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Review: Subterfuge Carver |
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Album:
| | DEATHCORE, 2008, Supreme Chaos |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | R.E., 13.02.2008 |
Review:
| | Subterfuge Carver, 2004 im schönen Stuttgart gegründet (folgend als S.C. abgekürzt) legen mit DEATHCORE ihr Debüt-Album vor. Deathcore, für alle unwissenden, ist eine Mischung aus Death Metal, gelegentlichen Thrash ausflügen, Hardcore und oft auch einer Brise Grind. Im falle von S.C. kommt noch ein Hauch von RockīnīRoll dazu. Mein Kollege Mario K. durfte bereits die DEATHCORE BETA (Demo/3 Songs vom aktuellen Album) testen und war begeistert.
Was beim ersten Durchhören bereits stark auffällt ist die für diese Szene eher ungewöhnliche Stimme, die eventuell zu oft klar klingt. Das heißt, Sänger Alex Wiedhölzl singt oft mit ziemlich klarer Stimme, heißt aber nicht dass die Shouts und die Screams fehlen, sie sind nur nicht so dominant wie bei anderen Bands im Deathcore, obwohl der Mann gut Shouten kann. Was ebenfalls auffällt ist der Einsatz von nur einer Gitarre und somit der Bass, gespielt von Bert Oeler, oft zu deutlich und dominant zu hören ist. Vor allem dann, wenn Gitarrist Arthur Wall zu einem Soli ausholt bestimmt vor allem der Bass den Part, was recht gewöhnungsbedürftig ist. Häufig hört man auch ein ziemlich gleiches Spielen von Bass und Gitarre raus, sprich es klingt zu ähnlich und zu gleich. Etwas mehr Gegensätze würden sicher für mehr Abwechslung. Vielleicht sollte S.C. auch mal über einen zweiten Gitarristen nachdenken, denn der fehlt mir irgendwie. Die Rythmusmaschine wird von Thomas Neuberger bedient und das auch ganz gut. Die Double-Bass kommt oft sehr schnell, dafür zwar etwas druckloser. Tempowechsel werden auch ohne Probleme gemeistert. Manchmal kommen die Drums jedoch sehr leise aus den Lautsprechern bzw. Kopfhörern. Bei einigen Songs, wie bei "Equals" widerum sind die Drums laut genug. Track 3 und 7 hätte man auch ruhig rauslassen können, da es eh nur sehr kurze, eher unnötige Intermezzos sind.
So, nun nachdem die Band durch den vorangehenden Teil demoralisiert wurde und kurz vor der Auflösung steht, versuch ich mal die Jungs wieder aufzubauen. "Equals" heißt der erste Track und dröhnt auch gleich voll aus den Boxen. Im Hintergrund erklingen Growls zu Beginn, Break, Double-Bass-Attacke und los geht's. Stimmlich bereits hier die 2 Stile zu hören, auf der einen Seite melodisch und eher klar und auf der anderen die Shouts und Screams, gelegentlich von Growls unterstützt. Starker Song gleich zu Beginn des Albums der Lust auf mehr macht.
"Ruined" ist die Nr. 2. Hier bestimmt eher der Rhythmus und der größtenteils schreiende Sänger den Song.
"O.Y.K." kommt als nächstes aus den Boxen. Der Anfang lädt förmlich zu einem Circle-Pit ein der sich schnell in eine moshende Meute verwandelt. Der melodische eher gesungener Refrain steht im Gegensatz zum shout- und screamlastigen Hauptteil. Musikalisch wird hier guter Metalcore geliefert.
Die Nr. 5 heißt "Pressed" und legt recht hardcorelastig los und bleibt über weite Teile so bestehen. Mitte und Ende des Songs sind definitiv metallastiger.
"Died" ist eine gelungene Mischung aus überwiegenden Midtempo-Parts und schnellen Zwischeneinlagen, gestört vom ruhigen Part in der Mitte des Songs. Danach geht's aber schnell wieder metalcorelastig zur Sache. Klare Vocals werden eher selten und nur im Refrain benutzt, dafür kommen eher Hardcore-Shouts, unterstützt von einigen Growls und Screams, zur tragenden Rolle.
Weiter geht es mit "P**** Gunner". Hier bestimmt gleich von Anfang an der RockīnīRoll-Einfluss. Sänger Alex benutz oft seine klare und melodische Stimme, kann aber auch schnell in Shouts wechseln. Im großen und ganzen geht es hier sehr rythmisch und stampfend zu Gange. Im Gegensatz dazu übernehmen oft schnelle und treibende Parts das Zepter, wie auch das schnelle großartige Ende.
Nach kurzem Spieluhr-Intro ist es Zeit für "Killing Glances". Bestimmend ist der langsame und stampfende Anfang, der sich in einem verspielten Midtempo-Part fängt. Das ganze wiederholt sich mehrmals. Stimmlich wird hier alles abgearbeitet, Screams, Shouts, Growls und auch gelegentlicher klarer Gesang. Zum Ende hin wird der Song noch mal ziemlich schnell bis der Song langsam nach 4 Minuten und 28 Sekunden ausklingt und in "Prelude to War", ein instrumentales Stück, übergeht.
Ein Schuss. Mexikanisch? Falsches Album? Nein, "One Bullet Will Do" hat angefangen und ebnet sich seinen Weg durch die Boxen. Abwechslungsreicher, meist schneller Song. Gelegentliches Midtempo, welches aber oft nur kurz als Break dient. Die Gitarre wirkt Stellenweise endlich mal richtig verspielt, mehr davon. Shouts und Screams dröhnen kräftig aus den Boxen und verleiten zum mitschreien. Gegen Ende des Songs schleichen sich öfter Breaks im Midtempo-Part ein, die sich gut zum Arme durch die Luft werfen eignen. Dann klingt der Song langsam und gemütlich aus.
Mit "Devils Donīt Bleed" geht es aber shcon mit dem letzten Song weiter. Hier wird noch mal sauberer Metalcore ausgepackt, der zum moshen einlädt. Absolute Spitzenklasse. Gitarrist Arthur zeigt einmal mehr seine verspielte Seite und Sänger Alex lässt auch seine klare Stimme wieder einfließen. Das Ende ist überflutet von Breaks und Growls überredet noch einmal zum heftigen Headbangen oder Moshen. Wer da noch still sitzen kann, der hat kein Gespür für gute Musik. Nach 6:52 ist dann nach leisem Ausklingen der Song am Ende angekommen. Aber es ist noch nicht Schluss, es gibt nach ein paar Minuten Ruhe noch einen Bonussong, indem es nach einigem instrumentalem Geplänkel noch mal richtig zur Sache geht. Ungewöhnlich aggressiver Anfang, verliert sich aber schnell im eher midtempo-lastigem restlichen Song. Erinnert stellenweise irgendwie an Converge oder The Dillinger Escape Plan. Auf jeden Fall ein guter Abschluss und Bonussong.
Fazit: DEATHCORE ist auf jeden Fall ein gutes und überzeugendes Debütalbum. Und das trotz kleinerer bereits beschriebener Ungereimtheiten. Wer gleich nach dem ersten mal hören sagt: "Neee, is nix für mich!", der sollte sich DEATHCORE dennoch mehrmals anhören. Denn nichts anderes hat dieses Album verdient. Subterfuge Carver stehen noch am Anfang ihrer Carriere und man darf definitiv gespannt sein was noch alles folgen wird. |
Tipp:
| | Metalcore-Fans sollten auf ihre Kosten kommen, auch wenn der Hauch RockīnīRoll erstmal befremdlich wirkt. |
Titel-Liste:
| | - Equals
- Ruined
- untiteled
- O.Y.K.
- Pressed
- Died
- untiteled
- P**** Gunner
- Killing Glances
- Prelude to War
- One Bullet will do
- Devils donīt Bleed
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.subterfugecarver.de  |
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