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Review: Spider Rockets
 
EVER AFTER

Album:
 EVER AFTER, 2007, Locomotive

Stil:
 Rock'n'Roll

Wertung:
 3 von 7
3 von 7 Punkten
 M.W., 12.10.2007

Review:
 Die Truppe von Spider Rockets stammt aus dem beschaulichen New Jersey. Sie selbst ordnen ihren Sound zwischen Velvet Revolver und Godsmack ein und sind stolz wie Oskar, dass Guns'N'Roses große Stücke auf sie halten.

Rock gemischt mit einer kleinen Portion Gothic durch die Vocals von Frontfrau Helena Cos eröffnet die Platte. "Too far" ist temporär recht gemächlich und nur die Gitarre und das Schlagzeug setzen in einigen Punkten Akzente. Im Refrain gibt es teilweise Unterstützung von männlichem Gesang.
"Simple" ist da schon rockiger und wirkt energiegeladener. Nur fehlt den Vocals die Tiefe in der Stimme. Instrumental präsentiert sich das Stück sehr unruhig. Nach und nach bekommt dann aber doch den Durchblick. Von lyrischer Seite aus gesehen, wird der Hörer mit simplen Texten abgespeist und macht die Sache langweilig.
Song drei verleitet dann doch auch mal zum Abgehen. Auch wenn sich bei "Hate" der Gesang wieder zieht, bringt die Gitarre wesentlich mehr Schwung in die Sache und im Refrain hat auch Sängerin Helena das Kaugummi ausgespuckt. Pünktlich zur nächsten Strophe bricht allerdings wieder ein neues an. Das Gitarrensolo mittig des Tracks bringt Auflockerung.
Verzerrte Gitarren bilden das Intro zu "Something more". Auch wenn das Grundtempo nicht steigt, ist es diesmal nicht so langweilig. Der Backgroundgesang rettet vor dem Einschlafen und auch die Vocals zeigen sich vielseitiger. Diesen Beitrag würde ich als Ballade bezeichnen und eignet sich nicht unbedingt, um die große Party zu schmeißen. Vom Aufbau her zeigt er allerdings Potential.
Weiter geht's mit "Facing Fear" und wesentlich mehr Druck vom Schlagzeug. Leider bietet der Gesang außer einigen PC-arrangierten Verzerrungen nichts Unerwartetes. Die Vocals präsentieren mehr Gehabe als Können. Insgesamt wieder sehr langsam und öde, da wenig Abwechslung.
"Reasons for Deceit" fängt gar nicht mal schlecht an, aber lang gezogener Gesang und instrumentelle Darbietung bleiben. Das macht die Scheibe nicht unbedingt besser. Sind die Bandmitglieder zu alt, um ab und an ein flotteres Lied zu kreieren? Auch wenn Helena Cos eine wirklich schöne Stimme hat, kann sie das Album leider nicht vor einer relativ schlechten Note retten.
O je! Jetzt fängt sie auch noch an zu rappen - in einem für sie schon übermäßig schnellem Tempo! Die Band scheint mich erhört zu haben. Ich würde schon sagen, "What I want" ist einer der schnellsten Songs des Albums und auch außergewöhnlich auf Grund seines Rapgesangs, den sie auch gut präsentiert. Könnte ein Ohrwurm werden.
Auch bei "Helter Skelter" kommt die Truppe aus sich heraus. Mein kleiner Zeh ist bereits geneigt, abzugehen und aus seinem Halbschlaf zu erwachen. Der beste Song bisher mit einer guten Mischung aus verzerrter Gitarre und wandelbaren Vocals. Auch der ruhigere Break in der Mitte weiß zu gefallen. Respekt!
Mhm, das war vielleicht doch ein bisschen zu viel Lob auf einmal. Jetzt geht's erstmal so weiter wie zwei Songs zuvor. Doch nach kurzer Zeit erhält "Names" einen unheimlichen Tritt in das werte Hinterteil und tritt zum Refrain hin sehr schnell und druckvoll auf. Die Strophe zieht sich aber wieder wie Kaugummi, was aber diesmal gut zum gesamten Aufbau passt.
Mit "Whispers" sagen uns die Amis "Adieu". Sehr balladig startet der Song und mit abgehackten Gesang. Naja, wenigstens bleibt mein Zeh wach, auch wenn hier nicht auf Tempo gespielt wird. Im Gegensatz zu den vorherigen Songs, ist dieser ein wenig schwächer ausgefallen, jedoch nicht so übel wie die Anfänge auf EVER AFTER.

Fazit: Im Prinzip reicht es, wenn man sich dieses Album ab Song #5 anhört. Dann hat man auch das Wesentliche der ersten Tracks mitbekommen. Wie das geht? Da gibt es nichts wirklich Wesentliches, geschweige denn etwas, dass mich jetzt gerade vom Hocker hauen würde. Sogar mein kleiner Zeh hat sich einem kurzen Nickerchen hinreißen lassen, was auf jeden Fall an der Musik und nicht an sonstigen Einflüssen lag. Ab "What I want" geht dann aber doch mal die Luzi ab. Als Tipp fürs nächste Album: Bitte unbedingt am Kaugummi sparen.

Anspieltipps:
 "What I want", "Helter Skelter", "Names"

Titel-Liste:
 
  1. Too far
  2. Simple
  3. Hate
  4. Something more
  5. Facing Fear
  6. Reasons for Deceit
  7. What I want
  8. Helter Skelter
  9. Names
  10. Whispers

Laufzeit:
 35:55 Min.

Band-Infos:
 
  • www.spiderrockets.com 


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