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Review: Joey Summer |
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Album:
| | WRITTEN ON THE HORIZON, 2010, Avenue of Allies |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 19.06.2010 |
Review:
| | In den Zeiten des Internets wird vieles leichter, gerade wenn es um die Überwindung von Entfernungen geht. Denkt man noch zwei Jahrzehnte zurück, dann gab es nur mit Live-Aktivitäten und Print-Magazinen die Chance etwas über Bands in anderen Ländern zu erfahren. Heutzutage in Zeiten von MySpace und MP3 stellen Entfernungen kaum noch ein Problem dar. Auch wenn Joey in seiner Mutter, einer Opernsängerin einen gewissen Protegé besaß und schon 14-jährig mit seinem Bruder eine Band gründete, bezweile ich, dass man vor 20 Jahren in Europa davon etwas mitbekommen hätte.
Ein Glück für den brasilianischen Melodic Rock-Fan Joey Summer, der nun in der Lage ist, weit über die Grenzen seines Landes Musikfans mit seinen Songs zu erreichen. An seiner Seite stehen ihm Keyboarder Daniel Lamas, Basist Markcell und Drummer Renan Martins. Nicht genug, konnte Joey auch noch ein paar Gastmusiker und Co-Songwriter für sich gewinnen. Und so tummeln sich bekannte Namen, wie Michael Bormann, der Jaded Heart-Bassist Michael Müller, die beiden Schweden Bloodbound-Keyboarder Frederik Bergh, als Background-Sänger Göran Edman (u.a. Yngwie Malmsteen) oder der ex-Europe-Gitarrist Kee Marcello und sein Landsmann Julio Cezar am Bass.
Das Ergebnis lässt sich durchaus hören und sollte besonders für Melodic Rock-Fans von Bands wie Street Talk oder Jaded Heart ein interessantes Hörerlebnis darstellen.
Bereits der langsame Opener "Rise up" stellt die Weichen für das restliche Album. Hier wird vor allem Wert auf Melodie gelegt und nicht auf flotte Rock-Rhythmen. Dabei ist besonders die stimmliche Präsenz von Joey Summer bemerkenswert, die jedem Song einen ganz eigenen Stempel aufdrückt.
Der längste Song auf dem Album, "Anymore" stammt aus der Feder von Melodic-Meister Michael Bormann und fügt sich prächtig in die Songstrukturen des Gesamtwerks. Trotz stellenweise orchestraler Dominanz wird zu keiner Zeit die Gitarre in den Hintergrund gedrängt. Ganz im Gegenteil das Solo fällt für den Sechssaiter überraschend rockig und üppig aus.
"Written on the Horizon" ist eines Titelsongs durchaus würdig. Ein interessantes Keyboard-Intro liefert gekonnt einen Spannungsbogen bis zum Einsatz der markanten Rock-Gitarren, die wiederum einen gelungenen Kontrast zur überwiegend sanften Gesangslinie bilden. Bei diesem Song kann man nicht sofort erahnen, wie es weiter geht und das macht den besonderen Reiz aus.
Kein Wunder, dass Street Talk Fans ein kleines Deja Vú feiern können, denn bei "Don't believe" handelt es sich um die Neuauflage eines Songs der Band ebenso wie bei dem späteren "Tables turning". Gewohnt eingängig und trotz prägnanter Keyboard-Teppiche hat man es nicht versäumt, der Gitarrenfront Geltung zu verschaffen und mit jeder Menge choraler Unterstützung für zusätzliche Fülle zu sorgen.
"Rough Ride to Paradise" ein balladesker Song mit transparent klarem (Akustik-)Gitarrensound und einschmeichelnder Gesangslinie setzt einen durchaus würdigen Schlusspunkt unter ein gelungenes modern arrangiertes Melodic Rock-Album.
Fazit: Auch wenn es auf dem Melodic Rock-Sektor gerade in den letzten Jahren jede Menge Zuwachs gegeben hat, so kann sich Joey Summer nicht zuletzt durch seine markante Stimme, seinem soliden Songwriting und seiner kompetenten Hilfstruppe hörbar von Einheitseinerlei absetzen. Manchmal hätte ich mir etwas mehr ursprüngliche rockende Härte gewünscht, was aber den Keyboards entgegen stehen würde und für eines von beiden muss man sich eben entscheiden. |
Titel-Liste:
| | - Rise up
- Anymore
- Written on the Horizon
- Don't believe
- It's only your Love
- Lorea
- I'll never be alone again
- Tables turning
- Beating
- Brand new Day
- Rough Ride to Paradise
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.joeysummer.com  |
Probehören und Kaufen:
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