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Review: Stargazery
 
EYE ON THE SKY

Album:
 EYE ON THE SKY, 2011, Pure Steel

Stil:
 Melodic Metal, Hard Rock

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 V.R., 04.05.2011

Review:
 Mit den Finnen Stargazery taucht 2011 ein neuer Stern am Melodic Metal-Himmel auf. Oder ist es doch mehr ein Auge als ein Stern? Selbiges impliziert zumindest der Name des Debutalbums, welches nämlich EYE ON THE SKY betitelt wurde. Gemeinsamkeiten mit dem sehr ähnlich benannten Alan Parson’s Project-Song sind natürlich nicht vorhanden, denn musikalisch haben sich Stargazery in erster Linie der Tradition von Bands wie Stratovarius oder auch Sonata Arctica, in zweiter Linie aber auch den seligen Hard Rock-Zeiten verschieben. Hier regiert der klassische, keyboardlastige, mitunter auch immer wieder in Hard Rock-Gefilde abdriftende Melodic Metal, der härtemäßig stets auf einem Level bleibt, dass auch Freunde softerer Musikrichtungen ein Ohr riskieren können. Doch wer steckt überhaupt hinter Stargazery? Zumindest Sänger Jari Tiura könnte dem einen oder anderen bekannt vorkommen, hatte er doch schon Michael Schenker auf einem Album unterstützen dürfen. Auch Gitarrist Pete Ahonen ist kein Unbekannter und ist unter anderem bei Burning Point aktives Mitglied. Von den anderen Bandmitgliedern hat man dagegen bisher noch nicht viel mitbekommen und so wenden wir uns mal ganz unbedarft dem Debutwerk der Band zu.

Mit dem fetzigen Metal-Kracher "Dying" startet das Album gleich recht fulminant. Schon hier sind die typischen Markenzeichen der Band deutlich zu erkennen. Neben den Gitarren regieren die Keyboards hier mindestens gleichberechtigt. Über beidem liegt allerdings der durchweg sehr stimmige Gesang von Jari Tiura. Musikalisch klingen neben den Metal-Wurzeln auch deutlich einige Hard Rock-Einflüsse durch. Insgesamt handelt es sich bei dem Titel nicht zuletzt auch dank des hochmelodischen Ohrwurmrefrains um einen perfekten Einstieg ins Albums.
Warum auf diesen Kracher dann mit "Everytime I dream of you" eine Ballade folgt, wird sich wohl höchstens der Band selbst erschließen. Da ist man gerade so schön auf eine starke Metal-Scheibe eingestimmt, da werden gleich mehrere Härtegänge nach unten geschaltet. Doch genug der Kritik, denn immerhin handelt es sich bei dem Song wirklich um eine sehr starke Ballade, die sich trotz dezenten Kitschfaktors nie in allzu schmalzige Gewässer verirrt. Zudem sei vorweg genommen, dass es sich dabei um die einzige Ballade des Albums handelt. Einen Softrock-Overkill muss also Niemand befürchten.
Mit dem Titelsong "Eye on the Sky" ist der ruhige Teil des Albums dann endgültig beendet. Hier wird allerfeinster Melodic Speed Metal der klassischen Stratovarius-Schule geboten, bei der die Keyboards mal wieder eine tragende Rolle zugewiesen bekommen. Von vorne bis hinten ist der Song extrem ohrwurmlastig ausgefallen und gehört damit ganz klar zu den stärksten Titeln der Platte. Sicher, wirklich neu klingt des nicht gerade, aber auf diesem hohen Niveau haben es zuletzt selbst die großen Vorbilder nicht mehr präsentieren können.
Bei "How many Miles" zeigen Stargazery dann mal eine andere Seite ihres Könnens. Hier überwiegt eindeutig der klassische Hard Rock der alten Rainbow-Schule, auch mit Black Sabbath zu Tony Martin-Zeiten kann man den Titel gut vergleichen. Da der Titel die Qualität der großen Vorbilder zudem zumindest annähernd erreichen kann, setzt der Song die bisherige sehr positive Tendenz des Albums konsequent fort.
Auch "I am the Night" klingt stärker nach Hard Rock als nach Metal. Der Song ist durchgängig im Midtempo-Bereich gehalten und sorgt mittels einiger gelungener Riffs und stets stimmiger Keyboarduntermalung für Aufmerksamkeit.
Dass der Härtegrad auch bei "Jester of Kings" bestenfalls geringfügig nach oben geschraubt wird, mag vielleicht den einen oder anderen Metaller etwas enttäuschen, doch darf man dabei nicht übersehen, dass Stargazery gerade bei diesen eher im Hard Rock verwurzelten Songs ihre Stärken besonders ausspielen können. Musikalisch ist gerade dieser Titel über jeden Zweifel erhaben, im Prinzip haben wir es hier sogar mit den stärksten Song des gesamten Albums zu tun.
Und auf genau diese Weise setzt sich die Platte dann auch fort. Mit "Judah (the Lion)" folgt eine weitere geniale Midtempo-Nummer irgendwo in der Schnittmenge zwischen Hard Rock und Melodic Metal. Vielleicht setzen sich Stargazery damit ein wenig zwischen alle Stühle, doch wen stört das schon, wenn dabei ein derart geniales Album wie dieses herauskommt.
Bei "Puppet on a String" kommen dann aber auch endlich wieder die Fans des schnellen Melodic Metals auf ihre Kosten. Hier lautet das Fazit ‚andere Musikrichtung – gleiches Niveau’, denn mit seinen Ohrwurmmelodien ist der Titel keinen Deut schlechter als die vorangegangenen Hard Rock-lastigen Midtemposongs.
Auch "S.O.S." ist eindeutig im Metal-Bereich zu verorten und erinnert mal wieder richtig schön an vergangene Großtaten von Stratovarius.
Zum Abschluss gibt es dann noch ein ganz besonderes Schmankerl in Form einer Coverversion. Stargazery haben sich an den Black Sabbath-Klassiker "Headless Cross" gewagt. Wirklich keine schlechte Wahl und die Umsetzung ist auch wirklich als äußerst gelungen zu bezeichnen, wenn auch etwas dicht am Original. Letzten Endes ist die Wahl dieses Songs aber nur konsequent, erinnern doch auch einige der Eigenkompositionen der Band an eben jene seligen Black Sabbath-Zeiten, als die Band mit Tony Martin am Mikro noch einmal für späte Achtungserfolge sorgen konnte. Insgesamt geht mit diesem Song ein äußerst gelungenes Debut-Album auf geradezu wunderbare Weise zu Ende.

Fazit: Man mag es kaum glauben, dass es sich bei EYE ON THE SKY um ein Debutalbum handelt. Ausnahmslos jeder Song des Albums ist als gelungen zu bezeichnen und auch die musikalische Umsetzung klingt äußerst routiniert. Besonders beeindruckend ist, dass Stargazery die neueren Alben ihrer großen Vorbilder mühelos an die Wand spielen, denn EYE ON THE SKY ist qualitativ doch tatsächlich ein ganzes Stück besser als die letzten Platten von Stratovarius und Konsorten. Dies mag auch daran liegen, dass das Album neben den klassichen Melodic Metal-Wurzeln auch eine nicht zu leugnende Hard Rock-Aura besitzt, welche letzten Endes für ausreichend Abwechslung sorgt. Wenn es an diesem Album überhaupt etwas auszusetzen gibt, dann an der Tatsache, dass man die Quotenballade ausgerechnet an der ungnädigen Titelposition Zwei untergebracht hat. Ruhige Songs eignen sich eben eher für einen harmonischen Ausklang oder als Verschnaufspause zwischendurch. Ansonsten ist Kritik an der Platte aber wirklich fehl am Platze, denn Stargazery gehören eindeutig zu den stärksten Newcomern des Jahres 2011 und es bleibt nur zu hoffen, dass auf EYE ON THE SKY noch viele weitere derart geniale Alben folgen. Beim nächsten Mal ist dann vielleicht sogar die Höchstnote drin, welche dieses Mal, wenn auch nur knapp, noch verfehlt wurde.

Anspieltipps:
 Es gibt keinen Aussetzer, alle Songs der Platte sind ausnahmslos klasse!

Tipp:
 Fans von Bands wie Stratovarius und Sonata Arctica sind hier gut aufgehoben, solange sie keim Problem damit haben, dass es bei Stargazery tendentiell etwas softer und gemächlicher zugeht. Zudem sollten auch Black Sabbath-Fans, die die Tony Martin-Ära bevorzugen, in dieses Album reinhören, denn es könnte sich durchaus lohnen.

Titel-Liste:
 
  1. Dying
  2. Everytime I dream of you
  3. Eye on the Sky
  4. How many Miles
  5. I am the Night
  6. Jester of Kings
  7. Judah (the Lion)
  8. Puppet on a String
  9. S.O.S.
  10. Headless Cross

Laufzeit:
 43:49 Min.

Band-Infos:
 
  • www.stargazery.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Stargazery: EYE ON THE SKY

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