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Review: Stormwarrior |
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Album:
| | HEADING NORTHE, 2008, Dockyard 1 |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 20.01.2008 |
Review:
| | Man hat es heute als Band nicht mehr leicht. Noch schwieriger wird es, sich von der grauen Masse des Einheits Metal abzusetzen, wenn alte Zöpfe herhalten müssen.
Da wäre zunächst die Vorliebe für Power Metal. Naja, eine der ersten Vorturner des deutschen High-Speed Metal, Helloween erleben gerade wohl den zweiten Frühling, aber der Ruhestand ist schon am Horizont erkennbar. Auch unser Rock'n'Rolf alias Rolf Kasparek, Mastermind von Running Wild lässt immer wieder musikalisch von sich hören, wird aber nicht jünger. Doch Vorsicht ist geboten, denn Rolf befuhr den musikalischen Ozean schon in den 80ern mit "modernen Piratenschiffen" und lies die ollen Wikinger im Museum stehen.
Die zweite Braut auf dem Sozius hört auf den Namen True Metal und da ist das Feld mit Knüppern von Manowar über Majesty bis Hammerfall (um nur einige zu nennen) so intensiv bearbeitet worden, dass man wohl kaum noch Hunnen, Goten, Mongolen und sonstiges Kriegsgetier hinter den Bäumen hervorscheuchen kann.
Thematisch will man jedoch ein etwas anderes Feld beackern. Nordische Mythen stehen hier ganz oben und wenn man alles miteinander unter einen Hut bringt, so landet man trotzdem nicht auf einem einsamen Acker, der jungfäulich gepflügt werden möchte. Mit Cover-Bild und dem musikalischen Mix muss man sich zumindest den Vergleichen zur aktuellen Rebellion Trilogie stellen. Und die haben nicht nur zwei ex-Grave Digger-Recken an ihrer Seite, sondern auch mit Tomi Göttlich einen waschechten Geschichtslehrer in ihren Reihen, der alten Mythen auf den Grund ging.
Damit steht eins fest, Stormwarrior müssen schon gehörig Wind auf ihr rot-weißes Segel bekommen, damit ihr Wikingerschiff den Metal-Cup auch gewinnen kann.
Nach kurzem Intro "And the Norde Calleth for Oden" mit der richtigen Einstimmung auf die bevorstehende stürmische Seereise geht man mit dem Opener "Heading Northe" einen gewagten Schritt, wirft man doch mit ziemlich Running Wild-kompatiblen Intro-Klängen zänkischen Kritikern gleich die ersten Brocken Fleisch hin. Doch ein paar Riffs später wird der Ballast über Bord geworfen, das Großsegel gesetzt und mit Power durchs offene Meer gepflügt.
Für "Metal Legacy" bleibt man voll auf Kurs und das hohe Tempo lässt die Bugwelle kräftig schäumen. Eine Spur mehr Hymne wurde dazu gepackt und Chöre geben dem Refrain mehr Nachdruck. Auch Gitarrenfreunde kommen nicht zu kurz, denn die Leine der 6-Saiter ist lange genug.
Was noch gediegen hymnisch beginnt, steigert sich schnell zu einem wahren Drum- und Gitarren-Riff-Gewitter mit Windstärke zwölf. "Iron Gods" ein weiterer melodischer Leckerbissen, der nicht zuletzt mit messerscharfen Gitarren-Soli-Einlagen und Mitsing-Refrains gehörig Punkte sammeln kann.
Stampfemde schwere True Metal Riffs und eine massive Bass-Unterstützung sind genau die richtigen Waffen für ein groovendes Intro, denn für "The holy Cross" hat sich die Crew entschlossen, das Vollzeug zu setzen. Vieles erinnert hier an Grave Digger und Rebbelion, besonders die etwas ruhigeresn Passagen mit Sprecher-Einlagen nach den Gitarren-Soli. Da man danach wieder den ursprünglichen Kurs setzt, tut dies der Spiel- und Hörfreude jedoch kaum Abbruch.
"Ragnarök" lässt das Schiff zur Abwechslung wieder mehr in Richtung Helloween-Küste treiben. Man bleibt allerdings weit genug vom Strand entfernt um Gefahr zu laufen, auf ein im wahrsten Sinne peinliches "Riff" aufzulaufen.
Meeresrauschen, dezente Chöre, ruhiges Fahrwasser, eigentlich eine prima Vorlage für eine Ballade. Für "Lion of the Northe" hat Stromwarrior andere Pläne. Ein weiteres Mal sorgen rasend-schnelle Gitarrenläufe sorgen für Druck ohne Ende.
Es versteht sich schon fast von selbst, dass der letzte Song "Into the Battle" seinem Namen alle Ehre macht, den Anker wirft und nach einer knappen Dreiviertelstunde die Schlacht genau dort beendet, wo sie mit dem Titelsong begann.
Für das nötige Ambient-Outro ist ebenfalls gesorgt. "And the Valkyries ride" mit seinem Krieger-Chor und orchestralen Klängen erfüllt voll und ganz seine Aufgabe. Sogleich den Anker lichten und die Seereise fortsetzen. Please press "Play" again...
Fazit: Ungeachtet der Anleihen bei den genannten Vorzeigekriegern der Szene, haben es Stormwarrior geschafft, jedem Song eine gewisse eigene Duftnote zu verpassen. Erfreulich ist ebenfalls, dass der Neuling im Vergleich zu seinen Vorgängern, eine spürbare Qualitätsteigerung erfahren hat. In jedem Fall werden Stormwarrior einmal mehr ihrem Namen gerecht und entfachen einen wahren Sturm auf ihrem maritimen Feldzug quer durch die nordischen Metal-Landschaften. |
Anspieltipps:
| | "Heading Northe", "The holy Cross" und "Ragnarök" |
Tipp:
| | Alle, die bereits Helloween, Rebellion und Running Wild im Regal stehen haben und sowohl Power als auch True Metal zu ihren Leibgerichten zählen, bekommen einen leckeren Fisch "ala Creme". |
Titel-Liste:
| | - And the Norde Calleth for Oden
- Heading Northe
- Metal Legacy
- The holy Cross
- Iron Gods
- Ragnarök
- The Revenge of Asa Lande
- Remember the Oathe
- Lion of the Northe
- Into the Battle
- And the Valkyries ride
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Laufzeit:
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