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Review: The Street
 
THE DIVINE DEBAUCHERY

Album:
 THE DIVINE DEBAUCHERY, 2008, MusicBuyMail

Stil:
 Hard Rock, Heavy Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 J.G., 25.01.2008

Review:
 Sie kommen aus dem Mormonenstaat Utah, genauer aus Salt Lake City und schicken mit dem Album THE DIVINE DEBAUCHERY nach ihrem Debüt THE MIRACLE TREND von 1997 bereits ihr sechstes Rundeisen ins Rennen. Die lange Erfahrung hat dabei ebenso ihre Spuren hinterlassen, wie so manches Riff ihrer Vorbilder. Obwohl dabei so bekannte Namen, wie U2, Van Halen, Bon Jovi oder Led Zeppelin fallen, ist die Band musikalisch meilenweit von einem direkten Vergleich oder einer allzu offensichtlichen Anleihe entfernt. Vielmehr ist man bemüht, ausdrucksstarke und eigenständige Rocksongs zu komponieren, die oftmals auch etwas mehr Schwermut transportieren als erwartet. Wer also nur glattpolierte, simpel gestrickte Party-Rock-Nummern erwartet, mag zunächst enttäuscht sein.

Wer sich die Zeit nimmt, etwas genauer hinzuhören, der spürt vielleicht ein leichtes angenehmes Prickeln, wie es nur erfahrene Bühnenhasen versprühen können. Und gerade da haben The Street Erfahrung um die sie so manche andere Band beneiden würden. Als wäre es das Who is who der Rockgeschichte, rockten sie schon als Support für Bands wie: L.A. Guns, Warrant, Great White, Alice Cooper, Dokken, Quiet Riot, Firehouse, Skid Row, Metal Church oder Lillian Axe, um nur einige zu nennen.

2002 gewannen sie den Bandcontest "North by Northwest Battle" und nun gilt es drei Alben später, sich erneut vor den Zuhörern zu beweisen. Ob dies gelungen ist, werde ich gleich wissen.

Nach ein paar Geräuscheffekten, die für die richtige thematische Einstimmung sorgen, wurde schon beim Opener "Greetings from the Ghetto" der richtige Hard Rocker rausgekehrt. Die Gitarren-Riffs lassen es krachen, Druck von der Rhythmus-Fraktion gibt es noch dazu und Fronter Arnold schreit sich den Frust von der Seele. Klar, gibt's auch noch das eine oder andere Gitarren-Intermezzo, um die Stimmung hoch zu halten.
Für "Devil's Dilemma" wurde dann der Groove-Booster, Marke Extra-Large gestartet und prügelt jede Hookline mit ungeheuerem Druck in die Reihen der Zuhörer. Wer sich nicht rechtzeitig duckt, wird einfach plattgewalzt.
Bei "Step it up" sind es gerade die Gitarrenläufe der Soli, die zum mitzocken an der Luftgitarre einladen.
"Vendetta's my Name" klingt mit Abstand am modernsten und erinnert mit seinem eher gesprochenen Gesang und den Nu Metal-artigen Riffs an Bands wie Disturbed. Bei der üblichen Nu Metal-Kälte bleibt es dann doch nicht, zumindest das Gitarren-Solo bringt etwas Harmonie ins Spiel.
Erst für die Endrunde wird etwas der Druck vom Gaspedal genommen. "A Voluntary loss of Innocense" präsentiert sich als Power-Ballade und zeigt, dass die Jungs auch einen Sinn für Gefühl besitzen. Dass man dabei nicht unbedingt in die Schnulzen-Fraktion wechseln muss, beweist der Song eindrucksvoll.

Fazit: Auch wenn sie es nicht geschafft haben, einen 100%ig pflegeleichten, radiotauglichen Song mitzuliefern, der sofort im Ohr bleibt, so haben sie es jedoch verstanden, ihr Ding kompromisslos durchzuziehen und jede Menge ihrer geballten Bühnenerfahrung auch in ihrem Studio-Album zu bannen.

Tipp:
 Für alle Rock- und Metalfans, die US-gefärbten Hard Rock / Heavy Metal bevorzugen und lieber anspruchsvollere Songs hören, als abgenudelte Radio-Dauerberieseler, die werden mit dem Album sicherlich ihre Freude haben.

Titel-Liste:
 
  1. Greetings from the Ghetto
  2. Devil's Dilemma
  3. Bitter
  4. Light of Day
  5. Step it up
  6. Nemesis
  7. Vendetta's my Name
  8. Shovel
  9. One Man Battle
  10. Walls
  11. Head or be dead
  12. A Voluntary loss of Innocense

Laufzeit:
 48:34 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/thestreet 


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