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Review: Sons Of Seasons
 
GODS OF VERMIN

Album:
 GODS OF VERMIN, 2009, Napalm

Stil:
 Dark Symphonic Metal

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 C.U., 15.06.2009

Review:
 Mit Gods Of Vermin liegt uns das Debüt der Band Sons Of Seasons vor. Aber welche Musiker stecken denn hinter dieser Band?
Kopf der Band ist Keyboarder und Gitarrist Oliver Palotai. Dieser dürfte schon von der Mitarbeit bei Doro, aber hauptsächlich von seiner Stammband Kamelot her bekannt sein. Als Sänger fungiert Henning Basse, der auch bei den Power Metallern Metalium das Mikro schwingt. Unterstützt werden die beiden von Jürgen Steinmetz (Silent Force,Rock Ignition) am Bass und Daniel Schild am Schlagzeug.
Als Gastsängerin konnte keine andere als Simone Simons von Epica gewonnen werden.
Hier sind schon so einige Bandnamen, wie Kamelot, Metalium, Silent Force, Epica gefallen und ich bin doch sehr gespannt, wie diese Platte wohl klingen wird. Vor allem meine Erwartung ist gestiegen, da ja einige der Musiker in Bands spielen die ich sehr mag.

Den Einstieg in die Platte macht "The Place Where I Hide". Ein eher düsteres Intro, klassisch gehalten, mit Klavier und Gitarre.
Weiter geht es dann ohne Unterbrechen mit dem Titelsong "Gods of Vermin". Auch hier haben die klassischen Elemente wie Klavier und Keyboard das Sagen. Hennings Gesang ist eher ruhig und getragen.
Es folgt mit "A blind Man's Resolution" ein doch sehr progressiver Song. Dieser lebt vom schönen abwechselnden Gesang. Mal butterweich, dann härter. Die Keys gehen einen schon mal an die Nerven, der Song an sich ist nicht übel.
Auch "Fallen Family" ist wie sein Vorgänger. Zu verschachtelt und kompliziert, damit wird der Hörer überfordert. Aber klasse Gesangsleistung vom Sänger, der hier zum ersten Mal Unterstützung von Epicas Röhre Simone Simons bekommt.
"The Piper" ist ein ruhiger balladesker Song, der im Mittelteil an Geschwindigkeit zunimmt. Leider kommt dann ein verzerrtes Seiteninstrument zum Einsatz, das denn ganzen Song zerstört. Schade, denn ansonsten ein geiles Lied.
Das nächste Lied "Wheel of Guilt" wirkt wie eine Erzählung. Am Ende des Songs taucht wieder dieses Seiteninstrument auf. Schaurig!
Mit "Belial's Tower" wird das Gaspedal gefunden und auch getreten. Sehr schön! Es gibt Auflockerungen durch einzelne verschachtelte Instrumentalparts, die Geschwindigkeit ist damit dahin und alles wirkt sehr progressiv und abgehackt. Kein einfacher, aber dennoch guter Song.
Mit einem Keyboardteppich startet "Fall of Byzanz", der sich auch durch den ganzen Song bewegt. Gewöhnungsbedürftig, aber es gibt schlimmeres. Herausragend wieder der Gesang von Henning mit Unterstützung von Simone. Gute Instrumentalparts. Akzeptabel!
Es folgt mit "Wintersmith" eine schöne Ballade. Klasse Gesang von Simone und Henning. Dieses Lied bleibt einem sofort in den Gehörgängen stecken. Toll!
Etwas härter und düsterer wird es nun mit "Dead Man's Shadow". Hat eine schöne Melodie die hängen bleibt. Instrumentalteile wirken störend und behindern den Fluss des Liedes. Trotzdem, eines der besseren Songs dieses Albums.
Der "Sanatorium Song" ist nach demselben Strickmuster wie seine Vorgänger, aber ohne Höhen und Tiefen.
Mit "Third Moon Rising" sind wir schon beim letzten Titel dieses Albums angekommen. Ein ruhiger getragener Song mit einer tollen Gesangsleistung. Wiederum macht ein gewollt progressiver Instrumentalpart diesen schönen Song kaputt. Wirklich schade!

Fazit: Ich bin mit großen Erwartungen an dieses Werk herangegangen, leider bin ich aber doch letztendlich enttäuscht worden. Wir haben es hier mit einem Album zu tun, das nicht wirklich schlecht ist. Nein, es hat so gar gute Ansätze und einen tollen Sänger und Gastsängerin. Meiner Meinung machen die gewollten Progressiv Parts die ganze Sache kaputt. Hier wäre weniger sicher mehr gewesen! Eigentlich müssten sie ihre Musik deshalb Dark Progressiv Symphonic Metal nennen.

Anspieltipps:
 "A blind Man's Resolution", "Wintersmith", "Dead Man's Shadow".

Tipp:
 Symphonic und Progressiv Metal Begeisterte können mit diesem Album bestimmt etwas anfangen. Hört ruhig in das Album mal rein!

Titel-Liste:
 
  1. The Place Where I Hide
  2. Gods of Vermin
  3. A blind Man's Resolution
  4. Fallen Family
  5. The Piper
  6. Wheel of Guilt
  7. Belial's Tower
  8. Fall of Byzanz
  9. Wintersmith
  10. Dead Man's Shadow
  11. Sanatorium Song
  12. Third Moon Rising

Laufzeit:
 65:01 Min.

Band-Infos:
 
  • www.sonsofseason.com 


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