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Review: Stratovarius |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 16.01.2011 |
Review:
| | Wem wird es nicht Unwohl, erinnert er sich an die Zeit des großen Zanks in der Stratovarius-Familie. Der bisherige Bandchef Timo Tolkki muss miterleben, dass die Meuterei an Bord des finnischen Power-Metal-Kreuzers nicht mehr zu vermeiden ist. Der Kapitän wir kurzerhand abgesetzt und der Rest der band versucht einen Neustart mit Gitarrist Matias Kupiainen. Bis es schließlich zum großen Neustart 2009 mit dem Album POLARIS kommt, wird allerdings noch viel Porzellan zerschlagen. Resultat ist ein Timo Tolkki, der es mit einer eigenen Band Revolution Renaissance versucht, welche sich letztendlich nach dem 2010er Album TRINITY wieder auflöst und einer wiedererstarkten Stratovarius-Truppe, die es nun auch mit dem Neuling ELYSIUM zeigen möchte, dass man mit dem finnischen Trademark für Metal etwas mehr verbinden sollte, als nur einen zweifellos genialen Gitarristen Tolkki.
Die bereits im November veröffentlichte EP DARKES HOURS hat es schon angedeutet, was folgen soll, könnte an die Großtaten der Vergangenheit anschließen und...
...schon nach wenigen Augenblicken des Openers "Darkes Hours" ist, für alle die, die den Song bisher noch nicht von der EP kannten klar, die Finnen setzen ihren mit dem Album POLARIS eingeschlagenen Kurs konsequent fort. Etwas "leichter" arrangiert, als die Frühwerke, dafür aber sofort eingängig und treibend. Wer möchte hier beim Refrain nicht gleich mit dem Chor um die Wette krähen?
Es geht jedoch auch noch etwas flotter. "Infernal Maze" lässt den Streit der Vergangenheit schnell vergessen und das Herz der Stratovarius-Fans höher schlagen. Klasse Gesang, dominante Gitarren, dezente, jedoch schlüssige Keyboard-Teppiche und eine kompromisslose Rhythmus-Abteilung beweisen, dass sie bei jedem Tempo sattelfest Metal zocken können.
Klar, dass echte Power-Balladen zum guten Ton gehören. Und so sind es diesmal "Fairness Justified" und "Lifetime in a Moment", welche als Bindeglieder zur Kuschelfraktion herhalten sollen. Mission erfüllt, mehr ist nicht zu sagen.
Nach weiteren druckvollen Ohrwürmern der Up-Tempo-Schublade, wie "The Game never ends" und "Event Horizon" mit seinem an Tolkki erinnernden Hang zu klassisch angehauchten Gitarren- und Keyboard-Duellen nähert sich langsam der über 18 Minuten ausufernde Mammut-Titeltrack "Elysium". Klar, dass man in dieser Zeit jede Menge Spielraum für Themenwechsel inkl. Tempo-Variationen besitzt, der auch weidlich ausgenutzt wird, sei es nun mit progressiv-lastigen Passagen oder üppigen Gitarren-Soli.
Wer war eigentlich Timo Tolkki? Sorry, bei dieser Leistung hab ich es doch glatt vergessen...
Fazit: Mit ELYSIUM kann man der Finnen-Combo nur erneut eine blitzsaubere Leistung bescheinigen. Abwechslungsreich, eingängig und druckvoll produziert, bleibt vielleicht nur noch ein ganz kleiner Kritikpunkt, den Die-Hard-Fans finden könnten. Man ist nicht mehr so wild und ungestüm, wie noch vor einer Dekade. Aber ist das wirklich so schlimm? Freuen wir uns lieber, dass Drummer Jörg Michael nach seiner Krebsoperation wieder zurückgekehrt ist und sicherlich bald wieder mit aller Leidenschaft die Felle gerben wird. Der Rest der Truppe freut sich darauf sicherlich genau so, wie die Fans. |
Tipp:
| | Alle Stratovarius-Fans können hier erneut bedenkenlos zugreifen. Melodischer Power Metal ist weiterhin eine Domäne der Truppe aus Finnland und das ist auch gut so. |
Titel-Liste:
| | - Darkes Hours
- Under flaming Skies
- Infernal Maze
- Fairness Justified
- The Game never ends
- Lifetime in a Moment
- Move the Mountain
- Event Horizon
- Elysium
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
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