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Review: Steeleyes |
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Album:
| | FIRE & GASOLINE, 2010, Eigenvertrieb |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | S.M., 27.06.2011 |
Review:
| | Bereits mit ihrer EP LOUD, STRONG AND HEAVY aus dem Jahre 2009 konnten Steeleyes aus Haren im Emsland positiv auf sich aufmerksam machen. 2010 veröffentlichten sie dann ihr erstes Album FIRE & GASOLINE, welches mir nun zur Rezension vorgelegt wird.
Geboten wird traditioneller Heavy Metal, der gerne ein bisschen in Richtung 80er schielt, aber dennoch kraftvoll rüberkommt und mit modernen Soundmöglichkeiten produziert wurde.
Gleich "Warface", der eigentliche Opener nach dem Intro, setzt mit seinem geradlinigen Aufbau und dem einprägsamen Höhepunkt Akzente. So mag der geneigte Headbanger den Heavy Metal: straight, kraftvoll, eingängig und mitgrölkompatibel.
"Live & Fight" ist teilweise etwas komplexer arrangiert, packt dann aber auch spätestens beim Refrain die hymnische Seite aus. Sehr gut gefällt mir hier das vielseitige und virtuose Gitarrenspiel.
Als dynamischer und stimmungsvoller Heavy Rocker entpuppt sich "Wheel on Wheel" und erinnert mich in seiner Machart ein bisschen an V8 Wankers und ähnliche Truppen. Aber geht ebenfalls sehr gut ins Ohr.
Mit "Take my Hand" rücken gefühlvolle Klänge in den Vordergrund. Ganz abgesehen davon, dass es das meiner Meinung nach nicht bräuchte, ist Christoph Kuhls kraftvolles Organ für solch eine Ballade nicht wirklich geeignet. Die Töne wackeln schon etwas. Wenn sich das Ganze zum Ende hin zu einer Powerballade entwickelt, wird es zwar etwas besser, insgesamt ist es aber eher ein schwächerer Track dieses Albums.
Die richtigen Stärken von Steeleyes liegen jedenfalls eher in straighten, dynamischen Stücken wie "Shout down". Hier kann Kuhl sein voluminöses, kräftiges Organ, das mich an Michael Seifert von Rebellion erinnert, sehr gut in Szene setzen und so auch den erneut sehr gut erarbeiteten Höhepunkt klasse ausreizen.
Bei "Queen of the Moon" beweisen Steeleyes, dass sie auch schnelle Sachen draufhaben, den die Nummer kommt mit leichtem Speed-Metal-Flair. Nur beim Refrain wird es melodisch und auch intensiv emotional.
Mit lautem Rülpsen startet "Disturbed & confused", danach wird hieraus ein kräftiger Stampfer, der wieder mit viel Heavy Rock und sogar Einflüssen von Streetrock und Punk aufwartet.
"Frost Bound" setzt auf Energie und erinnert an thrashig angehauchten Old-School-Metal nach Art von Anvil. Interessante Tempowechsel bringen einige Überraschungen und Abwechslung in das Stück ein. Ansonsten ist es vor allen Dingen ein sehr dynamischer Mähnenschüttler.
Der Titeltrack "Fire and Gasoline" gehört zu den kraftvollen, geradlinigen Stücken mit stark erarbeiteten Höhepunkten. Er ist sehr rifforientiert, und der Höhepunkt macht sich wieder schnell in den Gehörgängen breit.
"On you, on me" kommt etwas southern-like mit gemächlichem Rhythmustempo und knackigen aber simplen Riffs. Irgendwie passiert aber bei diesem Song zu wenig, so dass er schnell langweilig wird.
Zum Abschluss gibt es noch eine Acoustic-Version des emotionalen "Take my Hand". Ehrlich gesagt ist genau das der Song, von dem ich auf diesem Album nicht noch eine alternative Version gebraucht hätte.
Fazit: Steeleyes zeigen bereits auf ihrem Debüt, dass im traditionellen Heavy Metal in Zukunft mit ihnen zu rechnen sein wird. FIRE & GASOLINE ist ein weitestgehend gelungenes Album. Es gibt jetzt nicht nur Top-Songs, aber im Gros komponiert das Quintett sehr solide. Auch für Abwechslung ist gesorgt. Es gibt kraftvolle, straighte Stücke, fette Stampfer und schnelle, energievolle Tracks. Und selbst die emotionalen Klänge sind vertreten, wenngleich sie diesmal noch nicht meinen Geschmack treffen. Über mangelnde Songwriting-Vielfalt kann man sich nicht beklagen. Und an über einer Stunde Spielzeit könnte sich mancher auch eine Scheibe abschneiden.
Also, wer sich für traditionellen Heavy Metal interessiert, sollte auch ruhig mal FIRE & GASOLINE antesten. |
Titel-Liste:
| | - Intro
- Warface
- Live & Fight
- Wheel on Wheel
- Take my Hand
- Shout down
- Queen of the Moon
- Disturbed & confused
- Frost Bound
- Fire and Gasoline
- On you, on me
- Take my Hand (Acoustic)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.steeleyes.de  |
Probehören und Kaufen:
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