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Review: Sora |
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Album:
| | DESIRE AND TRUTH, 2010, Avenue of Allies |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 16.03.2010 |
Review:
| | Der gebürtige Kanadier und mittlerweile britischer Staatsbürger Erol Sora wurde wie so viele in den 70ern vom Gitarrenfieber erfasst, nachdem er im Fernsehen einen Auftritt von Kiss sah. Zu seinen größten Einflüssen zählt er Michael Schenker, Ritchie Blackmore und John Sykes und orientiert sich musikalisch an großen britischen Bands wie Whitesnake, Rainbow, Michael Schenker Group, UFO und auch Gary Moore. Nachdem seine Hauptcombo, die John Lawton Band sich eine längere Auszeit nahm, ergriff er die Chance und stellte mit Sora kurzerhand seine eigene Band auf die Beine. Das Debüt DEMENTED HONOUR erntete 2006 hervorragende Kritiken und gab Mut für einen Nachfolger. Dabei wurde kein Schnellschuss vom Stapel gelassen, sondern geprobt und gefeilt, bis letztendlich mit DESIRE AND TRUTH ein authentisches Album ganz im Stile der genannten Vorbilder den Zeitgeist der 70er und 80er wieder aufleben lässt.
Erols Doppelbelastung als Sänger und Gitarrist tut der Sache dabei keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Klar dass er als Gitarrist durchaus an einigen Stellen etwas selbstverliebt auftritt. Den Gitarren-Fans wird es freuen, kommt er dabei in den Genuss von jeder Menge ausgefeilter Soli, die jedoch nie aufgesetzt oder übertrieben wirken. Spätestens nach dem dritten Song lechzt man schon fast danach, wann denn wohl das nächste kommen wird.
Mit etwas dezenteren Orgeln als bei Whitesnake, schwimmt der druckvolle Opener "Taste of Rock & Roll" voll im Midtempo-Fahrwasser des großen Vorbilds.
Egal ob beim Opener, dem recht flüssigen und quirlligen Rocker "The Storm has just begun" oder dem locker groovenden "What's it gotta do with you and me", neben den mitreißenden Hooklines sind es vor allem die genialen Gitarren-Soli, die einem sofort zur Luftgitarre greifen lassen.
Für Freunde der sanfter Rockklänge hat Erol auch einiges zu bieten. Hier ist es die intensive Ballade "When you're gone", die ganz auf Pathos und Schmalz verzichtet und der ruhig gehaltene Ausklang des Albums mit "When you gonna love me" mit seinem dezenten Liedermacher Esprit der 70er Jahre.
Sora wäre aber kein waschechter Rocker, würde er nicht auch Songs in petto haben, die einfach nur "wild and dirty" losrocken ohne Rücksicht auf Verluste. Die beiden temporeichen Songs "Invitation" und "Stop messin' around" ebnen dabei vorbildlich den Weg für "Rock & Roll Dog" mit einem kleinen Abriss über seine Tage in Los Angeles erfüllt nicht nur das Klischee, sondern lässt jedes Rockerherz in Verzückung geraten.
Fazit: Auch wenn ich bisher noch keine Stücke von Erol Sora "bewusst" wahrgenommen habe, so hat er auf seiner zweiten Solo-Scheibe jede Menge hervorragende Nummern gebannt und sein Ziel, die guten alten Zeiten aufleben zu lassen, voll erreicht. Dass er dabei besonders bei den Gitarren-Soli nicht gegeizt hat, wertet die Songs zusätzlich auf. In Sachen Rock kann er seinen Vorbildern voll Paroli bieten und hat eigentlich sogar leichtes Spiel an ihnen vorbei zu ziehen, denn Michael Schenkers bessere Tage liegen schon etwas zurück, Rainbow ist längst Geschichte und auch wenn es Coverdale immer wieder wissen will, so hat er in letzter Zeit besonders stimmlich einige Problemchen und Gary Moore ist inzwischen lieber im Auftrag des "Blues" unterwegs und holt nur noch selten die Rockgitarre aus dem Schrank. Was bleibt sind die Recken von UFO, die gegen etwas Konkurenz sicherlich nichts einzuwenden haben. |
Tipp:
| | Für HARD Rock-Fans und Anhänger der oben genannten Bands ist diese Scheibe nahezu Pflicht. |
Titel-Liste:
| | - Taste of Rock & Roll
- The Storm has just begun
- What's it gotta do with you and me
- Winter
- When you're gone
- Diamonds in the Wind
- Invitation
- Stop messin' around
- Rock & Roll Dog
- When you gonna love me
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.erolsora.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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