Priest hört dem wird diese Scheibe gefallen. |
Titel-Liste:
| | - You were all my Life
- Brave the Storm
- Falling Down
- Angel`s Song
- Walk in Paradise
- Chained to the Rock
- Head Wind
- Brainwash
- Volcano of Anger
- Rainbow Theme
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/solitudejapan  |
Probehören und Kaufen:
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