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Review: The Storyteller |
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Album:
| | UNDERWORLD, 2005, Black Lodge |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | U.B., 03.01.2008 |
Review:
| | Die fünf Schweden von The Storyteller haben mit UNDERWORLD ihr bereits viertes Album veröffentlicht. L-G Persson Vocals, Fredrik Groth Gitarre, Jacob Wennerqvist Gitarre, Johan Sohlberg Bass und Backing Vocals sowie Martin Hjerpe Drums präsentieren Power Metal mit für das Genre ungewöhnlich tiefem Gesang. Die Bandbreite reicht von Balladen bis zu rasanten Uptempo Nummern. Charakteristisch für The Storyteller ist neben den bereits erwähnten tiefen Vocals ein starker Background Chor für den man zur Verstärkung noch Ronny Hemlin, der Stimme von Steel Attack, gewinnen konnte.
"Changeling" beginnt mit polterndem Bass. Die harten Gitarrenriffs und der zum Teil aggressive Gesang zeigen direkt, hier ist Power angesagt. Der Song stampft Midtempo dahin und trainiert die Nackenmuskeln beim Headbangen. Die tiefe, etwas heisere Stimme von Sänger Persson erinnerte mich etwas an Roger Chapmann mit "Shadow on the Wall" allerdings fehlt das bei Chapmann ausgeprägte Vibrato in der Stimme. Da ich immer besonderen Wert auf den Chorus lege, kann ich erfreut vermelden, dass der sehr melodisch ist.
Bei "Eyes of the Dead" hält man sich erst gar nicht mit einem Intro auf. Bitte anschnallen. Die Gitarren und Drums legen direkt vehement los. In einer ruhigen Phase hat der Bass seinen Auftritt und die Vocals sind wesentlich weniger rau als sonst. Nach wenigen Momenten brandet einem aber wieder ein voller Sound um die Ohren samt Riffgewitter. Die Gitarren schreddern, ein kurzes Solo inklusive. Uptempo mit voll fetter Soundkulisse. Nichts für die musikalisch schlanke Linie.
Bei "The Fiddler" gibt es Falconer artigen Folk Metal. Passend zum Titel eröffnet eine von Gastmusiker Danne Beckmann gespielte Violine. Dazu stampfen die Gitarren. Dis Vocals steigen schon mal in größere Höhen ohne jedoch schmerzhafte Eunuchen Töne zu erreichen. Die Gitarren dominieren und stehen mit den düsteren Riffs in scharfem Kontrast zu den freundlicheren Tönen der Violine die es schwer hat gegen die Twingitarren.
Galoppierender, schneller Sound ist wohl die beste Beschreibung von "Watcher in the Deep". Wie beim vorangegangenen Song sind auch hier, wenn auch deutlich weniger ausgeprägt, Folk Elemente vorhanden. Die Gitarren marschieren angetrieben von den Drums. Man stelle sich frühe Helloween vor, nur nicht so freundlich sondern deutlich düsterer, mit ho-ho-ho Chor im Hintergrund, dann hat man eine gute Vorstellung was einen hier erwartet. Die Nummer ist eine gute Mischung aus Melodic- Power- Speed Metal.
"Your Time has come" ist eine Ballade. Akustische Gitarren und der Gesang, der hier noch ein wenig rauer als sonst klingt, prägen den Song. Dazu der Hintergrundchor und das Mittelalter-Feeling ist perfekt.
Ganz anders ist "Beauty is the Beast", ein Uptempo Hammer. Die Drums wummern, die Gitarren riffen als gäbe es kein Morgen. Beim Refrain wird der Lead Gesang durch den Chor unterstützt. Im Verlauf wechseln sich die Gitarren mit Soli ab. Stellenweise klingt der Chor im Hintergrund wie bei den Don Kosaken. Eine Spur Bombast die prima zu dem Lied passt.
Der Titelsong "Underworld" geht etwas langsamer zu Werke, ist aber durchaus druckvoll. Der Chor ist auch hier vertreten, sein aha haha geben dem ganzen einen epischen Anstrich. Nach kurzem, ruhigen Abschnitt nur mit Bass und Drums gehen die Gitarren in die Vollen. Da wird dann auch die eine oder andere schnelle Frickeleinlage eingestreut.
Bei "Magic Moments" wehen einem schnelle Drums und die bei den hohen Tönen etwas schrillen Vocals entgegen. Flotte Riffs wechseln mit pfeilschnellen Gitarrenläufen. Der Chorus wird mit mehrstimmigem Gesang vorgetragen und ist von der Grundstimmung um einiges fröhlicher als in den Nummern zuvor, ohne aber auch nur ansatzweise aus der Happy Metal Ecke zu kommen.
Langsam, mit gewaltiger Soundkulisse startet "Shine on". Hartes Riffing, dann wieder sehr melodiöse Gitarrenklänge, in den Abschnitten in denen die Gitarren etwas in den Hintergrund treten, dominiert der Bass. Auch hier sorgt der Chor für einen Schuss Epic.
Mit "The Ace of Spades" gibt es zum Abschluss ein Cover vom wahrscheinlich bekanntesten Motörhead Song. Ich bin zwar kein Freund von Cover Versionen da sie meist deutlich schlechter sind als das Original, aber in diesem Fall kann sich das Resultat durchaus hören lassen. Die Gitarren fetzen ordentlich und die Drums knallen, auch die Vocals liegen dicht an Lemmys Organ jedoch eine Spur weniger heiser. Ob das Cover sein musste? Wahrscheinlich nicht. Wer das Original kennt braucht die Neuauflage nicht, aber gut gemacht ist sie.
Fazit: Kraftvoller, rauer Power Metal, mit Speed Anleihen bei den Uptempo Nummern, eine gewisse Gitarrendominanz, die tiefe Stimme von Persson veredelt mit ausdrucksstarkem Chor, sind das Markenzeichen von The Storyteller. |
Anspieltipps:
| | "The Fiddler", "Beauty is the Beast", "Underworld" |
Tipp:
| | Warmduscher, Sockenfalter, Kissenknicker und Nur-die-Liebe-zählt Gucker sollten nicht zugreifen. Das hier ist dann doch zu heftig und garantiert nicht die Zielgruppe der Geschichtenerzähler. Leute die ihren CD-Player aber gern mit deftiger Kost etwas außerhalb der Norm füttern, sei die Scheibe empfohlen. |
Titel-Liste:
| | - Changeling
- Eyes of the Dead
- The Fiddler
- Watcher in the Deep
- Your Time has come
- Beauty is the Beast
- Underworld
- Magic Elements
- Shine on
- The Ace of Spades
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Laufzeit:
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