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Review: Spicy Bits of Scandal
 
THE GAMBLER

Album:
 THE GAMBLER, 2008, Monaco

Stil:
 Symphonic Metal, Melodic Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 J.G., 12.02.2009

Review:
 Ich habe Post bekommen. Nichts besonderes, denn täglich landen 2-3 CDs und DVDs auf meinem Tisch, aber diesmal ist es schon etwas besonderes, denn ich habe wieder einmal ein Album aus dem Baltikum bekommen. Und richtig, wie vermutet sind es meine Freunde Spicy Bits of Scandal (SBS) aus Litauen, die mir ihr neues Werk zugeschickt haben.
Sänger Vitalis Kairiūkštis, Keyboarder Vilius Kraujalis und Gitarrist Giedrius Balčiūnas sind diesmal für das Songwriting des ersten Albums in englischer Sprache THE GAMBLER verantwortlich. Wer bereits die Reviews der letzten beiden Albem GIMĘS LAIMĖTI und TIK MĖNULIO ŠVIESA gelesen hat, der weiß, dass diese Band schon auf jede Menge Erfahrung zurück blicken kann - genauer auf satte 30 Jahre - also schon weit vor dem "Fall des eisernen Vorhangs" den Osten mit Heavy Metal aufgemischt haben.
Vermutlich hatte es "Don Vito", wie der Sänger auch genannt wird, endgültig satt nur die lokale Szene aufzumischen. Deshalb hat SBS beschlossen ernst zu machen und von rein litauischen auf englische Texte umzusteigen, um international besser Fuß zu fassen. Verdient hätten sie in jedem Fall diese Beachtung, denn auch wenn einiges vertraut klingen mag, so ist doch der überwiegende Teil in hohem Maße eigenständig. Damit bieten die Litauer Spicy Bits of Scandal mehr als so manch hochgelobte Band aus dem Westen.

Mit obligatorischem Intro "F001", welches sich zwischen orchestral, comicartig bis hin zu düster bewegt, startet der Opener "Black Angels" mit dem bestens bekannten "Für Elise" von Wolfgang Amadeus Mozart. Aber keine Angst, der metallische Teil folgt auf dem Fuße und erinnert von seiner Dichte an die italienischen Symphonic Metaller Rhapsody of Fire.
Synthieklänge und Gitarreneffekte gestalten das Intro zu "The Flood". Trotz melodischem Anstrich ist es kein leichter Brocken, sondern braucht schon einige Durchläufe, bis man sich durch die komplexe Struktur durchgearbeitet hat. Das gute daran ist, dass man bei jeder Wiederholung immer wieder Neues entdecken kann und es so schnell nicht langweilig wird.
Eine Spur eingängiger ist da schon das nachfolgende "Never again" gestrickt, so dass die melodischen Riffs schnell im Ohr bleiben.
Eines der Highlights des Albums ist der Titelsong "The Gambler" der nach bombastischem Start rasend schnell zu einer richtigen hymnischen Power-Rakete mutiert. Es handelt sich jedoch nicht um einen neuen Song, denn in Landessprache gesungen ist er bereits unter dem Titel "Žaidėjas" aus dem Album GIMĘS LAIMĖTI bestens bekannt. Dass man diesen Song nun auch in Englisch anbietet, ist angesichts seiner Qualitäten mehr als gerechtfertigt.
Nach so viel Power kann man sich bei "C'est la vie" genüsslich zurück lehnen und den ruhigeren Klängen lauschen. Hier sind es nicht nur die Gitarrenklänge alá Richie Sambora, sondern auch der gefällige Refrain mit choraler Unterstützung, der diesen Song an der Grenze der Pops entlang schrammen lässt und damit in jedem Fall Radiotauglichkeit an den Tag legt.
Noch etwas ruhiger lässt es die anspruchsvolle Halb-Ballade "Love and Hate" angehen, die mit viel Melancholie und dem Wechselspiel zwischen transparenten klaren und leichten, aber auch bombastisch vollen Strophen zu überzeugen weiß. Träumen aber mit Anspruch ist hier das Motto.
Ohne großes Vorspiel landet man bei "The Wind of your Soul" sofort mitten im Geschehen und wird von den fröhlichen, etwas an Folklore erinnernden Strophen mitgerissen. Dies steigert sich recht schnell zu flotten Gitarren/Keyboard-Duellen, die quasi als Aufwärmübungen für den nächsten Song verstanden werden können.
"Your Life" sicherlich eines der am westlichsten klingenden melodischen Heavy Metal-Songs mit deutlichem Deep Purple-Retro-Einschlag, der trotz seines gemächlichen Mid-Tempos tierisch groovt und nach dem Titelsong eindeutig das zweite Highlight des Albums darstellt. Hörenswert ist hier vor allem das Gitarren-Solo mit anschließender Tempo-Forcierung und das Duell mit dem Keyboarder. Genau so macht Metal Spaß, dass man am liebsten gleich selbst zur Luftgitarre greifen möchte.
Wer bisher begeistert war, der darf sich auch auf den Rest des Albums freuen. Das bombastische "Agnus Dei" mit seinem progressiven Touch macht ebenso Laune, wie das flott marschierende gitarrendominierte "Flying Dutchman". Auch der klassisch gestrickte melodische Power Metal Song "Joan of Arc" oder die langsame und dicht komponierte Ballade "I'm begging you" wissen zu überzeugen, bevor mit "Zauberflöt" ein interessanter jedoch erneut auch anspruchsvoller Schlusspunkt gesetzt wird.

Wer jetzt Lust bekommen hat, die Litauer genauer kennen zu lernen, der darf sich auf die Bonus-DVD freuen.
Mit fünf klasse (Live-)Videos in bester PAL-Bild-Qualität, und kleiner Bilder-Galerie rundet sie das gelungene Album hervorragend ab. Erstaunlich für mich war die gezeigte Disziplin der Fans bei den Live-Auftritten, die scheinbar trotzdem mit Spaß bei der Sache waren ohne gleich total ausrasten zu müssen.
Und nicht nur beim Cover-Artwork mit geprägtem Silber-Logo oder beim Foto-Shooting welches die Musiker in aufwändigen Kostümen präsentiert, hat man Liebe zum Detail bewiesen, sondern auch bei der Menü-Führung und sowohl Litauisch als auch Englisch integriert. Welcome SBS! Europe awaits you!

Fazit: Nach meinem Geschmack hätten die Litauer Spicy Bits of Scandal nicht zwingend englische Texte anbieten müssen, um mich gänzlich von ihren Songwriter-Qualitäten zu überzeugen. Taktisch gesehen war dies jedoch ein durchaus hilfreicher Schritt.
Dies ist nun bereits das dritte Album, was ich testen durfte und von Mal zu Mal konnten sich die Herren um den erfahrenen Sänger Vitalis Kairiūkštis und Keyboarder Vilius Kraujalis ein bisschen steigern, so dass sie in ihrem dreißigsten Jahr voll auf der Höhe sind und es endlich auch verdient hätten, international beachtet zu werden. Dass sie dabei nicht nur Metal von der Stange bieten, sondern auch vor komplexen Songstrukturen nicht zurück schrecken, spricht für sich.

Anspieltipps:
 Ganz klar "The Gambler", egal ob englisch oder im Original "Žaidėjas", "Your Life" und "Joan of Arc".

Tipp:
 Mit diesem Album werden besonders Symphonic Metal Freunde und Liebhaber progressiver Kost ihre Freude haben. Englische Texte sorgen für einen einfacheren Einstieg ohne dabei die landestypischen Folk- und Hamonie-Einflüsse zu unterdrücken.

Titel-Liste:
 
    CD
  1. F001
  2. Black Angels
  3. The Flood
  4. Never again
  5. The Gambler
  6. C'est la vie
  7. Love and Hate
  8. The Wind of your Soul
  9. Your Life
  10. Agnus Dei
  11. Flying Dutchman
  12. Joan of Arc
  13. I'm begging you
  14. Zauberflöte
    DVD
  1. Tavo sielos vėjas
  2. Žaidėjas (Live)
  3. Your Life (Live)
  4. Pranašo Sapnas (Live)
  5. Tavo sielos vėjas (Video)

Laufzeit:
 CD 66:35 Min.

Band-Infos:
 
  • www.sbs.666.lt 


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