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Review: Spiraldogma |
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Album:
| | BACTERIA STIGMA, 2010, Des Bruits De Casseroles |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | N.Z., 20.08.2010 |
Review:
| | "Music is a Dogma into a spiral!" - Mit dieser treffenden Aussage schließt die Pressemitteilung zum ersten Album der französischen Newcomer Spiraldogma mit dem Titel BACTERIA STIGMA und weist damit unmittelbar auf die Attitüde der Band sowie den eindeutig von diesem Motto beeinflussten Namen hin, welcher, ebenso wie die teils aus Wortneuschöpfungen bestehenden, komplexen Songtitel, sofort ins Auge fällt und auf Besonderes schließen lässt. Und dieser erste Eindruck wird von einem Wechselspiel aus hämmernden Rhythmen, Gesangsparts, welche sich, zerrissen zwischen aggressiv heraus gestoßenen und schmerzlich sehnenden Elementen, im Widerspruch verstricken und verschachtelten Melodien gefestigt, hört man hinein in das 2010 erschienene Debüt der Band.
Gleich der erste Track "Eradicalizm" offenbart schonungslos ehrlich den roten Faden der Platte und demonstriert mit seinen gleichermaßen energiegeladenen und treibenden sowie melancholischen Ansätzen, dass häufige Tempowechsel nicht unzusammenhängend klingen müssen und dass die spannenden Abläufe durchaus als Einheit funktionieren können.
Hierbei spielt der Stimmeinsatz von Sänger 2TH, welcher es schafft, trotz der Zahmheit suggerierenden Klangfarbe seiner Stimme, die Stücke so zu dominieren, dass er ihnen je nach Anwendung entweder einen in lieblicher Schwermütigkeit ergehenden oder unbarmherzig harten Anstrich verleihen kann, wobei er stark an Muse Sänger Matthew Bellamy erinnert und ihm alle Ehre macht (z. B. "Cradle of Misery".
Leider beinhaltet der Spiraldogma Stil auch elektronische Elemente, wie etwa zu Beginn von "Blue Cult". Obgleich mir diese Einsätze persönlich nicht sonderlich gefallen und ich gut darauf verzichten könnte, halten sich diese so weit in Grenzen (mit Ausnahme des am Ende der Platte stehenden Remixes des oben genannten Songs) dass es kaum auffällt und auch nicht stört.
Immer wieder wird man von neuen Einlagen überrascht und in unbekannte Gewässer gestoßen, welche sich unkonventionell und spannend zu weitreichenden Höhen steigern, nur um sich gleich darauf wieder in erbarmungsloser Düsternis zu verlieren - manchmal sogar Beides zur gleiche Zeit. Ähnlich wie bei Tool wird die bedrückende Stimmung in ihrer Grausamkeit nie auf die Spitze getrieben; stets wird den brutalen Abgründen Gnade in Form von hetzenden Drums und dröhnenden Bässen gewährt, welche gekonnt verhindern den Hörer zu tief im Sumpf aus gequält ausbrechenden Lyrics und dissonanten Melodien versinken zu lassen.
Fazit: Alles in Allem ist diese Album, trotz der recht kurzen Laufzeit und den verhältnismäßig wenigen Songs (sieben Stück und ein Remix), ein tolles Erstlingswerk und kann mit der genregleichen Konkurrenz auf höherem Level absolut konkurrieren. Der Sound ist wahnsinnig faszinierend und erweckt mit seiner gnadenlosen Düsternis und erstaunlich sanften Rohheit auf beinahe hypnotische Art Interesse. Auch wenn teilweise das Eckige gewaltsam ins Runde zu pressen versucht wurde, macht das Gesamtkonzept Sinn und wirkt stimmig. |
Anspieltipps:
| | "Eradicalizm" ist in jedem Fall ein Burner mit vielen Facetten und damit absolut in der Lage als Paradigma für das gesamte Album zu stehen. |
Tipp:
| | Liebhaber von Muse, Tool und ähnlichen Bands, finden hier ein Schmuckstück, welches noch ein echter Geheimtipp ist! |
Titel-Liste:
| | - Eradicalizm
- Cradle of Misery
- Blue Cult
- Virus in Fiction
- Mutism Idol(l)s
- Opradiation
- Soft Caress
- Blue Cult Remix
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.spiraldogma.com  |
Probehören und Kaufen:
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