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Review: Svartahrid
 
EX INFERI

Album:
 EX INFERI, 2010, Soulseller

Stil:
 Black Metal

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 M.U., 28.06.2010

Review:
 Die beiden Musiker Istar und Forn gründen Svartahrid im Jahre 1994. Gründungsort ist Skien, Telemark, Norwegen. Norwegen und Black Metal? Eine unauflösbare Verbindung, denn Norwegen und Black Metal sind einfach nicht zu trennen. Im Jahre 1996 kommen Björn und Ilvastar hinzu. 1998 erscheint das erste Album mit zwei Tracks. Zu dieser Zeit spielen Istar und Forn gleichzeitig auch bei der Band Mactatus, die bei Naplam Records unter Vertrag stehen und auch Svartahrid eine Vertrag anbieten. Damit wird das erste Album FORTHCOMING STROM produziert. Kurz danach verlässt Björn die Band aus persönlichen Gründen und wird nicht mehr ersetzt. Svartahrid spielt nun halt als Trio. Im August 2002 erscheint das zweite Album AS THE SUNRISE FLICKERS. Ilvastar verlässt die Band im kommenden Jahr und Frank Iberg kommt. Für das nächste Album findet man kein Label und vertreibt es einfach selber. 2005 nimmt Soulseller Records Kontakt mit der Band auf und man einigt auf einen Vertrag für drei Alben. Das dritte Album SADNESS AND WRATH erscheint 2007 und danach noch MALICIUOS PRIDE. 2009 beginnen die Aufnahmen zum fünften Album EX INFERI, welches im Mai 2010 erscheint.

Die Sache mit INTRO und OUTRO ist so ein Ding. Normalerweise nicht erwähnenswert, aber hier ist es anders. Das "Intro" ist richtig gut. Trommeln (das müssen große Dinger sein vom Klang her). Dazu klassische orchestrale Klänge und ein düsterer Hintergrund. Das nenne ich gelungen.
Mit dem ersten Song "Cursed Seeds of the Nazarene" zeigen Svartahrid eindeutig, wohin der Weg führt. Schnelle, tiefgestimmte Gitarren, die eine unheimliche Schnelligkeit aufweisen. Der Gesang ist ebenso düster und tief. Der Schlagzeuger spielt sich schon mal warm und drischt auf das Instrument ein, als wäre der leibhaftige Teufel. Ein furioser Beginn.
Und mit "Scale of Worth" setzt das Inferno aus Gitarre, Schlagzeug und Gesang fort. Diese Schnelligkeit ist beeindruckend. Zwischenzeitlich wird der Song zwar ein bisschen ruhiger und schwerfälliger, aber das macht ihn gerade so interessant. Eben wegen der Rhythmuswechsel.
Vollkommen untypisch zu den Vorgängern beginnt "Veil of Lies". Bei diesem Song werden Erinnerungen an Dimmu Borgir wach. So Richtung Stromblast oder Sorgens Kammer. Abe diese tiefe Monotonie ist einfach genial.
Nach ein paar Verschnaufsekunden nimmt das Album mit dem Titelsong "Ex Inferi" und seinem Nachfolger "March with us" wieder so richtig die Fahrt auf. Schnell, hart, brutal. Das sind die wichtigsten Attribute zu diesem Song.
Bei "Fire hate Kill" muss man mit Sicherheit zuerst an den Song BLOOD FIRE WAR HATE aus dem Album Conquer von Soulfly denken. Gewisse Ähnlichkeiten im Titel sind vorhanden. Das war es aber auch. Musikalisch weichen die beiden Songs doch schon sehr auseinander. Diese aggressive Stimmung ist phantastisch. Und immer noch spielt alles in einer Schnelligkeit, wo man doch denken sollte, langsam sollte denen die Puste ausgehen. Denkste!
Und wenn man denkt, jetzt lassen sie nach, der irrst sich gewaltig. Bei "Blessed by Darkness" erkennt man kein Nachlassen. Immer noch extrem schnell gespielt, die Stimme ebenso tief im Keller, die Gitarre schrubbt bis die Saiten glühen.
Ups: Glockenklänge à la Eisregen. Das ist der erste Eindruck von "Bastard Child". Aber keine Sorge. Das dauert nicht lange. Der rote Faden wird sehr wieder schnell aufgenommen. Eine Tortur für jede Stereoanlage.
Verzweifeln könnte man diesem Album schon. Daher aus der Song "Lake of Despair". Aber verzweifeln nur, weil es der vorletzte Song ist und man unweigerlich darauf hingewiesen wird, das Ende naht. Genaugenommen ist auch der letzte Song, den was nun kommt, ist das "Outro".
Gut, das "Outro", was ein bisschen an BLACK SABBATH erinnert, lassen wir einfach unter Tisch fallen.

Fazit: Mit fünf Alben zählt die Band sicherlich nicht zu den Neulingen. Was sie hier abliefern, ist einfach ein Prachtstück und ein extrem guter Vertreter des Black Metals. Eine Sieben zu vergeben, dass will bei uns schon etwas heißen. Aber die Band und das Album haben diese Note vollkommen zurecht verdient. Da stimmt einfach alles; ein perfekt produziertes Album. Alle Songs liegen auf dem gleichen Niveau und in der gleichen Stilrichtung. Da wird nicht lange gefackelt, da wird einfach das Material gnadenlos bearbeitet. Stilistisch liegt man genau auf der Linie: Black Metal. Und Norwegen ist einfach prädestiniert für Black Metal. Dieses Album dürfte mit Sicherheit jeden Fan dieser Stilrichtung ansprechen und wer es irgendwo im Plattenaden findet, sollte gar nicht erst lange zögern und sofort zuschlagen.

Anspieltipps:
 "Cursed Seeds Of The Nazarene", "Scale Of Worth", "Ex Inferi", "Fire Hate Kill" und "Blessed By Darkness".

Titel-Liste:
 
  1. Intro
  2. Cursed seeds of the Nazarene
  3. Scale of Worth
  4. Veil of Lies
  5. Ex Inferi
  6. March with us
  7. Fire hate Kill
  8. Blessed by Darkness
  9. Bastard Child
  10. Lake of Despair
  11. Outro

Laufzeit:
 44:05 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/svatahrid 

  • Probehören und Kaufen:
    Svartahrid: EX INFERI

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